Fleisch und Leber gut kühlen
Die Fleischstücke und die Leber lassen sich gut gekühlt sauber durch die 5-mm-Scheibe wolfen. Grobe Häute und Sehnen vorher entfernen.
Pâté aus dem Périgord
Rustikaler Pâté aus grob gewolftem Schweinebauch, Schweineschulter und Schweineleber mit gegarten Kastanien, Schalotten, Cognac und Kräutern. Die Farce wird im Wasserbad gegart, gekühlt und anschließend in kalten Scheiben serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pâté de campagne aux châtaignes verbindet kräftiges Schweinefleisch und aromatische Schweineleber mit gegarten Kastanien. Die grobe Struktur, die nussige Kastaniennote und das behutsame Garen im Wasserbad geben dem Pâté seinen rustikalen Charakter. Nach dem Durchkühlen lässt er sich sauber in Scheiben schneiden und kalt servieren.
Der Pâté schmeckt kräftig, würzig und leicht nussig. Im Anschnitt wechseln sich eine saftige, grobe Fleischstruktur und weichere Kastanienstücke ab; Cognac, Thymian und Quatre-épices setzen warme aromatische Akzente.
Schritt für Schritt
Schweinebauch, Schweineschulter und Schweineleber von Sehnen und groben Häuten befreien und in Würfel schneiden. Fleisch und Leber zusammen mit dem Fleischwolfaufsatz oder den Schneidwerkzeugen 30 Minuten kalt stellen. Die Kastanien grob hacken. Schalotten und Knoblauch fein würfeln und die Petersilie fein schneiden.
Wichtig: Rohes Fleisch und Leber bis zur Verarbeitung gut gekühlt halten und getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln bearbeiten.
15 g Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Schalotten und Knoblauch darin 3–4 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Die Mischung vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen. Die übrige Butter für die Form zurückbehalten.
Daran erkennst du es: Schalotten und Knoblauch sind weich, aber kaum gebräunt.
Schweinebauch, Schweineschulter und Leber durch eine 5-mm-Scheibe wolfen. Die Hälfte der Kastanien fein hacken, die andere Hälfte in etwas größeren Stücken lassen. Beides mit der Fleischfarce, den abgekühlten Schalotten, Ei, Milch, Cognac, Salz, Pfeffer, Quatre-épices, Thymian und Petersilie gründlich vermengen.
Daran erkennst du es: Die Farce ist gleichmäßig vermengt und die Kastanienstücke sind verteilt.
Wichtig: Die Farce bis zum anschließenden Garen kühl halten.
Einen kleinen Teelöffel der Masse in einer Pfanne vollständig durchgaren und probieren. Falls nötig, Salz oder Pfeffer vorsichtig korrigieren. Die Farce abdecken und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen, damit sich die Gewürze verteilen.
Daran erkennst du es: Die Probemasse ist vollständig durchgegart; die gekühlte Farce ist nach der Ruhezeit fest und gut durchwürzt.
Wichtig: Die Probe vollständig durchgaren und nicht aus der rohen Farce kosten.
Eine etwa 1-l-Terrinenform mit der übrigen Butter ausstreichen. Die Farce portionsweise einfüllen und jede Lage mit einem Löffel fest andrücken, damit möglichst wenige Luftlöcher bleiben. Die Oberfläche glatt streichen und das Lorbeerblatt darauflegen. Die Form mit dem Deckel oder fest mit hitzebeständiger Folie verschließen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist glatt, die Farce liegt kompakt in der Form und es sind möglichst wenige Luftlöcher vorhanden.
Die Terrinenform in eine tiefe Auflaufform stellen und so viel heißes Wasser angießen, dass die Form etwa zur Hälfte im Wasser steht. Im vorgeheizten Backofen bei 160 °C Ober-/Unterhitze 80–90 Minuten garen. Die Pâté ist fertig, wenn die Mitte fest ist und ein Thermometer an der dicksten Stelle etwa 70–72 °C anzeigt.
Daran erkennst du es: Die Mitte ist fest und das Thermometer zeigt an der dicksten Stelle etwa 70–72 °C an.
Wichtig: Die Form vorsichtig aus dem heißen Wasserbad nehmen.
Die Form aus dem Wasserbad nehmen und 20 Minuten abkühlen lassen. Folie oder Deckel abnehmen, die Oberfläche mit Backpapier bedecken und mit einem kleinen Brett oder einem passenden Gewicht leicht beschweren. Anschließend vollständig abkühlen lassen und mindestens 8 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Terrine ist vollständig durchgekühlt und lässt sich anschließend in saubere Scheiben schneiden.
Wichtig: Die Terrine nach dem ersten Abkühlen zügig in den Kühlschrank stellen.
Den Pâté etwa 20 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen. Das Lorbeerblatt entfernen, die Terrine vorsichtig stürzen oder direkt in der Form schneiden und in etwa 1 cm dicke Scheiben teilen. Kalt servieren.
Daran erkennst du es: Die Scheiben halten ihre Form und zeigen die grobe Farce mit sichtbaren Kastanienstücken.
Gut zu wissen
Die Fleischstücke und die Leber lassen sich gut gekühlt sauber durch die 5-mm-Scheibe wolfen. Grobe Häute und Sehnen vorher entfernen.
Die Kastanien nicht vollständig fein zerreiben. Die größere Hälfte bleibt im Anschnitt sichtbar und ergänzt die weiche Farce mit stückiger Textur.
15 g Butter werden zum Dünsten von Schalotten und Knoblauch verwendet; die übrige Butter dient zum Ausstreichen der Terrinenform.
Die Farce bleibt feucht, schmeckt aber fruchtiger und weniger warm-würzig.
Cognac im gleichen Volumen durch trockenen, möglichst wenig süßen Apfelsaft ersetzen.
Die Bindung bleibt ähnlich, der Geschmack wird etwas getreidiger und weniger milchig.
Ungesüßten Haferdrink im gleichen Volumen verwenden und darauf achten, dass er nicht aromatisiert oder gesüßt ist.
Der Pâté wird milder und weniger leberbetont; die charakteristische Würze nimmt ab.
Die Schweineleber durch die gleiche Menge Schweineschulter ersetzen. Die Farce gründlich mischen und die Garprobe erneut abschmecken.
Das Ergebnis bleibt nussig und stückig; je nach Produkt kann die Süße etwas stärker oder schwächer ausfallen.
Gegarte, geschälte Maronen im gleichen Gewicht verwenden und wie die Kastanien unterschiedlich fein hacken.
Fleisch und Werkzeuge die vorgesehenen 30 Minuten kalt stellen und die Farce nach dem Mischen wieder kühlen.
Die Farce abdecken und vor dem Weiterarbeiten erneut gründlich kühlen.
Jede eingefüllte Lage mit einem Löffel fest in die Form drücken und die Oberfläche glatt streichen.
Vor dem Garen die Form vorsichtig auf die Arbeitsfläche klopfen und sichtbare Hohlräume schließen.
Im Wasserbad bei 160 °C garen und die Mitte am Ende der angegebenen Garzeit prüfen.
Die Pâté vollständig kühlen und dünner schneiden; zum Servieren einen feuchten, säuerlichen Begleiter reichen.
Mindestens 8 Stunden kühlen und erst etwa 20 Minuten vor dem Servieren herausnehmen.
Die Terrine wieder vollständig kühlen und anschließend mit einem scharfen, sauberen Messer schneiden.
Die Kastanien überwiegend in größeren Stücken lassen, damit sie im Anschnitt deutlicher sichtbar bleiben.
Eine gleichmäßigere, weniger rustikale Textur mit kleineren Kastanienstücken.
Eine aromatischere Variante mit stärkerem Akzent von Pfeffer und Quatre-épices.
Häufig gefragt
Die fein gehackte Hälfte verteilt sich in der Farce und unterstützt die Bindung, während die größeren Stücke im Anschnitt für eine sichtbare, nussige Textur sorgen.
Das Wasserbad hält die Hitze rund um die Terrinenform gleichmäßiger und schonender. So kann die Farce stocken, ohne an der Oberfläche zu schnell auszutrocknen.
Nein. Er sollte zunächst abkühlen, leicht beschwert werden und mindestens 8 Stunden im Kühlschrank durchziehen. Erst dadurch wird der Anschnitt stabil genug für saubere Scheiben.
Die vollständig gegarte Probe zeigt, ob die Würzung ausgewogen ist. Die rohe Farce sollte nicht probiert werden.
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