Flamusse bressane

Bressaner Maisbrot

Kräftiger Bressaner Maisbrotlaib aus Weizenmehl, feinem nicht geröstetem Maismehl, Weizensauerteig, Hefe und Salz.

Zum Rezept
Flamusse bressane aus der Bresse
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 3 Std. 35 Min.
Gesamtzeit ca. 4 Std. 45 Min.
Menge Laib
Gerichtsform und Gerichtsart Brote
Prägende Zutatenfamilie Mais, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der flüssige Weizensauerteig bringt Aroma und unterstützt eine elastischere Teigstruktur.
  • Die Kombination aus Weizenmehl und feinem Maismehl ergibt eine goldene, leicht körnige und eher dichte Krume.
  • Hefe und Sauerteig verbinden verlässliche Triebkraft mit zusätzlicher Geschmackstiefe.
  • Kräftige Anfangshitze und Schwaden fördern eine dunkel gebackene, krosse Kruste.

Die Flamusse bressane ist ein regional belegtes Maisbrot aus der Bresse im Département Ain in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Dieser Haushaltsbackofen-Version gelingt als kräftiger Laib mit dunkel gebackener Kruste und goldener, eher dichter Krume. Verwendet wird feines, nicht geröstetes Maismehl; die Fassung ist eine angepasste Rezeptversion und keine geschützte oder zertifizierte Originalfassung.

Außen kräftig gebräunt und knusprig, innen goldgelb, aromatisch und eher dicht mit leicht körniger Maisnote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung und Backen

  1. Sauerteig aktivieren

    Falls nötig, den Weizensauerteig 4–6 Stunden vorher auffrischen und bei Raumtemperatur aktiv werden lassen.

    5 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Sauerteig soll sichtbar aktiv sein.

  2. Mehl und Wasser mischen

    Weizenmehl und Maismehl in der großen Schüssel mischen. 280 ml Wasser dazugießen und alles verrühren, bis keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind. Abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Es sind keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar.

    • Die Quellruhe erleichtert das spätere Kneten.
  3. Teig kneten

    Sauerteig, Hefe, Salz und die restlichen 40 ml Wasser hinzufügen. Den Teig von Hand etwa 10 Minuten kneten oder in der Küchenmaschine 4 Minuten langsam und 4–6 Minuten etwas schneller kneten. Der Teig bleibt leicht klebrig, soll aber elastischer werden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist elastischer, bleibt aber leicht klebrig.

    • Bei Handarbeit nicht vorschnell zusätzliches Mehl einarbeiten.
  4. Teigruhe und Falten

    Den Teig abgedeckt 45 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Nach etwa 20 Minuten einmal von außen zur Mitte falten. Danach wieder abdecken.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig wirkt nach der Ruhe entspannter und etwas aufgegangen.

    • Das Falten während der Teigruhe stärkt den klebrigen Teig.
  5. Vorformen und entspannen

    Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, zu einer straffen Kugel vorformen und 30 Minuten entspannen lassen. Anschließend zu einem länglichen Laib formen und mit dem Schluss nach unten auf Backpapier legen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der vorgeformte Teig lässt sich nach der Entspannung ohne starkes Zurückschnellen länglich formen.

    • Nur leicht bemehlen, damit die Teigoberfläche nicht austrocknet.
  6. Stückgare

    Den Laib mit einem Tuch abdecken und 1 Stunde 20 Minuten gehen lassen. Der Teig soll sichtbar aufgegangen sein, aber beim leichten Fingerdruck noch langsam zurückfedern.

    80 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Laib ist sichtbar aufgegangen und federt beim Fingerdruck langsam zurück.

    • Die Reife nach Teigzustand und nicht ausschließlich nach der Uhr beurteilen.
  7. Backofen vorheizen

    Einen Backstein oder ein umgedrehtes Backblech auf der mittleren Schiene einschieben und den Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine leere ofenfeste Schale auf den Boden des Ofens stellen.

    230 °C
    • Die Backfläche muss vollständig aufgeheizt sein, bevor der Laib eingeschoben wird.

    Wichtig: Beim Umgang mit aufgeheiztem Backstein, Blech und Ofenschale Hitzeschutzhandschuhe verwenden.

  8. Mit Schwaden anbacken

    Den Laib mit einem scharfen Messer längs einschneiden, auf den heißen Stein oder das Blech setzen und kräftig schwaden. 15 Minuten bei 230 °C backen, dann die Ofentür kurz öffnen, den Dampf ablassen und die Temperatur auf 210 °C senken.

    15 Minuten 230 °C
    • Den Längsschnitt zügig und kontrolliert setzen.
    • Die Schale vorsichtig mit Wasser beschicken, ohne die Ofenwände oder das Glas zu treffen.

    Wichtig: Beim Schwaden entsteht sehr heißer Dampf; Gesicht und Hände nicht über die Ofenöffnung halten.

  9. Fertig backen und auskühlen

    Weitere 20–25 Minuten bei 210 °C backen. Das Brot ist fertig, wenn die Kruste kräftig gebräunt ist und die Unterseite beim Klopfen hohl klingt. Auf einem Gitter mindestens 1 Stunde auskühlen lassen.

    85 Minuten 210 °C

    Daran erkennst du es: Kräftig gebräunte Kruste und hohl klingende Unterseite.

    • Das vollständige Auskühlen verbessert die Schnittfähigkeit der eher dichten Krume.

    Wichtig: Das Brot vor dem Anschneiden mindestens 1 Stunde auskühlen lassen, da die Krume unmittelbar nach dem Backen noch sehr heiß und feucht ist.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Zeitangabe: Für den aktiven Weizensauerteig 4–6 Stunden zum Auffrischen einplanen. Nach dem Backen den Laib mindestens 1 Stunde auf dem Kuchengitter auskühlen lassen.
  • Schwaden: Die kräftige Schwadengabe zu Beginn unterstützt die dunkle, knusprige Kruste. Nach 15 Minuten wird der Dampf abgelassen, damit die Kruste trockener ausbacken kann.

Zutatenwissen

Nicht geröstetes Maismehl

Feines, nicht geröstetes Maismehl verwenden. Geröstetes Gaudesmehl und grobe Polenta verändern Aroma und Krumentextur; feine Polenta ist als Ersatz möglich, macht die Krume aber etwas körniger und rustikaler.

Mehlwahl

Weizenmehl Type 550 oder französisches T65 verwenden. Beide sind in dieser Rezeptfassung als geeignete Weizenmehlvarianten angegeben.

Sinnvolle Alternativen

Feine Polenta

Die Krume wird etwas körniger und rustikaler.

Das feine, nicht geröstete Maismehl im gleichen Gewicht durch feine Polenta ersetzen. Keine grobe Polenta verwenden.

Französisches T65

Das Brot bleibt ein Weizen-Maisbrot; die Mehlcharakteristik kann sich leicht verändern.

Weizenmehl Type 550 im gleichen Gewicht durch französisches T65 ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Krume wird ungewöhnlich grob und körnig.

Feines, nicht geröstetes Maismehl oder höchstens feine Polenta verwenden.

Das Brot vollständig auskühlen lassen und in dünnere Scheiben schneiden; die Textur lässt sich nach dem Backen nicht vollständig ändern.

Der Laib bleibt kompakt und geht im Ofen nur wenig auf.

Aktiven Sauerteig verwenden und den Fingerdrucktest am Ende der Stückgare beachten.

Bei ausreichender Bräunung fertig backen; die dichte Krume ist nicht vollständig korrigierbar.

Die Kruste wird stumpf und bleibt weniger knusprig.

Die leere ofenfeste Schale vorheizen und zu Beginn kräftig schwaden.

Das Brot vollständig ausbacken und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Die Krume wirkt beim Schneiden klebrig oder zerdrückt.

Mindestens 1 Stunde auf dem Kuchengitter auskühlen lassen.

Die restlichen Stücke weiter auskühlen lassen und anschließend mit einem Brotmesser schneiden.

Varianten

Rustikalere Polenta-Variante

Mit feiner Polenta statt Maismehl wird die Krume etwas körniger und rustikaler. Die Polenta wird im gleichen Arbeitsschritt wie das Maismehl mit dem Weizenmehl und 280 ml Wasser vermischt.

Servieren und kombinieren

  • Zu einer Suppe: Die kräftige Kruste und die dichte Maiskrume passen als rustikale Beilage zu einer herzhaften Suppe.
  • Zu kräftigem Käse: Das Brot kann mit kräftigem Käse serviert werden; seine Maisnote und die dunkle Kruste bilden einen markanten Kontrast.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide, insbesondere Weizen: enthält · Weizenmehl und Weizensauerteig sind ausdrücklich Bestandteil des Rezepts.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist eine Flamusse bressane?

Eine Flamusse bressane ist in dieser Rezeptfassung ein Bressaner Maisbrot aus Weizenmehl, feinem nicht geröstetem Maismehl, Weizensauerteig, Hefe und Salz.

Welches Maismehl eignet sich?

Am besten eignet sich feines, nicht geröstetes Maismehl. Geröstetes Gaudesmehl und grobe Polenta sollen nicht verwendet werden; feine Polenta ist als rustikalere Alternative möglich.

Kann ich französisches T65 statt Type 550 verwenden?

Ja. Du kannst 300 g Weizenmehl Type 550 im gleichen Gewicht durch französisches T65 ersetzen. Das Brot bleibt ein Weizen-Maisbrot, die Mehlcharakteristik kann sich leicht verändern.

Wann darf das Brot angeschnitten werden?

Das Brot sollte nach dem Backen mindestens 1 Stunde auf einem Gitter auskühlen, bevor es angeschnitten wird.

Aus unserer Küche

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