Schweineleber
Schweineleber sorgt für die typische kräftige Würze und die dunklere, saftige Farce. Frische Leber ist meist bei einer Metzgerei oder an einer Fleischtheke mit eigener Zerlegung erhältlich.
Gegarte Terrine, französische Küche
Grobe französische Terrine aus Schweineschulter, Schweinebauch und Schweineleber, mit Weißbrot und Ei gebunden, in Crépine gehüllt und im Wasserbad sanft gegart.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Der Pâté de campagne lebt von seiner rustikalen, groben Struktur und dem ausgewogenen Zusammenspiel aus Schweinefleisch, Leber, Gewürzen und Kräutern. Die Farce wird in Crépine gehüllt, im Wasserbad gegart und anschließend lange gekühlt, damit die Terrine kompakt wird und sich sauber in dicke Scheiben schneiden lässt.
Die Terrine ist kompakt, saftig und körnig. Schweinebauch sorgt für eine weiche, reichhaltige Textur, während die Leber ein kräftiges, dunkles Aroma beiträgt. Kalt serviert schmeckt der Pâté würzig, herzhaft und ausgewogen.
Schritt für Schritt
Die Crépine in reichlich kaltem Wasser 30 Minuten wässern. Anschließend vorsichtig auseinanderziehen, abspülen und auf einem sauberen Tuch abtropfen lassen.
Schweineschulter, Schweinebauch und Schweineleber in etwa 3 cm große Würfel schneiden. Alles abdecken und bis zur weiteren Verarbeitung kalt stellen.
Wichtig: Fleisch und Leber bis zur Verarbeitung gut gekühlt halten.
Das Weißbrot mit der Milch übergießen und 10 Minuten quellen lassen. Danach gründlich ausdrücken und beiseitestellen.
Schalotten und Zwiebel fein würfeln. Die Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und die Zwiebelwürfel darin etwa 5 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich, aber kaum gebräunt.
Fleisch und Leber mit Cognac, Salz, Pfeffer, Quatre-épices, Thymian, Petersilie und der abgekühlten Zwiebelmischung vermengen. Die Schüssel abdecken und die Masse 12 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen.
Wichtig: Die abgedeckte Farce durchgehend gekühlt marinieren.
Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die marinierte Fleischmischung durch die grobe Scheibe des Fleischwolfs drehen. Das ausgedrückte Brot und die Eier zugeben und alles so lange vermengen, bis die Masse leicht bindet und zusammenhält. Nicht fein pürieren: Die rustikale, körnige Struktur gehört zum Pâté de campagne.
Daran erkennst du es: Die Masse bindet leicht und hält zusammen, bleibt aber grob und körnig.
Die Crépine vorsichtig ausbreiten und eine ofenfeste Terrine damit auskleiden. Die Ränder sollen überstehen. Das Lorbeerblatt auf den Boden legen, die Farce einfüllen und mit dem Handrücken dicht andrücken, damit keine größeren Luftlöcher bleiben. Die überstehende Crépine über die Oberfläche schlagen und den Deckel auflegen.
Daran erkennst du es: Die Farce liegt dicht in der Form und die Crépine bedeckt die Oberfläche.
Die Terrine in eine größere Form stellen. So viel heißes Wasser angießen, dass es ungefähr bis zur halben Höhe der Terrine reicht. Im Wasserbad 1 Stunde 45 Minuten bis 2 Stunden garen. Die Mitte mit einem Einstichthermometer prüfen: Der Pâté ist bei 78 bis 80 °C Kerntemperatur durchgegart.
Daran erkennst du es: Die Mitte erreicht 78 bis 80 °C Kerntemperatur.
Wichtig: Die Kerntemperatur in der Mitte der Farce prüfen.
Die Terrine aus dem Wasserbad nehmen und 20 Minuten ruhen lassen. Eine passende kleine Platte oder ein Stück Backpapier auf die Oberfläche legen und mit einem leichten Gewicht etwa 30 Minuten beschweren. Dadurch wird die Farce kompakter und lässt sich später besser schneiden.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist leicht beschwert und die Farce setzt sich kompakter.
Das Gewicht entfernen und die Terrine vollständig abkühlen lassen. Danach abgedeckt mindestens 24 Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen. Zum Servieren den Pâté de campagne mit einem scharfen Messer in dicke Scheiben schneiden.
Daran erkennst du es: Die Terrine ist vollständig durchgekühlt und lässt sich in saubere, dicke Scheiben schneiden.
Wichtig: Die Terrine abgedeckt im Kühlschrank durchkühlen.
Gut zu wissen
Schweineleber sorgt für die typische kräftige Würze und die dunklere, saftige Farce. Frische Leber ist meist bei einer Metzgerei oder an einer Fleischtheke mit eigener Zerlegung erhältlich.
Das dünne Netz hält die Farce zusammen und schützt die Oberfläche während der Garung. Danach fragst du am besten in einer Metzgerei oder bei einem Schlachtbetrieb.
Das eingeweichte und gründlich ausgedrückte Weißbrot bindet die Farce, ohne ihre grobe Struktur zu überdecken.
Die Terrine schmeckt milder und wirkt weniger rustikal.
Die Schweineleber im gleichen Arbeitsschritt durch 250 g sauber parierte Kalbsleber ersetzen.
Die Oberfläche wird etwas rauchiger und weniger zart.
Die Terrinenform mit dünnen Speckscheiben auslegen und die Farce wie beschrieben einfüllen und garen.
Die grobe Scheibe des Fleischwolfs verwenden und nur bis zur leichten Bindung vermengen.
Bei noch ungegarter Farce grobe Fleischstücke vorsichtig unterheben; nach dem Garen lässt sich die Struktur nicht mehr vollständig korrigieren.
Die Zwiebelmischung vollständig abkühlen lassen, bevor sie mariniert wird.
Die eingefüllte Farce mit dem Handrücken andrücken und die Oberfläche sorgfältig schließen.
Die Terrine abgedeckt mindestens 24 Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen.
Die Terrine weiter kühlen und erst danach anschneiden.
Eine mildere und feinere Terrine entsteht, wenn die Schweineleber durch Kalbsleber ersetzt wird.
Häufig gefragt
Crépine, auch Schweinenetz genannt, bekommst du meist bei einer Metzgerei oder einem Schlachtbetrieb. Am besten fragst du gezielt danach.
Ja. Kalbsleber ergibt eine mildere und feinere Terrine. Verwende dafür 250 g sauber parierte Kalbsleber.
Die grobe, körnige Struktur gehört zum Pâté de campagne. Deshalb wird die Fleischmischung durch die grobe Scheibe gewolft und nur kurz mit Brot und Ei vermengt.
Die mindestens 24 Stunden im Kühlschrank festigen die Farce. Dadurch lässt sich der Pâté sauber in dicke Scheiben schneiden.
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