Pommé

Konfitüre aus der Mayenne

Pommé ist ein dunkler, intensiv aromatischer Apfelaufstrich aus der Mayenne. Äpfel und naturtrüber, ungesüßter Apfelsaft werden über viele Stunden offen reduziert, bis eine dicke, glänzende und streichfähige Masse entsteht.

Zum Rezept
Pommé aus der Mayenne
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 14 Stunden
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 15 Stunden
Menge etwa 700 g Pommé
Gerichtsform und Gerichtsart Dips und Aufstriche
Prägende Zutatenfamilie Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die säuerlichen Äpfel bringen genügend Fruchtaroma und natürliche Säure für einen ausgewogenen Aufstrich.
  • Der ungesüßte Apfelsaft verstärkt die Apfelnote und liefert die Flüssigkeit für die lange offene Reduktion.
  • Das langsame Einkochen konzentriert Wasser und Fruchtaromen, ohne zusätzlichen Zucker zu benötigen.
  • Regelmäßiges Rühren und die abschließende Tellerprobe führen zu einer dichten, glänzenden, aber streichfähigen Konsistenz.

Pommé ist eine traditionelle Apfelzubereitung aus der Mayenne in Pays de la Loire. Dafür werden säuerliche Äpfel mit frischem, noch nicht vergorenem Apfelsaft lange bei sehr niedriger Hitze eingekocht. Die langsame Reduktion konzentriert die Frucht und ergibt einen dunklen, kräftigen Aufstrich, der auf Brot oder Brioche gestrichen wird.

Dunkel und glänzend, mit intensiv konzentriertem Apfelaroma, ausgewogener Süße und fruchtiger Säure. Die Konsistenz ist dicht und cremig, aber nicht schnittfest.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Äpfel vorbereiten

    Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Einen großen, schweren Topf mit mindestens 5 l Fassungsvermögen bereitstellen.

    45 Minuten
    • Die Äpfel sind nach dem Schälen und Entkernen gewogen; die angegebene Menge bezieht sich daher auf das vorbereitete Fruchtgewicht.
  2. Apfelmasse ansetzen

    Die Apfelstücke mit 2 l Apfelsaft in den Topf geben und langsam zum Sieden bringen. Keinen zusätzlichen Zucker hinzufügen. Die Hitze anschließend so weit reduzieren, dass die Masse nur ganz sanft köchelt.

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit bewegt sich nur sanft und die Masse köchelt nicht stark.

    • Sehr niedrige Hitze hilft, die Frucht langsam zu konzentrieren, ohne dass sie am Boden ansetzt.

    Wichtig: Beim Aufheizen kann die heiße Fruchtmasse spritzen.

  3. Erste offene Garphase

    Die Äpfel 2 Stunden offen garen. Dabei alle 20 bis 30 Minuten vom Topfboden lösen und gründlich umrühren. Sobald die Masse stark eindickt, portionsweise den restlichen Apfelsaft zugießen.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Äpfel werden weich und die Masse beginnt deutlich einzudicken.

    • Den restlichen Apfelsaft nicht auf einmal, sondern nach und nach zugeben, sobald die Masse dicker wird.
    • Das regelmäßige Lösen vom Topfboden ist in dieser Phase besonders wichtig.

    Wichtig: Vorsicht beim Umrühren der heißen, zunehmend dickflüssigen Masse.

  4. Lange Reduktion

    Die Äpfel weitere 6 bis 8 Stunden offen einkochen. Sie sollen vollständig zerfallen und deutlich dunkler werden. Regelmäßiges Rühren verhindert, dass die Fruchtmasse am Boden ansetzt.

    7 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Frucht ist vollständig zerfallen und die Masse ist deutlich dunkler und konzentrierter.

    • Die Reduktion braucht vor allem Zeit; die Hitze nicht unnötig erhöhen.
    • Während dieser langen Phase regelmäßig den Topfboden kontrollieren.

    Wichtig: Die dickflüssige Masse kann beim Rühren spritzen und sehr heiß sein.

  5. Zerdrücken und fertig reduzieren

    Die weichen Äpfel mit einem Kartoffelstampfer zu einer groben, gleichmäßigen Masse zerdrücken. Anschließend weitere 3 bis 6 Stunden bei sehr niedriger Hitze reduzieren, bis das Pommé dick, glänzend und streichfähig ist. Die Masse soll nicht schnittfest werden.

    4 Std. 30 Min.

    Daran erkennst du es: Das Pommé ist dick, glänzend und streichfähig, aber nicht schnittfest.

    • Nur so weit reduzieren, dass die Masse noch gestrichen werden kann.
    • Bei sehr dicker Masse besonders häufig vom Boden lösen und umrühren.

    Wichtig: Beim Stampfen und Rühren der heißen Masse auf Spritzer achten.

  6. Konsistenz prüfen

    Einen kleinen Klecks auf einen kalten Teller geben. Wenn er kaum noch verläuft und beim Abkühlen eine dichte, cremige Konsistenz annimmt, ist das Pommé fertig. Bei Bedarf noch 20 bis 30 Minuten weiter einkochen.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Klecks verläuft kaum noch und wird beim Abkühlen dicht und cremig.

    • Die Tellerprobe erst nach kurzem Abkühlen beurteilen, weil die Masse dann ihre spätere Dichte zeigt.

    Wichtig: Nur eine kleine Menge zur Probe entnehmen und den heißen Topf vorsichtig handhaben.

  7. Abfüllen und kühlen

    Das heiße Pommé vorsichtig in saubere, heiß ausgespülte Gläser füllen. Kurz abkühlen lassen, verschließen und vollständig auskühlen lassen. Danach im Kühlschrank aufbewahren und stets einen sauberen Löffel verwenden.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Gläser sind verschlossen und das Pommé vollständig ausgekühlt.

    • Die Gläser erst nach dem kurzen Abkühlen verschließen und anschließend vollständig auskühlen lassen.

    Wichtig: Vorsicht vor heißem Pommé und heißen Gläsern.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Zeit statt hohe Hitze: Die lange, offene Reduktion ist entscheidend für die dunkle Farbe und das konzentrierte Apfelaroma. Die Hitze niedrig halten und die Masse regelmäßig vom Boden lösen.
  • Nicht schnittfest einkochen: Pommé soll dick, glänzend und streichfähig bleiben. Die Tellerprobe zeigt nach kurzem Abkühlen besser als die heiße Masse, ob die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Zutatenwissen

Säuerliche Äpfel

Säuerliche Äpfel geben dem langen Einkochen ein ausgeprägtes Fruchtaroma und bewahren trotz der Konzentration eine angenehme Säure.

Apfelsaft auswählen

Frisch gepresster, naturtrüber und ungesüßter Apfelsaft ist möglichst frisch und nicht vergoren ideal. Naturtrüber ungesüßter Apfelsaft aus dem Supermarkt ist eine passende Alternative, schmeckt meist etwas milder und ergibt ein weniger frisches Apfelaroma.

Sinnvolle Alternativen

Ungesüßter naturtrüber Apfelsaft aus dem Supermarkt

Das Apfelaroma kann etwas milder und weniger frisch ausfallen.

Den Apfelsaft im gleichen Gesamtvolumen verwenden und weiterhin portionsweise zugießen, sobald die Masse während der ersten Garphase stark eindickt.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Fruchtmasse setzt am Topfboden an.

Die Äpfel regelmäßig vom Boden lösen und bei sehr niedriger Hitze weitergaren.

Den nicht angesetzten Teil vorsichtig in einen sauberen schweren Topf umfüllen und bei niedrigerer Hitze unter häufigem Rühren weiterreduzieren.

Das Pommé wird nach dem Abkühlen schnittfest statt streichfähig.

Die Tellerprobe durchführen und die Reduktion beenden, sobald der Klecks kaum noch verläuft, aber noch cremig bleibt.

Keine sichere Korrektur ist in der Grundlage angegeben; die gewünschte Konsistenz sollte vor dem Abfüllen geprüft werden.

Das Pommé bleibt dünn und verläuft stark.

Den Klecks kurz abkühlen lassen und bei Bedarf weitere 20 bis 30 Minuten reduzieren.

Bei Bedarf in 20- bis 30-Minuten-Schritten weiter offen einkochen und erneut prüfen.

Servieren und kombinieren

  • Auf Brot oder Brioche: Das vollständig ausgekühlte Pommé direkt auf frisches Brot oder Brioche streichen.

Planen und Reste genießen

Aufbewahren

Das abgefüllte Pommé vollständig auskühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Stets einen sauberen Löffel verwenden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie viel Pommé ergibt das Rezept?

Das Rezept ergibt etwa 700 g Pommé.

Warum wird kein Zucker zugesetzt?

Die Süße stammt aus den Äpfeln und dem naturtrüben Apfelsaft; zusätzlicher Zucker ist in der Grundlage mit 0 g angegeben.

Welcher Apfelsaft eignet sich?

Am besten eignet sich naturtrüber, ungesüßter und möglichst frisch gepresster, nicht vergorener Apfelsaft. Ungesüßter naturtrüber Supermarkt-Apfelsaft ist eine passende Alternative.

Woran erkennt man, dass das Pommé fertig ist?

Ein kleiner Klecks auf einem kalten Teller soll kaum noch verlaufen und beim Abkühlen eine dichte, cremige Konsistenz annehmen. Das Pommé soll streichfähig und nicht schnittfest sein.

Aus unserer Küche

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