Comté auswählen
Comté ist meist an gut sortierten Käsetheken, in französischen Käsegeschäften und auf größeren Wochenmärkten erhältlich. Ein gereifter Käse sorgt für eine besonders aromatische Kruste.
Rinderschmorgericht aus dem Jura
Zart geschmortes Rindfleisch wird in Scheiben geschnitten, mit einer cremigen Sauce aus Jura-Weißwein und Rinderbrühe bedeckt und mit grob geriebenem Comté goldbraun gratiniert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bœuf à la Jurassienne bringt zart gegartes Rindfleisch mit einer cremigen Sauce aus Jura-Weißwein und Comté zusammen. Die gratinierte Variante ist in der Franche-Comté verankert und macht aus wenigen regionalen Zutaten ein herzhaftes Ofengericht.
Das Rindfleisch ist zart und saftig, die Sauce cremig und herzhaft mit einer feinen Weinnote. Der Comté schmilzt zu einer würzigen, nussigen Kruste, die an den Rändern besonders aromatisch und goldbraun wird.
Schritt für Schritt
Das Rindfleisch trocken tupfen und rundum mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen. In der schweren Cocotte 20 g Butter erhitzen und das Fleisch bei mittlerer bis hoher Hitze von allen Seiten kräftig anbraten.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundum kräftig gebräunt.
10 cl Jura-Weißwein und 15 cl Rinderbrühe angießen. Den Deckel auflegen und das Fleisch bei sehr kleiner Hitze etwa 1 Stunde 20 Minuten schmoren. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen.
Das Fleisch aus der Cocotte nehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Den Schmorfond durch ein feines Sieb gießen und auffangen. Das Fleisch anschließend in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden.
Daran erkennst du es: Die Scheiben lassen sich sauber schneiden und bleiben saftig.
Die restlichen 30 g Butter im Topf schmelzen. Das Mehl einrühren und 1 bis 2 Minuten ohne Bräunung anschwitzen.
Daran erkennst du es: Die Mehl-Butter-Mischung ist glatt und hell geblieben.
Den aufgefangenen Schmorfond, die übrigen 20 cl Weißwein und 10 cl Rinderbrühe nach und nach unter ständigem Rühren einarbeiten.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist glatt eingearbeitet und zeigt keine Klümpchen.
Die Sauce mit Muskatnuss, Salz und schwarzem Pfeffer würzen und bei niedriger Hitze etwa 8 bis 10 Minuten köcheln lassen, bis sie leicht bindet. Währenddessen den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Daran erkennst du es: Die Sauce überzieht den Löffel leicht, bleibt aber gießfähig.
Die flache Auflaufform mit etwas von der bereits verwendeten Butter ausstreichen. Die Hälfte der Sauce hineingeben, die Rindfleischscheiben darauflegen und mit der übrigen Sauce bedecken. Den geriebenen Comté gleichmäßig darüberstreuen.
Daran erkennst du es: Die Fleischscheiben sind vollständig von Sauce umgeben und der Käse ist gleichmäßig verteilt.
Das Gericht 20 Minuten auf der mittleren Schiene gratinieren. Für eine kräftigere Kruste anschließend 3 bis 5 Minuten unter dem Grill überbacken. Vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Comté ist vollständig geschmolzen und goldbraun gebräunt.
Gut zu wissen
Comté ist meist an gut sortierten Käsetheken, in französischen Käsegeschäften und auf größeren Wochenmärkten erhältlich. Ein gereifter Käse sorgt für eine besonders aromatische Kruste.
Suche nach einem trockenen Chardonnay oder Savagnin aus dem Jura im Weinfachhandel oder in gut sortierten Weinabteilungen. Der Wein bringt die charakteristische Jura-Note in die Sauce.
Die Kruste wird etwas würziger und weniger nussig als mit Comté.
Den Comté im gleichen Gewicht durch grob geriebenen, gereiften Gruyère ersetzen und wie im Rezept über den Auflauf streuen.
Die Sauce bleibt ausgewogen, verliert aber die typische Jura-Note.
Den Jura-Weißwein im gleichen Volumen durch einen trockenen Chardonnay ersetzen und die im Rezept genannten Teilmengen verwenden.
Schmorfond, Wein und Brühe nach und nach zugießen und dabei kontinuierlich mit dem Schneebesen rühren.
Die Sauce durch ein feines Sieb streichen und anschließend bei niedriger Hitze weiter binden lassen.
Mit aufgelegtem Deckel bei sehr kleiner Hitze schmoren und das Fleisch nach der Hälfte der Zeit wenden.
Das Fleisch vollständig mit Sauce bedecken und vor dem Gratinieren einige Minuten sanft darin erwärmen.
Butter und Mehl nur 1 bis 2 Minuten ohne Bräunung anschwitzen.
Die Grillphase auf 3 bis 5 Minuten begrenzen und die Oberfläche aufmerksam beobachten.
Eine sehr dunkle Oberfläche vorsichtig abheben und den Auflauf mit etwas zusätzlicher Sauce servieren.
Für eine würzigere, etwas weniger nussige Kruste den Comté durch gereiften Gruyère ersetzen.
Ein trockener Chardonnay aus einer anderen französischen Region funktioniert ebenfalls, wenn kein Jura-Weißwein erhältlich ist.
Häufig gefragt
Ja. Ein gereifter Gruyère ist eine sinnvolle Alternative. Die Kruste wird damit etwas würziger und weniger nussig.
Ideal ist ein trockener Chardonnay oder Savagnin aus dem Jura. Ein trockener Chardonnay aus einer anderen französischen Region funktioniert ebenfalls, schmeckt aber weniger charakteristisch.
Den Auflauf zunächst 20 Minuten bei 220 °C Ober-/Unterhitze gratinieren und anschließend 3 bis 5 Minuten unter dem Grill überbacken.
Die zehnminütige Ruhezeit hilft, mehr Saft im Fleisch zu halten und gleichmäßige Scheiben zu schneiden.
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