Roggenmehl Type 130 oder 170
Verwende Roggenmehl Type 130 oder Type 170. Roggenvollkornmehl ist als Alternative möglich; die Krume wird dunkler und kräftiger, und der Teig kann je nach Aufnahmefähigkeit 10 bis 20 ml zusätzliches Wasser benötigen.
Roggenbrot aus den Hautes-Alpes
Kräftiges alpines Roggenbrot mit Brühstück, aktivem RoggensauerteigFermentierter Teig aus Roggenmehl und Wasser, der Roggenbrot säuert, lockert und aromatisiert., langer Ruhezeit und dunkler Kruste aus dem gusseisernen Topf.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pain bouilli de Villar-d’Arêne ist ein markantes Roggenbrot aus dem alpinen Dauphiné in Auvergne-Rhône-Alpes. Das RoggenmehlRoggenmehl wird aus Roggenkörnern gemahlen und verleiht Broten ein kräftiges Aroma sowie eine dunklere Farbe. wird zunächst mit kochendem Wasser angesetzt, anschließend mit Sauerteig vermengt und lange geführt. Die kleine Haushaltsvariante wird im gusseisernen Topf gebacken und kommt ohne Salz aus.
Das Brot hat eine dunkle, feste Kruste und eine dichte, saftige Roggenkrume. Es schmeckt kräftig, leicht säuerlich und malzig; frisch angeschnitten bleibt die Krume kompakt und rustikal.
Schritt für Schritt
250 g Roggenmehl in die große Schüssel geben. 300 ml kochendes Wasser darübergiessen und sofort mit dem stabilen Kochlöffel verrühren, bis keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind. Abdecken und 45 bis 60 Minuten abkühlen lassen, bis die Mischung nur noch lauwarm ist.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist nur noch lauwarm und nicht mehr heiß.
Wichtig: Beim Übergießen mit kochendem Wasser vorsichtig arbeiten und Dampf vermeiden.
Das restliche Roggenmehl, den aktiven Roggensauerteig und 100 ml Wasser mit 30 bis 35 °C zum Brühstück geben. Alles 8 bis 10 Minuten kräftig vermengen. Der Teig bleibt klebrig und kompakt; zusätzliches Mehl nur verwenden, wenn er sich überhaupt nicht mehr bewegen lässt.
Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig vermischt, klebrig und kompakt.
Die Schüssel abdecken und den Teig 8 bis 12 Stunden bei etwa 20 bis 22 °C ruhen lassen. Er muss nicht doppelt so groß werden, sollte aber sichtbar gelockert sein und kleine Risse oder Blasen zeigen.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt sichtbar gelockert und zeigt kleine Risse oder Blasen.
Ein Gärkörbchen oder eine Schüssel mit einem gut bemehlten Leinentuch auslegen. Arbeitsfläche und Hände leicht anfeuchten. Den Teig vorsichtig lösen, mit nassen Händen rundwirken und mit dem Schluss nach oben in das Tuch legen. Abdecken und 60 bis 90 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist etwas gelockert, bleibt aber kompakt.
Den gusseisernen Topf mit Deckel auf ein Rost stellen und den Backofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Topf mindestens 45 Minuten aufheizen.
Daran erkennst du es: Der Topf ist mindestens 45 Minuten vollständig durchgeheizt.
Wichtig: Den heißen Topf nur mit geeigneten Ofenhandschuhen anfassen.
Das Teigstück auf ein Stück Backpapier stürzen und mit einem scharfen Messer kreuzweise etwa 5 mm tief einschneiden. Den Teig mit dem Backpapier in den heißen Topf setzen, den Deckel auflegen und 20 Minuten bei 240 °C backen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist aufgegangen und die Oberfläche beginnt fest zu werden.
Wichtig: Beim Öffnen und Schließen des heißen Topfs auf austretenden Dampf achten.
Den Deckel abnehmen, die Temperatur auf 200 °C senken und den Laib weitere 60 bis 75 Minuten backen. Die Kruste soll dunkel und fest sein. Wird sie zu schnell dunkel, den Laib locker mit Backpapier abdecken.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist dunkel und fest.
Wichtig: Den Deckel vorsichtig abheben, da sich heißer Dampf gesammelt haben kann.
Das Brot aus dem Topf nehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Wegen der dichten Roggenkrume mindestens 12 Stunden warten, bevor du es anschneidest.
Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig ausgekühlt und lässt sich sauber anschneiden.
Gut zu wissen
Verwende Roggenmehl Type 130 oder Type 170. Roggenvollkornmehl ist als Alternative möglich; die Krume wird dunkler und kräftiger, und der Teig kann je nach Aufnahmefähigkeit 10 bis 20 ml zusätzliches Wasser benötigen.
Der Sauerteig ist das einzige Triebmittel dieser Variante. Er sollte aktiv sein und eine 100-prozentige Hydration haben. Ein eigener Roggenstarter ist ebenfalls möglich.
Das Wasser wird in ein heißes Brühstück und eine temperierte Zugabe für den Hauptteig aufgeteilt. Die unterschiedlichen Temperaturen helfen, den Sauerteig nicht mit zu heißem Wasser zu belasten.
Die Krume wird dunkler und kräftiger; der Teig kann etwas mehr Wasser benötigen.
Das Roggenmehl in gleicher Grundmenge ersetzen und die Teigkonsistenz beim Vermengen beobachten. Zusätzliches Wasser nur vorsichtig einarbeiten, wenn der Teig sich überhaupt nicht bewegen lässt.
Das Brot schmeckt milder und erhält eine weniger rustikale Roggennote.
Den aktiven Weizensauerteig in gleicher Menge verwenden. Die übrigen Zutaten und die lange Ruhezeit beibehalten.
Arbeitsfläche und Hände leicht anfeuchten und nur dann zusätzliches Mehl verwenden, wenn der Teig sich überhaupt nicht mehr bewegen lässt.
Den Teig vorsichtig mit feuchten Händen weiterbearbeiten; nicht nachträglich große Mengen Mehl einarbeiten.
Den Teig nach sichtbarer Lockerung und kleinen Rissen oder Blasen beurteilen, nicht nur nach der Uhr.
Bei noch ungebackenem Teig die Ruhezeit verlängern, bis sichtbare Lockerung erkennbar ist.
Die Kruste dunkel und fest ausbacken und das Brot mindestens 12 Stunden auskühlen lassen.
Das Brot vollständig auskühlen lassen und erst danach anschneiden; bei noch feuchter Krume kann es in Scheiben nachgeröstet werden.
Den Laib nach dem Abnehmen des Deckels beobachten und bei zu schneller Bräunung locker mit Backpapier abdecken.
Locker mit Backpapier abdecken und die Backphase bei 200 °C beenden.
Eine dunklere und aromatischere Variante mit Roggenvollkornmehl.
Roggensauerteig wird durch Weizensauerteig ersetzt; das Brot bleibt roggengeprägt, schmeckt aber milder.
Der Laib kann vollständig gebacken und nach dem mindestens 12-stündigen Auskühlen bis zum Servieren vorbereitet werden. Erst nach dem vollständigen Auskühlen anschneiden.
Häufig gefragt
Diese traditionelle Variante wird ausdrücklich ohne Salz zubereitet. Der kräftige Geschmack entsteht durch Roggenmehl, aktiven Roggensauerteig, die lange Ruhezeit und die dunkle Kruste.
Nein. Der Roggenteig muss nicht doppelt so groß werden. Sichtbare Lockerung sowie kleine Risse oder Blasen sind die wichtigeren Reifezeichen.
Die dichte Roggenkrume stabilisiert sich langsam. Wird der Laib zu früh angeschnitten, kann die Schnittfläche feucht oder klebrig wirken.
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