Weizenmehl Type 80
Type 80 liegt zwischen hellem und stärker ausgemahlenem Weizenmehl. Es ist häufig in Mühlenläden, im Biohandel oder bei gut sortierten Backzutatenhändlern erhältlich.
Gefaltetes Sauerteigbrot
Rustikales, rundes Sauerteigbrot aus dem Finistère mit einer charakteristischen, vor dem Backen übergelegten Teigkappe.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pain plié de Morlaix ist ein rustikales Brot aus dem Finistère in der Bretagne. Die besondere Form entsteht, indem eine breite Teigpartie vor dem Backen locker über die vordere Hälfte des runden Teiglings gelegt wird. Weizenmehl Type 80 und Type 65 sowie ein milder Weizensauerteig ergeben eine kräftige Kruste und eine eher dicht-feinporige Krume. Dieses Rezept ist eine eigenständige Hausumsetzung und beansprucht keine geschützte Herkunfts- oder Herstellungsbezeichnung.
Kräftig gebräunte, herzhafte Kruste mit rustikaler Kappenform; darunter eine aromatische, eher dicht-feinporige und elastische Krume mit mild-säuerlicher Weizennote.
Schritt für Schritt
Den aktiven Weizensauerteig mit 50 g Weizenmehl Type 80 und 50 g Wasser verrühren. Abgedeckt 8–12 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen, bis der Levain sichtbar aufgegangen ist und aromatisch-säuerlich riecht.
Daran erkennst du es: Der Levain ist sichtbar aufgegangen und riecht aromatisch-säuerlich.
450 g Weizenmehl Type 80, 100 g Weizenmehl Type 65 und 380 g Wasser vermischen, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Das Mehl ist vollständig benetzt und es sind keine trockenen Stellen mehr sichtbar.
Den reifen Levain zum Autolyseteig geben. Das Salz in den restlichen 40 g Wasser auflösen und ebenfalls einarbeiten. Den Teig 6–8 Minuten langsam kneten, bis er elastischer wird und noch leicht klebt.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt elastischer, bleibt aber leicht klebrig.
Den Teig in eine leicht geölte Schüssel legen und bei etwa 24 °C insgesamt 3–4 Stunden gehen lassen. Nach 45, 90 und 135 Minuten jeweils einmal dehnen und falten. Während dieser Zeit kann die Schüssel abgedeckt stehen. Die Stockgare ist beendet, wenn der Teig sichtbar luftiger geworden ist und etwa um die Hälfte an Volumen zugenommen hat.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar luftiger und hat etwa die Hälfte an Volumen zugenommen.
Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, vorsichtig zu einer runden Kugel vorformen und 20 Minuten entspannen lassen.
Daran erkennst du es: Der vorgeformte Teig ist nach der Ruhezeit entspannter und lässt sich weiterwirken.
Anschließend die Außenflächen zur Mitte ziehen und das Brot mit gespannter Oberfläche rundwirken. Den Teigling mit dem Schluss nach oben in ein gut bemehltes Gärkörbchen setzen. 60–90 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen. Für mehr Aroma kann er stattdessen 8–12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ruhen.
Daran erkennst du es: Der Teigling ist sichtbar aufgegangen, ohne seine Spannung vollständig zu verlieren.
Einen Gusseisentopf mit Deckel oder einen Backstein mit Dampfmöglichkeit 45 Minuten auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teigling auf Backpapier stürzen. Für die typische Form vom oberen Drittel eine breite, dicke Teigpartie leicht anheben und locker über die vordere Hälfte des Brotes legen. Nicht fest andrücken.
Daran erkennst du es: Das Backgefäß ist vollständig aufgeheizt und die Teigpartie liegt locker als Kappe auf dem Brot.
Wichtig: Beim Umgang mit dem vollständig vorgeheizten Backgefäß hitzebeständige Handschuhe verwenden.
Das Brot im geschlossenen Topf 20 Minuten bei 250 °C backen. Anschließend den Deckel abnehmen, die Temperatur auf 220 °C senken und weitere 25–30 Minuten backen, bis die Kruste kräftig gebräunt ist. Das Brot aus dem Backgefäß nehmen und auf einem Gitter mindestens 2 Stunden vollständig auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist kräftig gebräunt und das Brot ist nach dem Auskühlen vollständig abgekühlt.
Wichtig: Das Brot und das Backgefäß sind unmittelbar nach dem Backen sehr heiß.
Gut zu wissen
Type 80 liegt zwischen hellem und stärker ausgemahlenem Weizenmehl. Es ist häufig in Mühlenläden, im Biohandel oder bei gut sortierten Backzutatenhändlern erhältlich.
Type 65 ergänzt das kräftigere Type-80-Mehl mit einer helleren, milderen Mehlkomponente im Hauptteig.
Aktiver Weizensauerteig kann von einer Bäckerei bezogen oder mit Weizenmehl und Wasser selbst weitergeführt werden. Für den Levain sollte er sichtbar aktiv sein.
Die Krume wird heller und das Aroma etwas milder.
Weizenmehl Type 80 in den betreffenden Zeilen durch die gleiche Menge Weizenmehl Type 550 ersetzen. Die Wasseraufnahme kann leicht abweichen; den Teig bei Bedarf erst nach der Autolyse beurteilen.
Das Brot erhält ein deutlich kräftigeres Aroma und eine dunklere Krume.
20 g aktiven Roggensauerteig anstelle des Weizensauerteigs für den Levain verwenden. Die übrigen Levain-Zutaten und die Reifeprüfung bleiben unverändert.
Den Levain erst einsetzen, wenn er sichtbar aufgegangen ist und aromatisch-säuerlich riecht.
Den Levain länger bei geeigneter Raumtemperatur reifen lassen, sofern er noch nicht in den Hauptteig eingearbeitet wurde.
Während der Stockgare sowohl die Zeit als auch Volumen und Teigstruktur beobachten.
Wenn der Teig noch deutlich straff und kompakt ist, die Stockgare vorsichtig verlängern.
Eine breite, dicke Teigpartie locker über die vordere Hälfte legen und nicht fest andrücken.
Nach dem Backen lässt sich die Form nicht mehr korrigieren; beim nächsten Mal die Teigpartie dicker und lockerer auflegen.
Das Brot vollständig auf einem Gitter auskühlen lassen.
Das angeschnittene Brot weiter auskühlen lassen und erst danach vollständig schneiden.
Für mehr Aroma kann die Stückgare statt bei Raumtemperatur über Nacht abgedeckt im Kühlschrank erfolgen.
Eine Version mit Weizenmehl Type 550 anstelle von Type 80 ergibt eine hellere und etwas mildere Krume.
Aktiver Roggensauerteig kann für den Levain verwendet werden und verändert Aroma und Krume deutlich.
Die geformte Stückgare kann abgedeckt 8–12 Stunden im Kühlschrank erfolgen. Anschließend den Teigling direkt zum Formen und Backen aus dem Kühlschrank nehmen.
Das vollständig ausgekühlte Brot bei Raumtemperatur trocken und vor direkter Feuchtigkeit geschützt lagern. Erst nach dem vollständigen Auskühlen verpacken.
Nicht warm und luftdicht verpacken, da sich sonst Kondenswasser bilden kann.
Das Einfrieren ist im Ausgangstext nicht beschrieben; daher wird keine konkrete Einfrier- oder Auftauanleitung ergänzt.
Häufig gefragt
Type 80 ist häufig in Mühlenläden, im Biohandel oder bei gut sortierten Backzutatenhändlern erhältlich. Als Alternative nennt das Rezept Type 550; die Krume wird dann heller und etwas milder.
Ja. Roggensauerteig funktioniert ebenfalls, bringt aber ein deutlich kräftigeres Aroma und eine dunklere Krume.
Ja. Die Stückgare kann statt 60–90 Minuten bei Raumtemperatur 8–12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank erfolgen.
Ja. Im Ausgangsrezept ist alternativ ein Backstein mit Dampfmöglichkeit vorgesehen.
Das Brot sollte nach dem Backen mindestens zwei Stunden auf einem Gitter vollständig auskühlen, bevor es angeschnitten wird.
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