Prägende ZubereitungsverfahrenRösten und Ofenbraten, Schmoren
Geprüfte Rezept-EignungVegetarisch (Ei und Milch möglich)
ServierrolleAls Hauptgericht vorgesehen
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Getrocknete Morcheln bringen ein besonders konzentriertes, erdiges Aroma in die Sauce; frische Morcheln wirken zarter und saftiger.
Savagnin ergänzt die Morcheln mit einer nussigen, charaktervollen Weinnote.
Crème fraîche bindet die Sauce cremig, während geröstetes Landbrot für Kontrast und Sättigung sorgt.
Im Jura verbindet diese Croûte aux morilles aromatische Morcheln mit Crème fraîche und Savagnin. Die sämige Sauce wird auf goldbraun gerösteten Landbrotscheiben serviert und ergibt ein kräftiges, cremiges Gericht mit feinen Waldnoten.
Cremige, sämige Sauce mit intensiven Wald- und Erdaromen, nussigen Weinnuancen und zarter Petersilienfrische auf außen goldbraunem, innen noch saftigem Landbrot.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Zubereitung
1
Morcheln vorbereiten
Getrocknete Morcheln in 600 ml warmem Wasser 60 Minuten einweichen. Frische Morcheln vorsichtig putzen, längs halbieren und sichtbare Erde entfernen. Eingeweichte Morcheln aus dem Wasser heben, gründlich abspülen und gut abtropfen lassen. Das Einweichwasser nicht weiterverwenden.
60 Minuten
Daran erkennst du es: Die eingeweichten Morcheln sind gründlich gespült und gut abgetropft.
Bei frischen Morcheln entfällt die Einweichzeit.
Das Einweichwasser wegen möglicher Sand- und Schmutzreste verwerfen.
2
Schalotte, Knoblauch und Petersilie schneiden
Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein schneiden.
10 Minuten
3
Morcheln anbraten
Die Butter in einer großen, tiefen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Schalotte darin 3 bis 4 Minuten weich dünsten, ohne sie zu bräunen. Morcheln zugeben und 5 Minuten unter Rühren anbraten.
10 Minuten
Daran erkennst du es: Die Schalotte ist weich und blass, die Morcheln sind unter Rühren angebraten.
Die Schalotte nur weich dünsten, damit sie nicht bitter oder dominant geröstet schmeckt.
4
Sauce anrühren und Morcheln schmoren
Savagnin angießen und 3 Minuten offen einkochen lassen. Knoblauch und 200 g Crème fraîche einrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen, die Pfanne abdecken und die Morcheln 60 Minuten bei sehr kleiner Hitze sanft garen.
60 Minuten
Daran erkennst du es: Die Morcheln sind sanft gegart und die Sauce ist aromatisch verbunden.
Den Wein zunächst offen einkochen lassen, bevor Crème fraîche und Deckel dazukommen.
5
Sauce cremig fertigstellen
Während der Garzeit die restlichen 200 g Crème fraîche nach und nach einrühren, sobald die Sauce deutlich eindickt. Sie soll am Ende cremig und nicht dünnflüssig sein. Die gehackte Petersilie unterheben und die Sauce abschmecken.
5 Minuten
Daran erkennst du es: Die Sauce ist cremig, nicht dünnflüssig, und ausgewogen abgeschmeckt.
Die zweite Crème-fraîche-Portion portionsweise einarbeiten, damit die Sauce ihre sämige Konsistenz behält.
6
Landbrot rösten
Den Backofen auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Brotscheiben auf ein Blech legen und 8 bis 10 Minuten rösten, bis die Ränder goldbraun und die Scheiben innen noch etwas saftig sind. Die Sauce kann währenddessen fertiggestellt werden.
10 Minuten210 °C
Daran erkennst du es: Die Ränder sind goldbraun, während das Brot innen noch etwas saftig bleibt.
Die Brotscheiben während des Röstens im Blick behalten, da dicke Scheiben unterschiedlich schnell bräunen können.
7
Anrichten und servieren
Je zwei geröstete Brotscheiben auf einen Teller legen und die heiße Morchelsauce darauf verteilen. Sofort servieren.
2 Minuten
Daran erkennst du es: Die Sauce ist heiß und liegt gleichmäßig auf den gerösteten Brotscheiben.
Die Croûte unmittelbar nach dem Anrichten servieren, damit das Brot seinen Kontrast zwischen gerösteter Kruste und saftigem Inneren behält.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Getrocknete oder frische Morcheln: Getrocknete Morcheln werden 60 Minuten eingeweicht und schmecken oft konzentrierter und erdiger. Bei frischen Morcheln entfällt die Einweichzeit; sie wirken meist zarter und saftiger.
Einweichwasser nicht verwenden: Das Wasser der getrockneten Morcheln wird nach dem Einweichen verworfen. Die Morcheln gründlich abspülen und gut abtropfen lassen.
Sämige Sauce: Die Sauce soll am Ende cremig und nicht dünnflüssig sein. Die zweite Portion Crème fraîche deshalb nach und nach einrühren, sobald die Sauce deutlich eindickt.
Brot während der Garzeit rösten: Das Landbrot kann während der Garzeit der Morcheln im vorgeheizten Ofen geröstet werden. So bleibt die Gesamtzeit trotz der langen Garphase überschaubar.
Zutatenwissen
Morcheln einkaufen
Getrocknete Morcheln sind meist in gut sortierten Supermärkten, Feinkostgeschäften sowie bei Gewürz- oder Pilzhändlern erhältlich. Frische Morcheln gibt es saisonal vor allem bei spezialisierten Händlern und auf gut sortierten Märkten.
Savagnin einkaufen
Savagnin aus dem Jura ist in Weinfachgeschäften und bei spezialisierten Online-Weinhändlern erhältlich.
Landbrot auswählen
Dicke Brotscheiben eignen sich besonders gut, weil sie außen goldbraun rösten und innen noch etwas saftig bleiben.
Crème fraîche aufteilen
Die insgesamt 400 g Crème fraîche werden bewusst in zwei Portionen verwendet: 200 g zu Beginn und 200 g nach und nach während der Garzeit.
Sinnvolle Alternativen
Trockener Chardonnay aus dem Jura
Die Sauce wird etwas weniger nussig und wirkt geradliniger.
Savagnin im selben Schritt und in derselben Menge durch einen trockenen Chardonnay aus dem Jura ersetzen.
Typische Fehler und ihre Lösung
Die Sauce schmeckt sandig oder weist unerwünschte Schmutzpartikel auf.
Morcheln aus dem Einweichwasser heben, gründlich abspülen und das Einweichwasser verwerfen.
Sauce vorsichtig durch ein feines Sieb geben und mit frischer Crème fraîche auf die gewünschte Konsistenz bringen.
Die Sauce erhält eine bittere oder zu kräftige Röstnote.
Die Schalotte bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten weich dünsten, ohne sie zu bräunen.
Bei nur leichter Bräunung mit dem Savagnin ablöschen; bei deutlicher Bitterkeit die Zwiebelbasis gegebenenfalls neu ansetzen.
Die Morchelsauce läuft vom Brot und wirkt nicht sämig.
Die zweite Crème-fraîche-Portion nach und nach einrühren und die Sauce deutlich eindicken lassen.
Die Sauce bei sehr kleiner Hitze ohne Deckel kurz weiter eindicken lassen, ohne sie stark aufzukochen.
Die Brotscheiben sind trocken oder verbrannt.
Nach 8 Minuten kontrollieren und auf goldbraune Ränder sowie ein noch etwas saftiges Inneres achten.
Nur die stark gerösteten Ränder entfernen und die Sauce auf frisch gerösteten Brotscheiben servieren.
Varianten
Fassung mit frischen Morcheln
Frische Morcheln ersetzen die getrockneten Morcheln. Die Einweichzeit und das Einweichwasser entfallen.
Fassung mit Jura-Chardonnay
Ein trockener Chardonnay aus dem Jura ersetzt den Savagnin und verändert den Charakter der Sauce leicht.
Servieren und kombinieren
Als eigenständige Hauptmahlzeit: Je zwei geröstete Brotscheiben pro Person mit heißer Morchelsauce servieren. Die Croûte ist für vier Hauptportionen berechnet.
Mit Jura-Weißwein begleiten: Zur Croûte passt der im Rezept verwendete Savagnin. Alternativ kann ein trockener Chardonnay aus dem Jura gereicht werden.
Allergene und Nährwerte
Milch: enthält · Butter und Crème fraîche sind im Rezept ausdrücklich enthalten.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Kann ich getrocknete und frische Morcheln austauschen?
Ja. Verwende entweder 100 g getrocknete Morcheln mit 600 ml warmem Wasser zum Einweichen oder 500 g frische Morcheln. Bei frischen Morcheln entfällt die Einweichzeit.
Kann ich das Einweichwasser der Morcheln für die Sauce verwenden?
Nein. Das Einweichwasser soll verworfen werden. Die eingeweichten Morcheln gründlich abspülen und gut abtropfen lassen.
Was kann ich statt Savagnin verwenden?
Ein trockener Chardonnay aus dem Jura eignet sich als Alternative. Die Sauce wird dadurch etwas weniger nussig und wirkt geradliniger.
Wie viel Brot wird pro Person serviert?
Das Rezept ist mit zwei dicken gerösteten Landbrotscheiben pro Person berechnet.
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