Apfelsorte
Säuerliche, schnittfeste Äpfel geben der Tarte ein ausgewogenes Aroma und behalten beim Backen besser ihre Form.
Süße Tarte aus der Normandie
Normannische Apfeltarte mit mürbem Boden, leicht vorgebackenen Äpfeln und einem cremigen Guss aus Crème fraîcheCrème fraîche ist ein dickes, mild säuerliches Sahneprodukt mit mindestens 30 Prozent Fett und guter Hitzebeständigkeit., Eiern und CalvadosFranzösischer, geschützter Obstbrand aus der Normandie, der überwiegend aus Apfel- und teils Birnenwein destilliert wird..
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese saftige Apfeltarte verbindet einen buttrig-mürben Boden mit säuerlichen Äpfeln und einem cremigen Guss. Der Boden wird blindgebacken, damit er trotz der feuchten Füllung schön mürbe bleibt; ein kleiner Schuss Calvados rundet das Apfelaroma ab.
Die Tarte hat einen mürben, buttrigen Boden, saftige und leicht bissfeste Apfelspalten sowie einen zart gestockten, cremigen Guss. Sie schmeckt lauwarm besonders weich und aromatisch, vollständig ausgekühlt etwas kompakter.
Schritt für Schritt
Weizenmehl, kalte Butterwürfel, Zucker und Salz rasch zu einer krümeligen Mischung verarbeiten. Eigelb und kaltes Wasser zugeben und alles nur so lange verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Nicht länger kneten, damit der Boden mürbe bleibt.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt verbunden, ohne warm oder klebrig zu wirken.
Den Teig zu einer flachen Scheibe formen, abdecken und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist nach der Ruhezeit fest, aber noch ausrollbar.
Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Tarteform mit 26 cm Durchmesser mit etwas Butter ausbuttern. Den Teig auf wenig Mehl rund ausrollen, die Form damit auslegen, den Rand leicht andrücken und den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
Daran erkennst du es: Der Teig liegt gleichmäßig in der Form und der Boden ist mehrfach eingestochen.
Wichtig: Beim Arbeiten mit der vorgeheizten Form vorsichtig vorgehen.
Den Teig mit Backpapier bedecken und mit Backgewichten oder trockenen Hülsenfrüchten beschweren. 15 Minuten blindbacken. Backpapier und Gewichte entfernen und den Boden weitere 5 Minuten backen.
Daran erkennst du es: Der Rand ist gesetzt und der Boden bleibt hell bis leicht goldfarben.
Wichtig: Backpapier, Gewichte und Form sind heiß; mit Ofenhandschuhen arbeiten.
Während der Boden blindbackt, die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Die Butter in einer großen Pfanne schmelzen und die Apfelspalten darin 4 bis 5 Minuten bei mittlerer Hitze wenden, bis sie leicht weich werden. Nicht vollständig durchgaren.
Daran erkennst du es: Die Apfelspalten sind leicht weich, behalten aber ihre Form und etwas Biss.
Wichtig: Beim Schmelzen der Butter und Wenden in der heißen Pfanne Spritzer vermeiden.
Eier, Crème fraîche, Zucker, Weizenmehl und Calvados glatt verrühren.
Daran erkennst du es: Der Guss ist gleichmäßig glatt und ohne trockene Mehlklümpchen.
Die vorgebackene Tarte kurz abkühlen lassen. Die Apfelspalten fächerförmig auf dem Boden verteilen und den Guss gleichmäßig darübergeben.
Daran erkennst du es: Die Äpfel sind gleichmäßig verteilt und der Guss bedeckt sie teilweise, ohne über den Rand zu laufen.
Wichtig: Die Form kann noch heiß sein; beim Umsetzen vorsichtig arbeiten.
Die Tarte bei 180 °C Ober-/Unterhitze 35 bis 40 Minuten backen, bis der Guss gestockt und die Oberfläche leicht goldbraun ist.
Daran erkennst du es: Der Guss ist gestockt, die Oberfläche leicht goldbraun und die Mitte bewegt sich nur noch leicht.
Wichtig: Die Tarteform ist sehr heiß; mit Ofenhandschuhen herausnehmen.
Die Tarte mindestens 30 Minuten in der Form abkühlen lassen. Sie schmeckt lauwarm oder vollständig ausgekühlt.
Daran erkennst du es: Der Guss ist stabil genug zum Anschneiden und die Tarte lässt sich aus der Form lösen.
Wichtig: Die Form bleibt lange heiß; erst nach ausreichendem Abkühlen bewegen.
Gut zu wissen
Säuerliche, schnittfeste Äpfel geben der Tarte ein ausgewogenes Aroma und behalten beim Backen besser ihre Form.
Calvados ist ein französischer Apfelbrand und wird im Guss verwendet, um das Apfelaroma zu verstärken.
Die dicke Crème fraîche trägt zur cremigen, stabilen Konsistenz des Gusses bei.
Die Tarte schmeckt fruchtiger und erhält keine warme Brandnote.
Den Calvados im Guss durch 20 ml naturtrüben Apfelsaft ersetzen und den Guss anschließend wie beschrieben verrühren.
Die Butter kalt verwenden und nur kneten, bis der Teig gerade zusammenhält.
Den Teig vor dem Ausrollen gründlich kühlen; vollständig beheben lässt sich eine überknetete Struktur meist nicht.
Den Boden mit Gewichten blindbacken und anschließend 5 Minuten ohne Gewichte nachbacken.
Die Tarte länger bei moderater Hitze weiterbacken, bis der Guss gestockt ist; der Boden wird dadurch nur begrenzt trockener.
Die Apfelspalten nur 4 bis 5 Minuten erwärmen und noch leicht bissfest in die Tarte geben.
Auf einen gestockten Guss mit leicht goldbrauner Oberfläche achten und mindestens 30 Minuten abkühlen lassen.
Die Tarte noch einige Minuten weiterbacken und anschließend vollständig auskühlen lassen.
Eine fruchtigere Variante ohne die Brandnote des Calvados.
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