Nicht geröstetes Maismehl
Feines, nicht geröstetes Maismehl verwenden. Geröstetes Gaudesmehl und grobe Polenta verändern Aroma und Krumentextur; feine Polenta ist als Ersatz möglich, macht die Krume aber etwas körniger und rustikaler.
Bressaner Maisbrot
Kräftiger Bressaner Maisbrotlaib aus Weizenmehl, feinem nicht geröstetem Maismehl, Weizensauerteig, Hefe und Salz.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die Flamusse bressane ist ein regional belegtes Maisbrot aus der Bresse im Département Ain in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Dieser Haushaltsbackofen-Version gelingt als kräftiger Laib mit dunkel gebackener Kruste und goldener, eher dichter Krume. Verwendet wird feines, nicht geröstetes Maismehl; die Fassung ist eine angepasste Rezeptversion und keine geschützte oder zertifizierte Originalfassung.
Außen kräftig gebräunt und knusprig, innen goldgelb, aromatisch und eher dicht mit leicht körniger Maisnote.
Schritt für Schritt
Falls nötig, den Weizensauerteig 4–6 Stunden vorher auffrischen und bei Raumtemperatur aktiv werden lassen.
Daran erkennst du es: Der Sauerteig soll sichtbar aktiv sein.
Weizenmehl und Maismehl in der großen Schüssel mischen. 280 ml Wasser dazugießen und alles verrühren, bis keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind. Abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Es sind keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar.
Sauerteig, Hefe, Salz und die restlichen 40 ml Wasser hinzufügen. Den Teig von Hand etwa 10 Minuten kneten oder in der Küchenmaschine 4 Minuten langsam und 4–6 Minuten etwas schneller kneten. Der Teig bleibt leicht klebrig, soll aber elastischer werden.
Daran erkennst du es: Der Teig ist elastischer, bleibt aber leicht klebrig.
Den Teig abgedeckt 45 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Nach etwa 20 Minuten einmal von außen zur Mitte falten. Danach wieder abdecken.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt nach der Ruhe entspannter und etwas aufgegangen.
Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, zu einer straffen Kugel vorformen und 30 Minuten entspannen lassen. Anschließend zu einem länglichen Laib formen und mit dem Schluss nach unten auf Backpapier legen.
Daran erkennst du es: Der vorgeformte Teig lässt sich nach der Entspannung ohne starkes Zurückschnellen länglich formen.
Den Laib mit einem Tuch abdecken und 1 Stunde 20 Minuten gehen lassen. Der Teig soll sichtbar aufgegangen sein, aber beim leichten Fingerdruck noch langsam zurückfedern.
Daran erkennst du es: Der Laib ist sichtbar aufgegangen und federt beim Fingerdruck langsam zurück.
Einen Backstein oder ein umgedrehtes Backblech auf der mittleren Schiene einschieben und den Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine leere ofenfeste Schale auf den Boden des Ofens stellen.
Wichtig: Beim Umgang mit aufgeheiztem Backstein, Blech und Ofenschale Hitzeschutzhandschuhe verwenden.
Den Laib mit einem scharfen Messer längs einschneiden, auf den heißen Stein oder das Blech setzen und kräftig schwaden. 15 Minuten bei 230 °C backen, dann die Ofentür kurz öffnen, den Dampf ablassen und die Temperatur auf 210 °C senken.
Wichtig: Beim Schwaden entsteht sehr heißer Dampf; Gesicht und Hände nicht über die Ofenöffnung halten.
Weitere 20–25 Minuten bei 210 °C backen. Das Brot ist fertig, wenn die Kruste kräftig gebräunt ist und die Unterseite beim Klopfen hohl klingt. Auf einem Gitter mindestens 1 Stunde auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Kräftig gebräunte Kruste und hohl klingende Unterseite.
Wichtig: Das Brot vor dem Anschneiden mindestens 1 Stunde auskühlen lassen, da die Krume unmittelbar nach dem Backen noch sehr heiß und feucht ist.
Gut zu wissen
Feines, nicht geröstetes Maismehl verwenden. Geröstetes Gaudesmehl und grobe Polenta verändern Aroma und Krumentextur; feine Polenta ist als Ersatz möglich, macht die Krume aber etwas körniger und rustikaler.
Weizenmehl Type 550 oder französisches T65 verwenden. Beide sind in dieser Rezeptfassung als geeignete Weizenmehlvarianten angegeben.
Die Krume wird etwas körniger und rustikaler.
Das feine, nicht geröstete Maismehl im gleichen Gewicht durch feine Polenta ersetzen. Keine grobe Polenta verwenden.
Das Brot bleibt ein Weizen-Maisbrot; die Mehlcharakteristik kann sich leicht verändern.
Weizenmehl Type 550 im gleichen Gewicht durch französisches T65 ersetzen.
Feines, nicht geröstetes Maismehl oder höchstens feine Polenta verwenden.
Das Brot vollständig auskühlen lassen und in dünnere Scheiben schneiden; die Textur lässt sich nach dem Backen nicht vollständig ändern.
Aktiven Sauerteig verwenden und den Fingerdrucktest am Ende der Stückgare beachten.
Bei ausreichender Bräunung fertig backen; die dichte Krume ist nicht vollständig korrigierbar.
Die leere ofenfeste Schale vorheizen und zu Beginn kräftig schwaden.
Das Brot vollständig ausbacken und auf einem Gitter auskühlen lassen.
Mindestens 1 Stunde auf dem Kuchengitter auskühlen lassen.
Die restlichen Stücke weiter auskühlen lassen und anschließend mit einem Brotmesser schneiden.
Mit feiner Polenta statt Maismehl wird die Krume etwas körniger und rustikaler. Die Polenta wird im gleichen Arbeitsschritt wie das Maismehl mit dem Weizenmehl und 280 ml Wasser vermischt.
Häufig gefragt
Eine Flamusse bressane ist in dieser Rezeptfassung ein Bressaner Maisbrot aus Weizenmehl, feinem nicht geröstetem Maismehl, Weizensauerteig, Hefe und Salz.
Am besten eignet sich feines, nicht geröstetes Maismehl. Geröstetes Gaudesmehl und grobe Polenta sollen nicht verwendet werden; feine Polenta ist als rustikalere Alternative möglich.
Ja. Du kannst 300 g Weizenmehl Type 550 im gleichen Gewicht durch französisches T65 ersetzen. Das Brot bleibt ein Weizen-Maisbrot, die Mehlcharakteristik kann sich leicht verändern.
Das Brot sollte nach dem Backen mindestens 1 Stunde auf einem Gitter auskühlen, bevor es angeschnitten wird.
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