Pâté lorrain

Pâté in Blätterteig

Herzhafte lothringische Pasteten aus marinierter Schwein-Kalb-Füllung, trockenem WeißweinRiesling bezeichnet sowohl eine weiße Rebsorte als auch den daraus erzeugten Wein. Typisch sind frische Säure und vielfältige fruchtige Aromen., Schalotten und Petersilie in goldbraun gebackenem BlätterteigLaminierter Teig mit vielen dünnen Schichten aus Teig und festem Fett..

Zum Rezept
Pâté lorrain aus Lothringen
Vorbereitung 40 Minuten
Kochen / Backen 60 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 13 Std. 15 Min.
Gesamtzeit ca. 20 Stunden
Menge 6 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Herzhafte Pasteten und Tartes
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Würzanwendung Marinieren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange Weißweinmarinade aromatisiert die stückige Fleischfüllung gründlich.
  • Das Abtropfen verhindert, dass überschüssige Flüssigkeit den Blätterteig durchweicht.
  • Die stückige Füllung bleibt saftig und erhält durch die Teighülle eine klare Form.
  • Die Kühlzeit vor dem Backen stabilisiert den Blätterteig und unterstützt ein gleichmäßiges Aufgehen.
  • Die zweistufige Backtemperatur verbindet kräftige Bräunung mit vollständig gegarter Füllung.

Pâté lorrain ist eine Spezialität aus Lothringen im Grand Est. Würfel von Schwein und Kalb werden mit Weißwein, Schalotten, Petersilie, Salz und Pfeffer mariniert, anschließend abgetropft und in Blätterteig eingeschlossen. Die sechs kleinen Pasteten werden goldbraun gebacken und warm oder lauwarm serviert.

Außen knusprig und kräftig goldbraun, innen saftig und stückig mit würzigem Schwein-Kalb-Aroma, feiner Weißweinnote sowie Schalotten- und Petersilienakzenten.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Füllung vorbereiten und marinieren

  1. Fleisch marinieren

    Schweine- und Kalbfleisch in eine große Schüssel geben. Schalotten, Petersilie, Salz und Pfeffer hinzufügen, mit dem trockenen Weißwein übergießen und gründlich vermengen.

    • Die Fleischwürfel möglichst gleichmäßig groß schneiden, damit sie später gleichmäßig garen.

    Wichtig: Die Fleischmischung anschließend umgehend abdecken und kühlen.

  2. Kalt marinieren

    Die Schüssel abdecken und die Fleischmischung 12 bis 24 Stunden im Kühlschrank marinieren. Während dieser Zeit ein- bis zweimal vorsichtig durchmischen.

    • Die Schüssel gut abdecken, damit die Fleischmischung keine Fremdgerüche annimmt.

    Wichtig: Die Fleischmischung während der gesamten Marinierzeit gekühlt halten.

  3. Füllung abtropfen lassen

    Das marinierte Fleisch in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen. Die Marinade wird für dieses Rezept nicht weiterverwendet. Die Füllung bleibt bewusst stückig; eine zusätzliche Bindemasse wie Ei oder Mehl kommt nicht hinein.

    Daran erkennst du es: Die Fleischwürfel sind gut abgetropft und nicht mehr von überschüssiger Flüssigkeit umgeben.

    • Nicht kräftig ausdrücken; die Füllung soll saftig bleiben.

Formen, backen und servieren

  1. Teig und Ofen vorbereiten

    Den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Eine Blätterteigplatte in sechs möglichst gleich große Rechtecke schneiden und mit Abstand auf das Blech legen.

    200 °C
    • Die Teigplatte bis zur Verarbeitung möglichst kühl halten.

    Wichtig: Beim Vorheizen und späteren Öffnen des Backofens auf heiße Luft und Oberflächen achten.

  2. Füllung verteilen

    Die abgetropfte Fleischfüllung gleichmäßig auf die sechs Teigstücke verteilen. Rundum einen Rand von etwa 2 cm frei lassen. Die zweite Blätterteigplatte ebenfalls in sechs Rechtecke schneiden und jeweils auf eine Fleischportion legen.

    • Die Füllung nicht bis an den Teigrand drücken, damit die Kanten sauber verschlossen werden können.
  3. Pasteten verschließen

    Eigelb mit dem Wasser verrühren. Die Teigränder leicht mit der Mischung bestreichen, die oberen und unteren Teigplatten rundum fest zusammendrücken und überstehenden Teig sauber abschneiden. In die Oberseite jedes Pâtés eine kleine Öffnung als Dampfkammer schneiden. Die Oberfläche mit der restlichen Eigelb-Wasser-Mischung bestreichen.

    Daran erkennst du es: Die Ränder sind rundum geschlossen und die Oberflächen gleichmäßig bestrichen.

    • Die Öffnung in der Oberseite verhindert, dass sich beim Backen zu viel Dampf unter der Teigdecke staut.
  4. Geformte Pasteten kühlen

    Die ungebackenen Pâtés 1 Stunde kalt stellen. So bleibt der Blätterteig stabil und geht beim Backen gleichmäßiger auf.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Die geformten Pasteten sind durchgekühlt und der Teig fühlt sich fest an.

    • Das Blech eben in den Kühlschrank stellen, damit die Pasteten ihre Form behalten.

    Wichtig: Die Fleischfüllung bis zum Backen gekühlt halten.

  5. Pasteten backen

    Die Pâtés 15 Minuten bei 200 °C Umluft backen. Die Temperatur anschließend auf 170 °C Umluft reduzieren und weitere etwa 45 Minuten backen. Die Teighülle soll kräftig goldbraun sein; die Füllung sollte im Kern etwa 75 °C erreichen. Falls der Teig zu schnell dunkel wird, das Blech locker mit Aluminiumfolie abdecken.

    60 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Teighülle ist kräftig goldbraun und die Fleischfüllung erreicht im Kern etwa 75 °C.

    • Die unterschiedlichen Temperaturen im Schritt einhalten, damit die Hülle bräunt und die Füllung vollständig gart.

    Wichtig: Die Pasteten erst aus dem Ofen nehmen, wenn die Fleischfüllung im Kern etwa 75 °C erreicht hat.

  6. Ruhen lassen und servieren

    Die Pâtés 10 bis 15 Minuten ruhen lassen und anschließend warm oder lauwarm auf einer Servierplatte anrichten. Eine zusätzliche Sauce ist für diese Rezeptstruktur nicht nötig.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pasteten sind warm bis lauwarm und lassen sich sauber anschneiden.

    • Die kurze Ruhezeit erleichtert das Anschneiden und lässt die Füllung etwas setzen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Marinierzeit: Die Marinierzeit beträgt 12 bis 24 Stunden. Die längere Variante gibt der Fleischfüllung ein intensiveres Weißweinaroma.
  • Füllung gut abtropfen lassen: Überschüssige Marinade sollte vor dem Füllen ablaufen, damit der Blätterteig möglichst knusprig bleibt.
  • Stückige Füllung beibehalten: Das Fleisch wird nicht püriert und nicht mit Ei oder Mehl gebunden. Die Blätterteighülle übernimmt die Formgebung.
  • Vor dem Backen kühlen: Die einstündige Kühlzeit nach dem Formen hilft dem Blätterteig, seine Struktur zu behalten und gleichmäßiger aufzugehen.

Zutatenwissen

Blätterteig kühl verarbeiten

Die Teigplatten sollten bis zur Verarbeitung möglichst kühl bleiben. So lassen sie sich sauber schneiden und behalten beim Backen besser ihre Schichtung.

Gleichmäßige Fleischwürfel

Etwa 1,5 cm große, möglichst gleichmäßige Würfel unterstützen ein gleichmäßiges Garen der Füllung.

Trockener Weißwein

Ein trockener Weißwein, vorzugsweise Riesling, bringt Säure und Aroma in die Marinade. Die Marinade wird nach dem Abtropfen nicht weiterverwendet.

Sinnvolle Alternativen

zusätzlicher Schweinenacken

Die Füllung wird kräftiger und etwas fettreicher; der charakteristische Anteil von Kalbfleisch entfällt.

Die Kalbsschulter durch dieselbe Menge Schweinenacken ersetzen und wie im Rezept würfeln und marinieren.

anderer trockener Weißwein

Das Aroma kann je nach Rebsorte fruchtiger oder neutraler ausfallen.

Einen trockenen Weißwein mit ähnlicher Säure verwenden; süße Weine verändern die Würzung deutlich.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Blätterteig wird weich oder weicht an den Nähten durch.

Die Füllung im Sieb gut abtropfen lassen, bevor sie auf dem Teig verteilt wird.

Wenn die Pasteten noch ungebacken sind, überschüssige Flüssigkeit vorsichtig abtupfen und die geformten Pasteten vollständig kühlen.

Die Pasteten gehen ungleichmäßig auf oder verlieren ihre Form.

Die ungebackenen Pasteten eine Stunde kalt stellen und den Teig bis dahin möglichst kühl halten.

Die Teighülle wird zu dunkel, bevor die Füllung gar ist.

Nach 15 Minuten auf 170 °C reduzieren und die Pasteten bei Bedarf locker mit Aluminiumfolie abdecken.

Die Pasteten locker mit Aluminiumfolie abdecken und weiterbacken, bis die Füllung im Kern etwa 75 °C erreicht.

Die Teighülle ist gebräunt, die Fleischfüllung aber noch nicht ausreichend gegart.

Die Kerntemperatur der Füllung prüfen und nicht nur nach der Farbe des Teigs entscheiden.

Abgedeckt weiterbacken, bis die Füllung im Kern etwa 75 °C erreicht.

Varianten

Eine größere Pastete

Die gleiche Füllung kann als größere zusammenhängende Pastete geformt werden; die Backzeit muss an die größere Füllung angepasst werden.

Servieren und kombinieren

  • Warm servieren: Die Pasteten nach der kurzen Ruhezeit warm servieren, wenn die Teighülle besonders knusprig ist.
  • Lauwarm servieren: Lauwarm lässt sich die stückige Füllung gut anschneiden und das Aroma der Weißweinmarinade bleibt deutlich wahrnehmbar. Eine zusätzliche Sauce ist nicht nötig.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Fleischfüllung kann innerhalb der vorgesehenen 12- bis 24-stündigen Marinierzeit vorbereitet werden. Danach abtropfen lassen, formen, kühlen und backen.

Allergene und Nährwerte

  • Ei: enthält · Eigelb wird ausdrücklich zum Bestreichen der Teighülle verwendet.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann die Marinierzeit verkürzt werden?

Die vorgesehene Marinierzeit beträgt 12 bis 24 Stunden. Halte die Fleischmischung daher mindestens 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank; die längere Variante gibt ihr ein intensiveres Weißweinaroma.

Welche Sauce passt dazu?

Für diese Rezeptstruktur ist keine zusätzliche Sauce vorgesehen. Die Pasteten werden warm oder lauwarm serviert.

Woran erkenne ich, dass die Füllung gar ist?

Die Teighülle soll kräftig goldbraun sein; zusätzlich sollte die Fleischfüllung im Kern etwa 75 °C erreichen.

Aus unserer Küche

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