Lasagnettes auswählen
Lasagnettes sind breite, flache französische Nudeln. Falls sie nicht erhältlich sind, eignen sich Mafaldine oder breite Bandnudeln; deren eigene Packungszeit ist maßgeblich.
Elsässischer Nudelgratin
Ein herzhafter elsässischer Nudelgratin aus vorgegarten Lasagnettes, geschmorter Choucroute, geräuchertem Speck und cremiger Gruyère-Rahmsauce. Die goldbraune Kruste aus Käse und Semmelbröseln verbindet Säure, Rauch und milde Cremigkeit.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Im Elsass, heute Teil der Region Grand Est, trifft die herzhafte Säure der Choucroute auf breite Lasagnettes, Zwiebeln und geräucherten Speck. Die cremige Rahmsauce hält die Schichten saftig, während Gruyère und Semmelbrösel für eine goldbraune Kruste sorgen. So entsteht ein eigenständiger elsässischer Nudelgratin mit klarer, kräftiger Aromatik.
Cremige, saftige Schichten treffen auf bissfeste breite Nudeln und zarte Choucroute. Dazu kommen rauchiger Speck, milde Rahmsauce, würziger Gruyère und eine knusprige goldbraune Oberfläche.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft vorheizen. Eine etwa 28 × 20 cm große Auflaufform mit der Butter ausstreichen.
Die Choucroute abtropfen lassen. Falls sie sehr sauer oder salzig ist, kurz mit kaltem Wasser abspülen und anschließend gut ausdrücken. Den geräucherten Speck in einem großen Topf bei mittlerer Hitze 4 Minuten auslassen. Zwiebel und Knoblauch dazugeben und weitere 5 Minuten glasig braten.
Daran erkennst du es: Der Speck ist ausgelassen, die Zwiebel ist glasig und der Knoblauch duftet.
Die Choucroute unterheben. Weißwein, Gemüsebrühe, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren und Kümmel hinzufügen. Alles zugedeckt 15 Minuten bei niedriger Hitze schmoren lassen. Lorbeerblatt und Wacholderbeeren anschließend entfernen.
Daran erkennst du es: Die Choucroute ist erwärmt und aromatisch, aber noch nicht zerfallen.
Sahne und Milch in einem kleinen Topf erhitzen, aber nicht sprudelnd kochen lassen. Falls der Gruyère noch nicht vorbereitet ist, ihn fein reiben. 40 g Gruyère und die Muskatnuss einrühren. Mit Pfeffer und nur vorsichtig mit Salz würzen, da Speck und Choucroute bereits salzig sein können.
Daran erkennst du es: Der Käse ist in der warmen Sauce weitgehend geschmolzen und die Sauce ist glatt.
Die Lasagnettes in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsangabe garen und dabei 2 Minuten vor der angegebenen Zeit abgießen. Sie sollen noch deutlich Biss haben, weil sie im Ofen nachgaren. Gut abtropfen lassen. Diesen Schritt kannst du während des Schmorens der Choucroute ausführen.
Daran erkennst du es: Die Nudeln sind biegsam, aber im Kern noch deutlich bissfest.
Etwa ein Viertel der Rahmsauce auf dem Boden der Form verteilen. Die Hälfte der Lasagnettes daraufgeben, anschließend die Hälfte der geschmorten Choucroute verteilen und mit einem weiteren Viertel der Sauce beträufeln. Mit den übrigen Lasagnettes, der restlichen Choucroute und der restlichen Sauce ebenso verfahren.
Daran erkennst du es: Die Zutaten sind gleichmäßig in zwei Schichten verteilt und die Oberfläche ist mit Sauce bedeckt.
Den übrigen Gruyère mit den Semmelbröseln mischen und gleichmäßig über den Auflauf streuen. Auf der mittleren Schiene 25 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Für eine kräftigere Kruste den Auflauf zum Schluss 2 bis 3 Minuten unter dem Grill beobachten.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Sauce blubbert leicht an den Rändern.
Wichtig: Beim Herausnehmen die heiße Form mit Ofenhandschuhen anfassen.
Den Gratin vor dem Anschneiden 5 Minuten ruhen lassen. Dadurch setzen sich die Schichten, ohne dass die Nudeln ihre cremige Konsistenz verlieren.
Daran erkennst du es: Die Schichten lassen sich nach der Ruhezeit sauberer portionieren.
Gut zu wissen
Lasagnettes sind breite, flache französische Nudeln. Falls sie nicht erhältlich sind, eignen sich Mafaldine oder breite Bandnudeln; deren eigene Packungszeit ist maßgeblich.
Verwendet wird rohe, milchsauer vergorene Sauerkrautware. Bei sehr starker Säure oder Salzigkeit kurz abspülen und anschließend gut ausdrücken.
Vom geriebenen Gruyère kommen 40 g in die Rahmsauce; der Rest wird mit den Semmelbröseln für die Kruste vermischt.
Die Schichtung kann etwas unregelmäßiger ausfallen, der Nudelgratin bleibt jedoch cremig und herzhaft.
Lasagnettes durch Mafaldine oder breite Bandnudeln ersetzen und nach der jeweiligen Packungszeit vorgaren. Auch diese Nudeln zwei Minuten vor dem angegebenen Ende abgießen.
Die Schmorzeit verkürzt sich, der Geschmack kann etwas milder ausfallen.
Vorgegartes Sauerkraut verwenden und nur etwa 5 Minuten mit Weißwein und Gemüsebrühe erwärmen, bevor Lorbeerblatt, Wacholderbeeren und Kümmel entfernt werden.
Choucroute gut abtropfen lassen und nach einem eventuellen Abspülen kräftig ausdrücken.
Den Gratin vor dem Anschneiden etwas länger ruhen lassen, damit sich die Schichten setzen.
Die Nudeln zwei Minuten vor der Packungszeit abgießen und deutlich bissfest lassen.
Bei bereits überbackenem Gratin die Ruhezeit einhalten und vorsichtig portionieren.
Choucroute bei Bedarf kurz abspülen und die Rahmsauce nur vorsichtig salzen.
Den Gratin mit einer milden, ungesalzenen Beilage servieren.
Mit vorgegartem Sauerkraut lässt sich die Schmorphase verkürzen, ohne den Charakter des Gratins zu verlieren.
Häufig gefragt
Mafaldine oder breite Bandnudeln eignen sich als Ersatz. Sie können eine etwas unregelmäßigere Schichtung ergeben und sollten nach ihrer eigenen Packungszeit vorgegart werden.
Die rohe Choucroute kurz mit kaltem Wasser abspülen und anschließend gut ausdrücken. So wird die Säure und Salzigkeit etwas abgemildert.
Ja. Vorgegartes Sauerkraut braucht nur etwa 5 Minuten zum Erwärmen mit Weißwein und Gemüsebrühe, bevor es mit den Nudeln geschichtet wird.
Sie garen im Ofen weiter. Durch das kurze Vorgaren bleiben sie im fertigen Gratin bissfest und zerfallen nicht.
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