Säuerliche Äpfel
Säuerliche Äpfel geben dem langen Einkochen ein ausgeprägtes Fruchtaroma und bewahren trotz der Konzentration eine angenehme Säure.
Konfitüre aus der Mayenne
Pommé ist ein dunkler, intensiv aromatischer Apfelaufstrich aus der Mayenne. Äpfel und naturtrüber, ungesüßter Apfelsaft werden über viele Stunden offen reduziert, bis eine dicke, glänzende und streichfähige Masse entsteht.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pommé ist eine traditionelle Apfelzubereitung aus der Mayenne in Pays de la Loire. Dafür werden säuerliche Äpfel mit frischem, noch nicht vergorenem Apfelsaft lange bei sehr niedriger Hitze eingekocht. Die langsame Reduktion konzentriert die Frucht und ergibt einen dunklen, kräftigen Aufstrich, der auf Brot oder Brioche gestrichen wird.
Dunkel und glänzend, mit intensiv konzentriertem Apfelaroma, ausgewogener Süße und fruchtiger Säure. Die Konsistenz ist dicht und cremig, aber nicht schnittfest.
Schritt für Schritt
Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Einen großen, schweren Topf mit mindestens 5 l Fassungsvermögen bereitstellen.
Die Apfelstücke mit 2 l Apfelsaft in den Topf geben und langsam zum Sieden bringen. Keinen zusätzlichen Zucker hinzufügen. Die Hitze anschließend so weit reduzieren, dass die Masse nur ganz sanft köchelt.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit bewegt sich nur sanft und die Masse köchelt nicht stark.
Wichtig: Beim Aufheizen kann die heiße Fruchtmasse spritzen.
Die Äpfel 2 Stunden offen garen. Dabei alle 20 bis 30 Minuten vom Topfboden lösen und gründlich umrühren. Sobald die Masse stark eindickt, portionsweise den restlichen Apfelsaft zugießen.
Daran erkennst du es: Die Äpfel werden weich und die Masse beginnt deutlich einzudicken.
Wichtig: Vorsicht beim Umrühren der heißen, zunehmend dickflüssigen Masse.
Die Äpfel weitere 6 bis 8 Stunden offen einkochen. Sie sollen vollständig zerfallen und deutlich dunkler werden. Regelmäßiges Rühren verhindert, dass die Fruchtmasse am Boden ansetzt.
Daran erkennst du es: Die Frucht ist vollständig zerfallen und die Masse ist deutlich dunkler und konzentrierter.
Wichtig: Die dickflüssige Masse kann beim Rühren spritzen und sehr heiß sein.
Die weichen Äpfel mit einem Kartoffelstampfer zu einer groben, gleichmäßigen Masse zerdrücken. Anschließend weitere 3 bis 6 Stunden bei sehr niedriger Hitze reduzieren, bis das Pommé dick, glänzend und streichfähig ist. Die Masse soll nicht schnittfest werden.
Daran erkennst du es: Das Pommé ist dick, glänzend und streichfähig, aber nicht schnittfest.
Wichtig: Beim Stampfen und Rühren der heißen Masse auf Spritzer achten.
Einen kleinen Klecks auf einen kalten Teller geben. Wenn er kaum noch verläuft und beim Abkühlen eine dichte, cremige Konsistenz annimmt, ist das Pommé fertig. Bei Bedarf noch 20 bis 30 Minuten weiter einkochen.
Daran erkennst du es: Der Klecks verläuft kaum noch und wird beim Abkühlen dicht und cremig.
Wichtig: Nur eine kleine Menge zur Probe entnehmen und den heißen Topf vorsichtig handhaben.
Das heiße Pommé vorsichtig in saubere, heiß ausgespülte Gläser füllen. Kurz abkühlen lassen, verschließen und vollständig auskühlen lassen. Danach im Kühlschrank aufbewahren und stets einen sauberen Löffel verwenden.
Daran erkennst du es: Die Gläser sind verschlossen und das Pommé vollständig ausgekühlt.
Wichtig: Vorsicht vor heißem Pommé und heißen Gläsern.
Gut zu wissen
Säuerliche Äpfel geben dem langen Einkochen ein ausgeprägtes Fruchtaroma und bewahren trotz der Konzentration eine angenehme Säure.
Frisch gepresster, naturtrüber und ungesüßter Apfelsaft ist möglichst frisch und nicht vergoren ideal. Naturtrüber ungesüßter Apfelsaft aus dem Supermarkt ist eine passende Alternative, schmeckt meist etwas milder und ergibt ein weniger frisches Apfelaroma.
Das Apfelaroma kann etwas milder und weniger frisch ausfallen.
Den Apfelsaft im gleichen Gesamtvolumen verwenden und weiterhin portionsweise zugießen, sobald die Masse während der ersten Garphase stark eindickt.
Die Äpfel regelmäßig vom Boden lösen und bei sehr niedriger Hitze weitergaren.
Den nicht angesetzten Teil vorsichtig in einen sauberen schweren Topf umfüllen und bei niedrigerer Hitze unter häufigem Rühren weiterreduzieren.
Die Tellerprobe durchführen und die Reduktion beenden, sobald der Klecks kaum noch verläuft, aber noch cremig bleibt.
Keine sichere Korrektur ist in der Grundlage angegeben; die gewünschte Konsistenz sollte vor dem Abfüllen geprüft werden.
Den Klecks kurz abkühlen lassen und bei Bedarf weitere 20 bis 30 Minuten reduzieren.
Bei Bedarf in 20- bis 30-Minuten-Schritten weiter offen einkochen und erneut prüfen.
Das abgefüllte Pommé vollständig auskühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.
Stets einen sauberen Löffel verwenden.
Häufig gefragt
Das Rezept ergibt etwa 700 g Pommé.
Die Süße stammt aus den Äpfeln und dem naturtrüben Apfelsaft; zusätzlicher Zucker ist in der Grundlage mit 0 g angegeben.
Am besten eignet sich naturtrüber, ungesüßter und möglichst frisch gepresster, nicht vergorener Apfelsaft. Ungesüßter naturtrüber Supermarkt-Apfelsaft ist eine passende Alternative.
Ein kleiner Klecks auf einem kalten Teller soll kaum noch verlaufen und beim Abkühlen eine dichte, cremige Konsistenz annehmen. Das Pommé soll streichfähig und nicht schnittfest sein.
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