Frische oder tiefgekühlte Erbsen
Beide Varianten eignen sich. Tiefgekühlte Erbsen können direkt aus dem Gefrierfach eingerührt werden; die Garzeit richtet sich nach ihrer Größe und Temperatur.
Geflügelgericht aus der Île-de-France
Zarte Hühnerteile schmoren mit kleinen Zwiebeln und grünen Erbsen in einer milden, cremigen Geflügelsauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Poulet à la Clamart ist ein eigenständiges Geflügelgericht aus der Île-de-France. Die Hühnerteile werden zunächst in Butter und Öl gebräunt und anschließend mit Schalotten, kleinen Zwiebeln und Geflügelfond sanft geschmort. Die Erbsen kommen erst gegen Ende dazu, damit sie ihre Farbe und ihren Biss behalten. Crème fraîche macht die Sauce am Schluss rund und cremig.
Saftiges, zartes Hühnerfleisch trifft auf süßlich milde Zwiebeln, grüne Erbsen und eine cremige, fein würzige Sauce. Die Oberfläche ist herzhaft geröstet, während die Erbsen für frische Farbe und leichten Biss sorgen.
Schritt für Schritt
Die Hühnerteile mit Küchenpapier trocken tupfen und rundum mit Salz und Pfeffer würzen. Die Schalotten fein hacken und die kleinen Zwiebeln schälen.
Butter und Öl in einem breiten Schmortopf erhitzen. Die Hühnerteile portionsweise mit der Hautseite nach unten kräftig anbraten, wenden und insgesamt etwa 8 bis 10 Minuten bräunen. Herausnehmen.
Daran erkennst du es: Die Haut soll gleichmäßig goldbraun sein; das Fleisch muss zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig gar sein.
Schalotten und kleine Zwiebeln im Bratfett etwa 3 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen. Das Mehl darüberstäuben und 1 Minute unter Rühren mitrösten.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sollen leicht weich werden, ohne dunkel zu bräunen; das Mehl soll das Fett binden, aber nicht verbrennen.
Den Geflügelfond nach und nach einrühren, damit keine Klümpchen entstehen. Lorbeerblatt und Thymian zugeben, die Hühnerteile wieder in den Topf legen und die Sauce einmal aufkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce soll glatt sein und einmal sichtbar aufkochen, bevor die Hitze reduziert wird.
Das Gericht zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 25 Minuten sanft schmoren lassen. Die Hühnerteile nach der Hälfte der Zeit wenden.
Daran erkennst du es: Die Sauce soll nur sanft simmern; die Hühnerteile werden zunehmend zart und bleiben von Flüssigkeit umgeben.
Die Erbsen einrühren und alles ohne Deckel weitere 8 bis 10 Minuten garen. Das Fleisch soll vollständig durchgegart sein; bei Verwendung eines Thermometers sollte die dickste Stelle 74 °C erreichen.
Daran erkennst du es: Die Erbsen sind heiß und zart mit leichtem Biss; das Hühnerfleisch ist vollständig durchgegart und erreicht an der dicksten Stelle 74 °C.
Wichtig: Das Hühnerfleisch erst servieren, wenn es vollständig durchgegart ist.
Hühnerteile und Kräuter kurz herausnehmen. Die Crème fraîche in die Sauce rühren und sie bei niedriger Hitze erwärmen, aber nicht stark sprudelnd kochen lassen. Hühnerteile wieder einlegen, die Petersilie unterheben und die Sauce abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt und cremig; sie soll heiß sein, aber nicht stark sprudeln oder ausflocken.
Gut zu wissen
Beide Varianten eignen sich. Tiefgekühlte Erbsen können direkt aus dem Gefrierfach eingerührt werden; die Garzeit richtet sich nach ihrer Größe und Temperatur.
Haut und Knochen geben beim Anbraten und Schmoren mehr Geschmack an die Sauce. Die Hühnerteile sollten möglichst ähnlich groß sein, damit sie gleichmäßig garen.
Bei gekauftem Geflügelfond die Zutatenliste prüfen, da Produkte unterschiedlich gewürzt sein und zusätzliche Allergene enthalten können.
Die Sauce bleibt cremig, kann mit saurer Sahne etwas säuerlicher und mit Schmand etwas milder schmecken.
Zum Schluss bei niedriger Hitze in die Sauce rühren und nicht stark sprudelnd kochen lassen.
Die Sauce verliert die leichte Butter-Note, bleibt aber herzhaft und wird weiterhin gut gebräunt.
Das Öl vollständig zum Anbraten verwenden und die Hühnerteile portionsweise bräunen.
Die Sauce schmeckt etwas gemüsiger und weniger fleischbetont.
Eine milde, nicht zu salzige Gemüsebrühe verwenden und die Salzmenge am Ende entsprechend prüfen.
Die Hühnerteile portionsweise mit ausreichend Abstand anbraten.
Die Hühnerteile herausnehmen, das Bratfett wieder erhitzen und die Stücke kurz nachbräunen, bevor die Zwiebeln weiterverarbeitet werden.
Das Mehl kurz mitrösten und den Fond nach und nach unter ständigem Rühren einarbeiten.
Die Sauce durch ein Sieb geben oder die Klümpchen mit einem Schneebesen gründlich einarbeiten.
Die Erbsen erst in den letzten 8 bis 10 Minuten ohne Deckel zugeben.
Bei sehr weichen Erbsen die Garzeit beenden und die Sauce mit frischer Petersilie geschmacklich auffrischen.
Die Crème fraîche erst am Ende bei niedriger Hitze einrühren und nicht sprudelnd kochen lassen.
Etwas warmen Fond oder Wasser unterrühren und die Sauce bei sehr niedriger Hitze glätten.
Tiefgekühlte grüne Erbsen direkt aus dem Gefrierfach verwenden. Das Gericht bleibt unkompliziert und erhält eine kräftige grüne Note.
Butter und Crème fraîche werden durch pflanzliche Alternativen ersetzt. Die Sauce wird etwas leichter und weniger buttrig.
Das Gericht bis einschließlich Schritt 6 zubereiten und die Crème fraîche sowie Petersilie erst beim Aufwärmen einarbeiten. Abgedeckt vollständig abkühlen lassen und kalt stellen.
Reste innerhalb von 2 Stunden abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen.
Nicht wiederholt erwärmen; nur die benötigte Menge entnehmen.
Für die beste Konsistenz das Gericht möglichst vor der Zugabe von Crème fraîche und Petersilie einfrieren. In portionsgerechte, luftdichte Behälter füllen.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend langsam im Topf erwärmen. Crème fraîche und Petersilie erst beim Erwärmen ergänzen.
Die cremige Sauce kann nach dem Einfrieren leicht an Glätte verlieren; langsames Erwärmen verbessert die Konsistenz.
Häufig gefragt
Beide Varianten eignen sich. Frische Erbsen können etwas süßer und knackiger wirken, tiefgekühlte Erbsen sind besonders praktisch und können direkt eingerührt werden.
Das Anbraten sorgt für kräftige Röstaromen und eine aromatischere Sauce. Die Hühnerteile müssen dabei noch nicht vollständig gar werden.
Die Sauce nach dem Herausnehmen der Hühnerteile einige Minuten ohne Deckel sanft einkochen lassen. Danach die Crème fraîche einrühren und erneut abschmecken.
Sie sollte nur bei niedriger Hitze erwärmt und nicht stark sprudelnd gekocht werden, damit sie möglichst glatt und cremig bleibt.
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