Géline de Touraine à la lochoise

Geflügelgericht aus der Touraine

Zarte Géline de Touraine wird mit frischen MorchelnEssbare Pilze der Gattung Morchella mit wabenartigem Hut, die frisch oder getrocknet verwendet werden., Rahm, Cognac und Geflügelfond in einer geschlossenen Cocotte gegart. Das festliche Geflügelgericht verbindet kräftiges Fleisch mit einer cremigen, fein-würzigen Morchelsauce.

Zum Rezept
Géline de Touraine à la lochoise
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Gesamtzeit ca. 75 Minuten
Menge 4 bis 6 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Geflügel, Milchprodukte, Pilze
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Schmoren
Anlasskontext Feierlicher Anlass
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Anbraten verleiht den Geflügelstücken eine appetitliche goldbraune Oberfläche und vertieft ihr Aroma.
  • Morcheln, Rahm und Geflügelfond verbinden sich zu einer cremigen Sauce mit erdigem, fein-würzigem Charakter.
  • Das geschlossene Garen in der Cocotte hält die Geflügelstücke saftig, während der Cognac der Sauce zusätzliche Tiefe gibt.

Géline de Touraine à la lochoise Die Géline wird zunächst goldbraun angebraten und anschließend mit Morcheln, Rahm, Geflügelfond und einem Schuss Cognac im Ofen gegart. So entsteht ein cremiger Morcheljus, der das kräftige Geflügelfleisch eng umhüllt. Die Zubereitung ist der Touraine und besonders der Küche rund um Loches zugeordnet.

Kräftiges, zart gegartes Geflügelfleisch trifft auf eine samtige Rahmsauce mit erdigem Morchelaroma. Die Oberfläche der Geflügelstücke ist goldbraun, der Jus cremig und fein-würzig; der Cognac bleibt als warme, tiefe Aromennote im Hintergrund.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Ofen, Morcheln und Geflügel vorbereiten

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Morcheln sorgfältig putzen, größere Exemplare halbieren und abtropfen lassen. Die Géline trocken tupfen und rundum mit Salz und Pfeffer würzen.

    180 °C
    • Morcheln gründlich kontrollieren, da sich in ihren Vertiefungen Erde oder Sand halten kann.
    • Das Geflügel vor dem Anbraten gut trocken tupfen, damit es besser bräunt.
  2. Geflügel anbraten

    Die Butter in einer schweren ofenfesten Cocotte auf dem Kochfeld erhitzen. Die Geflügelstücke darin bei mittlerer bis kräftiger Hitze rundum 8 bis 10 Minuten goldbraun anbraten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Geflügelstücke sind rundum goldbraun angeröstet.

    • Die Stücke mit etwas Abstand anbraten, damit die Butter nicht durch austretende Flüssigkeit abkühlt.
    • Das Geflügel erst wenden, wenn es sich gut vom Boden löst.
  3. Mit Cognac ablöschen

    Die Cocotte kurz vom Herd nehmen, den Cognac zugießen und wieder auf die Platte stellen. Den Cognac etwa 2 Minuten einkochen lassen, bis der Alkohol weitgehend verdampft ist.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Der scharfe Alkoholgeruch ist deutlich zurückgegangen und der Cognac hat sich mit dem Bratensatz verbunden.

    • Die Cocotte vor dem Zugießen des Cognacs kurz vom Herd nehmen, damit die Flüssigkeit kontrolliert zugegeben werden kann.

    Wichtig: Beim Ablöschen vorsichtig arbeiten und den Cognac nicht direkt aus der Flasche in die heiße Cocotte gießen.

  4. Morchelsauce ansetzen

    Morcheln, Sahne und Geflügelfond dazugeben. Alles einmal aufkochen lassen und die Sauce abschmecken.

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist gleichmäßig erhitzt und die Sauce verbindet sich sichtbar.

    • Die Morcheln gleichmäßig in der Sauce verteilen, damit sie während des Ofengarens gut von Flüssigkeit umgeben sind.
  5. Im Ofen garen

    Die Cocotte schließen und die Géline im vorgeheizten Ofen 35 bis 40 Minuten garen. Die dicksten Stücke müssen bis zum Knochen durchgegart sein.

    40 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die dicksten Geflügelstücke sind bis zum Knochen durchgegart.

    • Die Cocotte während des Garens möglichst geschlossen halten, damit die Sauce nicht unnötig verdampft.
    • Die Garzeit an die tatsächliche Größe der dicksten Geflügelstücke anpassen.

    Wichtig: Das Geflügel erst servieren, wenn die dicksten Stücke bis zum Knochen durchgegart sind.

  6. Sauce einkochen

    Die Cocotte aus dem Ofen nehmen. Das Geflügel herausheben und zugedeckt warm halten. Die Sauce auf dem Herd ohne Deckel 5 bis 10 Minuten sanft einkochen lassen, bis sie leicht bindet.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht eingedickt und haftet dünn am Löffel.

    • Die Sauce nur sanft einkochen lassen, damit die Sahne nicht stark sprudelt.
    • Das Geflügel währenddessen zugedeckt warm halten.
  7. Zurücklegen und servieren

    Die Geflügelstücke zurück in die Sauce legen, kurz erwärmen und direkt in der Cocotte servieren.

    Daran erkennst du es: Die Geflügelstücke sind wieder vollständig von der heißen Sauce umgeben.

    • Die Cocotte auf einer hitzefesten Unterlage auf den Tisch stellen.
    • Die Sauce beim Anrichten über die Geflügelstücke geben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Morcheln gründlich reinigen: Morcheln sorgfältig putzen und größere Exemplare halbieren. Ihre unregelmäßige Oberfläche kann Erde oder Sand zurückhalten.
  • Zeit sinnvoll nutzen: Während der Ofen die Géline gart, muss keine weitere Zubereitung eingeplant werden. Die Sauce wird erst nach dem Ofengaren ohne Deckel eingekocht.
  • In der Cocotte servieren: Das Gericht direkt in der Cocotte zu servieren hält Sauce und Geflügel warm und unterstreicht den rustikalen Charakter der Zubereitung.

Zutatenwissen

Géline de Touraine finden

Die regionale Henne ist am ehesten beim Geflügelmetzger, auf gut sortierten französischen Märkten oder über regionale Direktvermarkter erhältlich. Eine kräftige Freilandpoularde kann als Ersatz dienen, ist meist aber milder und weniger fest.

Frische oder getrocknete Morcheln

Frische Morcheln sind saisonabhängig. Als Alternative können 30 g getrocknete Morcheln 20 Minuten in warmem Wasser eingeweicht, gründlich abgespült und anschließend verwendet werden. Ihr Aroma ist konzentrierter, die Textur jedoch weniger fleischig.

Sinnvolle Alternativen

kräftige Freilandpoularde

Das Fleisch ist meist etwas milder und weniger fest als bei einer Géline de Touraine.

Die Poularde wie die Géline vorbereiten und die dicksten Stücke auf vollständiges Durchgaren prüfen.

getrocknete Morcheln

Das Aroma ist konzentrierter, die Textur weniger fleischig als bei frischen Morcheln.

Die eingeweichten Morcheln gründlich abspülen und gut abtropfen lassen, bevor sie in die Sauce kommen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Geflügelstücke bräunen kaum und geben viel Flüssigkeit ab.

Die Stücke gründlich trocken tupfen und bei Bedarf portionsweise anbraten.

Die Geflügelstücke kurz herausnehmen, die Flüssigkeit etwas verdampfen lassen und anschließend weiterarbeiten.

Die Sauce enthält Erde oder Sand.

Morcheln gründlich putzen, größere Exemplare halbieren und abtropfen lassen.

Die Sauce vorsichtig durch ein feines Sieb geben und mit gereinigten Morcheln weiterverwenden, sofern vorhanden.

Der Morcheljus bleibt zu flüssig.

Die Sauce nach dem Herausheben des Geflügels 5 bis 10 Minuten sanft reduzieren lassen.

Die Sauce bei milder Hitze etwas länger einkochen lassen, ohne sie stark sprudeln zu lassen.

Die dicksten Geflügelstücke sind am Knochen noch nicht durchgegart.

Die dicksten Stücke nach der angegebenen Zeit kontrollieren und bei Bedarf weitergaren.

Die Geflügelstücke zurück in die geschlossene Cocotte legen und weitergaren, bis sie bis zum Knochen durchgegart sind.

Varianten

Variante mit getrockneten Morcheln

Die frischen Morcheln werden durch eingeweichte getrocknete Morcheln ersetzt. Die Sauce erhält dadurch ein konzentrierteres Pilzaroma.

Variante mit Freilandpoularde

Eine kräftige Freilandpoularde ersetzt die Géline de Touraine. Das Gericht bleibt ein cremiges Geflügelgericht, schmeckt jedoch meist milder und hat eine etwas andere Fleischstruktur.

Servieren und kombinieren

  • Direkt aus der Cocotte servieren: Die Geflügelstücke mit reichlich cremigem Morcheljus in der Cocotte servieren. Das Gericht eignet sich als festliches Hauptgericht und sollte mit einer Beilage kombiniert werden, die die Sauce aufnehmen kann.
  • Mit einer saucenfreundlichen Beilage kombinieren: Ein schlichtes Brot, Kartoffeln oder eine andere milde Beilage ergänzen das Gericht, ohne das Aroma von Géline und Morcheln zu überdecken.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Die cremige Sauce und die Morcheltextur können durch Einfrieren und Auftauen an Qualität verlieren.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Butter und Sahne sind ausdrücklich als Zutaten angegeben.

Lebensmittelsicherheit

  • Geflügel vollständig garen: Die dicksten Geflügelstücke müssen bis zum Knochen durchgegart sein, bevor das Gericht serviert wird.
  • Cognac in der heißen Cocotte: Die Cocotte zum Zugießen des Cognacs kurz vom Herd nehmen und den Cognac nicht direkt aus der Flasche in die heiße Cocotte gießen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich getrocknete statt frischer Morcheln verwenden?

Ja. Verwende 30 g getrocknete Morcheln, weiche sie 20 Minuten in warmem Wasser ein, spüle sie gründlich ab und lasse sie gut abtropfen. Das Aroma wird konzentrierter, die Textur aber weniger fleischig.

Was kann ich statt Géline de Touraine verwenden?

Eine kräftige Freilandpoularde eignet sich als Ersatz. Ihr Fleisch ist meist etwas milder und weniger fest; die dicksten Stücke sollten besonders sorgfältig auf vollständiges Durchgaren geprüft werden.

Aus unserer Küche

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