Spezielle Fischsorten
Rascasse, Saint-Pierre und kleine Felsenfische sind am ehesten beim Fischhändler oder auf Vorbestellung erhältlich. Die Fischsorten richten sich nach Verfügbarkeit.
Fischgericht aus Marseille
Kräftige provenzalische Fischsuppe mit mehreren Fischsorten, Kartoffeln, Fenchel, Tomaten, SafranSafran ist ein kostbares Gewürz aus den getrockneten Narben des Safrankrokus und färbt Speisen intensiv gelb mit einem charakteristischen, würzig-herben Aroma. und einem aromatischen Fischsud. Dazu werden Rouille und Knoblauchcroûtons serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bouillabaisse marseillaise bringt mehrere Fische, Kartoffeln und einen kräftigen Sud mit Fenchel, Knoblauch und Safran zusammen. Der Sud wird aus Fischköpfen, Gräten und kleinen Felsenfischen gekocht, bevor die Fischstücke und Kartoffeln darin nacheinander garen. Serviert werden Fisch und Kartoffeln mit dem Sud sowie Rouille und Knoblauchcroûtons.
Der Sud ist kräftig, klar und aromatisch mit deutlichen Noten von Fisch, Fenchel, Tomate und Safran. Die Fischstücke bleiben zart und saftig, die Kartoffeln weich, aber formstabil. Rouille bringt eine dichte, knoblauchbetonte Cremigkeit mit milder bis pikanter Schärfe, während die Croûtons knusprig und herzhaft sind.
Schritt für Schritt
Die Fischstücke kühl stellen. Fischköpfe und Gräten gründlich abspülen; bei ganzen Fischen die Kiemen entfernen lassen. Zwiebeln, Fenchel und Knoblauch grob schneiden. Tomaten häuten, entkernen und würfeln.
Wichtig: Rohe Fischstücke getrennt von verzehrfertigen Zutaten verarbeiten und anschließend Hände, Brett und Messer gründlich reinigen.
60 ml Olivenöl in einem großen, weiten Topf erhitzen. Zwiebeln und Fenchel bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 7 Minuten anrösten. Knoblauch, Tomaten und Fenchelsamen zufügen und 3 Minuten mitrösten.
Daran erkennst du es: Zwiebeln und Fenchel sind weich geworden und leicht gebräunt.
Fischköpfe, Gräten und die kleinen Felsenfische einlegen. Alles 8 bis 10 Minuten kräftig rühren und anrösten. Mit dem Weißwein ablöschen, 2,5 l Wasser angießen und aufkochen. 40 Minuten offen köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Der Sud ist intensiv aromatisch und die Fischbestandteile sind weich genug zum Ausdrücken.
Wichtig: Den Sud vollständig aufkochen und anschließend gleichmäßig köcheln lassen.
Den Sud durch eine Passiermühle oder ein grobes Sieb drücken und anschließend durch ein feines Sieb gießen. Den klareren Sud zurück in den Topf geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und den Safran einrühren.
Daran erkennst du es: Der Sud ist von groben Bestandteilen befreit und gleichmäßig gewürzt.
Wichtig: Beim Passieren vorsichtig arbeiten, da Sud und Rückstände sehr heiß sein können.
Die 100 g Kartoffel für die Rouille in wenig Wasser etwa 15 Minuten weich kochen. Abgießen und vollständig ausdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffel lässt sich ohne Widerstand einstechen und zerdrücken.
Die 900 g Kartoffeln schälen und in etwa 3 cm dicke Scheiben schneiden. In den kochenden Sud geben und 12 bis 15 Minuten garen, bis sie fast weich sind.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind fast weich, behalten aber noch Form und leichten Biss.
Zuerst Lotte, Rascasse und Knurrhahn oder Vives in den Sud legen. Nach 5 Minuten Saint-Pierre zufügen. Alles weitere 5 bis 7 Minuten knapp unter dem Siedepunkt garen, bis die Fischstücke gerade durchgegart sind. Nicht umrühren, damit die Stücke ganz bleiben.
Daran erkennst du es: Die Fischstücke sind gerade durchgegart und lassen sich leicht mit einer Gabel teilen.
Wichtig: Fisch vollständig durchgaren und anschließend nicht unnötig lange im heißen Sud stehen lassen.
Für die Rouille die gekochte Kartoffel zerdrücken. Knoblauch, Eigelb, 0,1 g Safran, Zitronensaft, Cayennepfeffer und eine Prise Salz einarbeiten. Das Olivenöl zunächst tropfenweise, dann in dünnem Strahl unterschlagen, bis eine dicke Sauce entsteht.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist dick, glatt und hält ihre Form auf dem Löffel.
Wichtig: Eigelb möglichst frisch verwenden und die fertige Rouille bis zum Servieren kühl halten.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft vorheizen. Baguettescheiben auf ein Blech legen und 8 bis 10 Minuten knusprig backen. Die heißen Scheiben mit der Knoblauchzehe abreiben.
Daran erkennst du es: Die Baguettescheiben sind trocken, goldbraun und knusprig.
Wichtig: Das Blech und die Croûtons sind sehr heiß; beim Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.
Fisch und Kartoffeln vorsichtig aus dem Sud heben und auf einer vorgewärmten Platte anrichten. Den Sud in tiefen Tellern oder einer Terrine servieren. Rouille und Knoblauchcroûtons dazureichen.
Daran erkennst du es: Fisch und Kartoffeln sind unversehrt angerichtet und der Sud wird heiß serviert.
Wichtig: Die Bouillabaisse heiß servieren und rohe Fischreste nicht mit den fertigen Komponenten in Kontakt bringen.
Gut zu wissen
Rascasse, Saint-Pierre und kleine Felsenfische sind am ehesten beim Fischhändler oder auf Vorbestellung erhältlich. Die Fischsorten richten sich nach Verfügbarkeit.
Safranfäden geben dem Sud und der Rouille ein feines Aroma. Safranpulver ist als Alternative möglich, färbt meist stärker und schmeckt häufig weniger differenziert.
Für die Suppe werden festkochende Kartoffeln verwendet, damit die Scheiben im Sud ihre Form behalten. Die Rouille profitiert von einer mehligkochenden Kartoffel, die gut bindet.
Der Fischsud wird etwas milder.
Rascasse im gleichen Gewicht durch küchenfertig vorbereiteten Rotbarsch ersetzen und nach demselben Ablauf garen.
Das Aroma verändert sich, die Fischkomponente bleibt erhalten.
Saint-Pierre im gleichen Gewicht durch Dorade oder Wolfsbarsch ersetzen und die Stücke nach 5 Minuten zum Sud geben.
Der Sud bleibt kräftig, schmeckt aber etwas weniger tief und mineralisch.
Die kleinen Felsenfische durch zusätzliche Fischköpfe und Gräten ersetzen und diese wie im Rezept mit anrösten und auskochen.
Bei mittlerer bis hoher Hitze aufmerksam rühren und nur kräftig goldbraun, nicht dunkelbraun rösten.
Den Sud sofort von den angebrannten Bestandteilen trennen und mit einem nicht angebrannten Teil des Suds verdünnen; stark verbrannter Geschmack lässt sich nur begrenzt retten.
Die Kartoffel vollständig ausdampfen lassen und das Öl anfangs tropfenweise unterschlagen.
Eine kleine Menge zerdrückte gekochte Kartoffel in einer frischen Schüssel ansetzen und die geronnene Rouille langsam einarbeiten.
Den Fisch knapp unter dem Siedepunkt garen, nicht umrühren und die Reihenfolge einhalten.
Fisch vorsichtig aus dem Sud nehmen und sofort servieren; trockene Stücke mit zusätzlicher Rouille und Sud begleiten.
Etwa 3 cm dicke Scheiben verwenden und den Gargrad ab 12 Minuten prüfen.
Zerfallene Kartoffeln nicht weiter bewegen und die unversehrten Stücke zum Anrichten verwenden.
Eine weniger scharfe Rouille, bei der der Cayennepfeffer reduziert wird.
Die im Rezept genannten Fische werden durch geeignete küchenfertige Fischsorten aus dem lokalen Angebot ersetzt.
Der Sud wird ausschließlich mit zusätzlichen Fischköpfen und Gräten angesetzt.
Den Fischsud kann bis zu 24 Stunden im Voraus gekocht, passiert und rasch abgekühlt werden. Fisch, Kartoffeln, Rouille und Croûtons getrennt aufbewahren und erst zum Servieren fertigstellen.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und möglichst innerhalb von zwei Tagen verbrauchen. Croûtons trocken und separat aufbewahren.
Fisch und Sud nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Textur von Fisch, Kartoffeln und Rouille kann sich beim Einfrieren deutlich verschlechtern.
Häufig gefragt
Rascasse kann durch Rotbarsch ersetzt werden, Saint-Pierre durch Dorade oder Wolfsbarsch. Kleine Felsenfische lassen sich durch zusätzliche Fischköpfe und Gräten ersetzen; der Sud wird dann etwas weniger tief und mineralisch.
Die Schärfe lässt sich über den Cayennepfeffer steuern. Für eine milde Rouille weniger verwenden oder ihn weglassen; für eine deutlich pikante Variante die Menge vorsichtig erhöhen.
Ja. Safranpulver ist eine mögliche Alternative, schmeckt jedoch meist weniger fein und kann die Rouille und den Sud stärker färben.
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