Altbackenes Weißbrot verwenden
Altbackenes Brot nimmt die Milch gut auf und bindet die Fleischmasse, ohne sie unnötig weich zu machen.
Boulettes aus gekochtem Rindfleisch
Französische Boulettes aus gekochtem Rindfleisch mit Brot, Ei und Kräutern, rundum gebraten und in einer kräftigen Sauce aus Brühe, Tomate, Knoblauch und Bouquet garni geschmort.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Für diese Boulettes wird gekochtes Rindfleisch fein gehackt und mit eingeweichtem Weißbrot, Ei, Schalotte und Petersilie zu einer formbaren Masse verbunden. Die gebratenen Fleischbällchen schmoren anschließend in einer bordelaiser Sauce mit Rinderbrühe, passierten Tomaten, Weinbrand und Kräutern. So wird übrig gebliebenes oder eigens gekochtes Suppenfleisch zu einem eigenständigen, herzhaften Gericht.
Die Boulettes sind außen gebräunt und innen saftig-zart. Die Sauce ist dunkel, herzhaft und leicht gebunden, mit kräftigem Rindfleischaroma, würziger Kräuternote, milder Tomatensäure und einem feinen Weinbrandton.
Schritt für Schritt
Rinderschulter oder Suppenfleisch, Wasser, Salz, Zwiebel, Karotte, Lauch, Lorbeerblatt und Petersilienstiele in den großen Topf geben. Langsam zum Kochen bringen und den aufsteigenden Schaum mit der Schaumkelle abschöpfen. Die Hitze reduzieren und das Fleisch sanft garen, bis es sich leicht zerteilen lässt.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht zerteilen.
Das gegarte Fleisch aus der Brühe nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen. 250 ml der Brühe für die Sauce abnehmen. Das Fleisch anschließend sehr fein hacken oder durch die grobe Scheibe des Fleischwolfs drehen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist kühl genug zum sicheren und gleichmäßigen Hacken.
Das altbackene Weißbrot in der Milch 10 Minuten einweichen und anschließend gut ausdrücken. Gekochtes Rindfleisch, Brot, Ei, gehackte Schalotte, Petersilie, Salz und Pfeffer gründlich vermengen, bis eine formbare Masse entsteht. Die Masse 10 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Masse lässt sich ohne Auseinanderfallen formen.
Aus der Masse 12 gleich große Boulettes von jeweils etwa 60 g formen. Das neutrale Öl in der großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Boulettes rundum 8 bis 10 Minuten anbraten, bis sie gleichmäßig gebräunt sind. Herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Boulettes sind rundum gleichmäßig gebräunt und behalten ihre Form.
Das neutrale Öl im Topf für die Sauce erhitzen. Das Mehl einrühren und unter ständigem Rühren 2 bis 3 Minuten bräunen, bis es nussig duftet. Den Weinbrand vorsichtig zugießen und 1 Minute einkochen lassen. Rinderbrühe, passierte Tomaten, ganze Schalotten, Knoblauch und Bouquet garni einrühren.
Daran erkennst du es: Das Mehl ist leicht gebräunt und duftet nussig.
Wichtig: Den Weinbrand vorsichtig zugießen, da die Sauce heiß ist.
Die Sauce aufkochen und bei kleiner bis mittlerer Hitze etwa 12 Minuten sanft köcheln lassen. Die gebratenen Boulettes hineinlegen und zugedeckt weitere 10 bis 12 Minuten schmoren. In dieser Zeit kann die Sauce leicht binden und die Boulettes nehmen ihr Aroma auf.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht gebunden und die Boulettes sind durchgehend heiß.
Das Bouquet garni entfernen. Die Sauce mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken und die gehackte Petersilie einrühren. Die Boulettes heiß mit ihrer Sauce servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce schmeckt ausgewogen würzig und die Boulettes werden heiß serviert.
Gut zu wissen
Altbackenes Brot nimmt die Milch gut auf und bindet die Fleischmasse, ohne sie unnötig weich zu machen.
Das gekochte Rindfleisch sollte fein gehackt oder durch die grobe Scheibe gedreht werden, damit die Boulettes zusammenhalten und dennoch Struktur behalten.
Das Kräuterbündel aromatisiert die Sauce während des Köchelns und Schmorens, wird aber vor dem Servieren herausgenommen.
Die Boulettes können etwas weicher und weniger elastisch werden.
Das glutenfreie Brot wie angegeben in der Milch einweichen und gut ausdrücken. Die Masse vor dem Formen besonders gründlich vermengen.
Der Geschmack wird etwas leichter; die Bindung bleibt grundsätzlich erhalten.
Einen ungesüßten pflanzlichen Drink in gleicher Menge verwenden und das Brot darin einweichen.
Das Kräuteraroma wird feiner beziehungsweise zwiebeliger.
Kerbel oder Schnittlauch in vergleichbarer Menge verwenden. Für das Bouquet garni nur dann ersetzen, wenn die Kräuterstiele ausreichend gebunden werden können.
Das Brot gründlich ausdrücken und die Masse 10 Minuten ruhen lassen.
Etwas zusätzlich fein gehacktes gekochtes Rindfleisch oder wenig ausgedrücktes Brot unterarbeiten und die Masse erneut kurz ruhen lassen.
Eine große Pfanne verwenden und die Boulettes bei Bedarf portionsweise braten.
Die Boulettes vorsichtig aus der Pfanne nehmen, das Öl erneut erhitzen und sie portionsweise kurz nachbräunen.
Das Mehl vollständig in das Öl einarbeiten und Brühe sowie Tomaten unter ständigem Rühren einrühren.
Die Sauce durch ein Sieb passieren und anschließend bei sanfter Hitze weiterköcheln lassen.
Die Sauce nur sanft köcheln lassen und während des Schmorens zugedeckt halten.
Mit etwas von der zurückbehaltenen Brühe verdünnen und kurz erwärmen.
Häufig gefragt
Rinderschulter oder Suppenfleisch eignet sich besonders gut, weil beide Stücke durch das sanfte Garen zart werden und anschließend fein zerkleinert werden können.
Das Kochen macht das Fleisch zart und liefert zugleich die aromatische Brühe für die Sauce. Die Bezeichnung bouilli verweist auf dieses zuvor gekochte Fleisch.
Die angegebene Menge ergibt 12 gleich große Boulettes, also drei Boulettes pro Person bei vier Portionen.
Der Weinbrand kann durch zusätzliche Rinderbrühe ersetzt werden. Die Sauce verliert dadurch etwas Tiefe und den charakteristischen Weinbrandton.
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