Rebhühner besorgen
Küchenfertige Rebhühner sind meist beim Wildhändler, in einer spezialisierten Metzgerei oder auf Vorbestellung erhältlich. Zucht-Rebhuhn gleicher Größe ist eine milder schmeckende Alternative.
Wildgeflügel, Provence-Alpes-Côte d’Azur
Zartes RebhuhnKleiner Hühnervogel und klassisches Wildgeflügel, dessen Fleisch in der Küche als Wildzutat verwendet wird. wird mit Speck, Zwiebeln, Kräutern und Weißwein im Ofen gegart und anschließend mit einer kräftigen Sauce aus Oliven, Kapern, Sardellen und Zitrone serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Perdrix à la provençale verbindet zartes Wildgeflügel mit einer aromatischen Sauce aus Oliven, Kapern, Sardellen, Kräutern und Zitrone. Die Rebhühner werden zunächst angebraten, anschließend im zugedeckten Topf im Ofen gegart und danach mit der konzentrierten Sauce angerichtet. So entsteht ein charaktervolles Gericht mit kräftigen provenzalischen Aromen.
Das Fleisch ist zart und würzig, während die Sauce sämig, salzig-pikant und zugleich zitronig frisch schmeckt. Grüne Oliven und Kapern sorgen für markante Bissen, Kräuter und Sardellen für Tiefe.
Schritt für Schritt
Die Rebhühner innen und außen trocken tupfen, mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen und die Keulen mit Küchengarn anlegen. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Olivenöl und Butter in einem schweren, ofenfesten Topf erhitzen. Den Speck etwa 3 Minuten auslassen. Die Rebhühner rundum 6–8 Minuten anbraten, bis sie leicht gebräunt sind, dann aus dem Topf nehmen.
Daran erkennst du es: Die Rebhühner sind rundum leicht gebräunt.
Zwiebel, Schalotten, Karotte und Knoblauch im Bratfett etwa 5 Minuten glasig braten. Das Weizenmehl darüberstäuben und 1 Minute unter Rühren anschwitzen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und glasig, ohne stark zu bräunen.
Den Weißwein angießen und den Bratensatz mit dem Kochlöffel lösen. 2 Minuten einkochen lassen, dann WildfondWildfond ist eine kräftige Grundbrühe aus Wildknochen oder Wildabschnitten, die als Basis für Saucen, Suppen und Schmorgerichte dient., Thymian und Rosmarin einrühren. Die Rebhühner mit der Brustseite nach oben zurück in den Topf setzen.
Daran erkennst du es: Der Bratensatz ist gelöst und der Wein leicht reduziert.
Den Topf zugedeckt in den Ofen stellen und die Rebhühner 35–45 Minuten garen. Nach der Hälfte der Zeit die Vögel einmal wenden. Sie sind fertig, wenn die dickste Stelle mindestens 74 °C erreicht hat. Die Rebhühner aus dem Topf nehmen, locker abdecken und 10 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle erreicht mindestens 74 °C; anschließend 10 Minuten ruhen lassen.
Wichtig: Wildgeflügel vollständig durchgaren und die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen.
Thymian und Rosmarin aus dem Sud nehmen. Sardellen, Kapern, Oliven, Zitronenschale und Zitronensaft einrühren. Die Sauce auf dem Herd 5–8 Minuten offen einkochen lassen, bis sie leicht sämig ist.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht sämig und haftet dünn am Kochlöffel.
Petersilie und Schnittlauch unter die Sauce rühren. Die Rebhühner nach Wunsch halbieren oder im Ganzen anrichten und mit der Oliven-Kapern-Sauce überziehen.
Gut zu wissen
Küchenfertige Rebhühner sind meist beim Wildhändler, in einer spezialisierten Metzgerei oder auf Vorbestellung erhältlich. Zucht-Rebhuhn gleicher Größe ist eine milder schmeckende Alternative.
Wildfond unterstreicht den kräftigen Charakter der Sauce. Geflügelfond ergibt eine mildere, weniger wildbetonte Variante.
Für die abgeriebene Schale eine unbehandelte Zitrone verwenden und nur die gelbe Außenschicht abreiben.
Das Fleisch schmeckt meist milder und kann etwas zarter sein.
Die Rebhühner wie im Rezept vorbereiten und die Garprobe weiterhin an der dicksten Stelle durchführen.
Die Sauce wird milder und weniger wildtypisch.
Den Wildfond im gleichen Volumen durch Geflügelfond ersetzen.
Es fehlt die rauchig-herzhafte Tiefe des Specks.
Das zusätzliche Öl zum Anbraten verwenden; die Sauce am Ende besonders sorgfältig abschmecken.
Die Hitze beim Gemüse auf mittlere Stufe reduzieren und das Mehl nur kurz unterrühren.
Falls nur leichte Röststoffe vorhanden sind, den Wein sofort angießen und den Bratensatz lösen. Angebrannte schwarze Stellen nicht einrühren.
Die Garzeit bei kleinen Rebhühnern früher prüfen und die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen.
Das Fleisch in der Sauce servieren und zusätzliche Sauce angießen; vollständig trockenes Fleisch lässt sich nur begrenzt retten.
Die Sauce erst nach dem Einkochen abschmecken und zunächst kein weiteres Salz hinzufügen.
Mit etwas ungesalzenem Fond oder Wasser verdünnen und die Sauce anschließend vorsichtig wieder auf Konsistenz bringen.
Die Sauce offen einkochen lassen, bis sie leicht sämig ist.
Einige Minuten länger reduzieren und dabei regelmäßig rühren, ohne die Oliven zu zerdrücken.
Die Sauce wird mit Geflügelfond statt Wildfond zubereitet und wirkt dadurch zurückhaltender.
Zucht-Rebhuhn gleicher Größe ist eine mildere und oft zartere Alternative zum Wild-Rebhuhn.
Gemüse kann bis zu 12 Stunden vorher geschnitten und abgedeckt gekühlt werden. Die Rebhühner können gewürzt und ebenfalls abgedeckt im Kühlschrank bereitgehalten werden. Vor dem Anbraten kurz aus der Kühlung nehmen, ohne sie längere Zeit bei Raumtemperatur stehen zu lassen.
Gegartes Rebhuhn und Sauce getrennt oder zusammen abkühlen lassen, innerhalb kurzer Zeit abdecken und im Kühlschrank lagern. Innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.
Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen; vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen.
Keine Einfrierempfehlung: Das zarte Wildgeflügel und die Sauce können durch das Einfrieren an Textur verlieren.
Häufig gefragt
Ja. Zucht-Rebhuhn gleicher Größe eignet sich als klar gekennzeichnete Alternative. Sein Fleisch schmeckt meist milder und kann etwas zarter sein; die Garprobe bleibt entscheidend.
Meist beim Wildhändler, in einer spezialisierten Metzgerei oder auf Vorbestellung. Am besten die gewünschte Stückzahl und ein ähnliches Gewicht vorab reservieren.
Wildfond gibt der Sauce mehr Tiefe und einen kräftigeren Wildcharakter. Geflügelfond macht sie milder und zurückhaltender.
Die dickste Stelle sollte mindestens 74 °C erreichen. Danach die Rebhühner aus dem Topf nehmen und 10 Minuten locker abgedeckt ruhen lassen.
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