Figatellu finden
Frisches Figatellu ist am ehesten in korsischen Feinkostläden, gut sortierten französischen Metzgereien oder über Anbieter für französische Spezialitäten erhältlich.
Korsisches Kartoffelgratin
Cremiger korsisch inspirierter Kartoffelgratin mit Figatellu, Brocciu, Zwiebeln und Knoblauch, der im Ofen geschichtet gegart und goldbraun überbacken wird.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gratin de pommes de terre au figatellu bringt korsische Würze in ein cremiges Ofengericht. Dünne Kartoffelscheiben garen mit Zwiebeln, Knoblauch und dem kräftigen Figatellu in einer Sahne-Milch-Mischung, während Brocciu für eine milde, leicht frische Kruste sorgt. Diese Rezeptfassung ist eine eigenständige Kartoffelgratin-Variante und erhebt keinen Anspruch auf eine einzige Originalform.
Innen weich und cremig, mit zarten Kartoffelschichten und würzigen Figatellu-Stücken. Die Oberfläche wird goldbraun und leicht krümelig durch den Brocciu, während Zwiebeln, Knoblauch und Thymian für eine herzhafte, aromatische Tiefe sorgen.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine etwa 2 l große Auflaufform mit der Butter ausstreichen.
Kartoffeln schälen und in etwa 3 mm dünne Scheiben schneiden. Nicht abspülen, damit die Kartoffelstärke später zur Bindung beiträgt.
Wichtig: Beim Schneiden die Kartoffeln sicher auf dem Schneidebrett auflegen.
Das Figatellu aus der Hülle lösen und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. In einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze 4 bis 5 Minuten anbraten, dabei einmal wenden. Herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Scheiben sind außen gebräunt und leicht gegart.
Wichtig: Rohe Wurst getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und verwendete Arbeitsflächen anschließend reinigen.
Zwiebeln halbieren und in feine Streifen schneiden. Knoblauch fein hacken. Das Olivenöl in die Pfanne geben, die Zwiebeln 5 Minuten weich braten, dann Knoblauch und Thymian zufügen und 1 Minute mitbraten.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich, aber noch nicht stark gebräunt.
Sahne und Milch in einem Topf erwärmen, aber nicht kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist warm und gewürzt, ohne aufzukochen.
Ein Drittel der Kartoffelscheiben in der Form verteilen. Die Hälfte der Zwiebelmischung und die Hälfte des Figatellu daraufgeben. Mit einem weiteren Drittel Kartoffeln, der restlichen Zwiebelmischung und dem übrigen Figatellu wiederholen. Mit den letzten Kartoffelscheiben abschließen.
Die warme Sahne-Milch-Mischung gleichmäßig darübergießen. Brocciu zerbröseln und auf der Oberfläche verteilen. Die Form mit Alufolie abdecken und 35 Minuten backen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist eingezogen und die Kartoffelschichten beginnen weich zu werden.
Wichtig: Beim Abdecken und späteren Abnehmen der heißen Folie vorsichtig mit Ofenhandschuhen arbeiten.
Folie abnehmen und den Gratin weitere 25 bis 30 Minuten backen, bis die Kartoffeln weich sind, die Oberfläche goldbraun ist und das Figatellu vollständig durchgegart ist.
Daran erkennst du es: Ein Messer gleitet leicht durch die Kartoffelschichten, die Oberfläche ist goldbraun und das Figatellu vollständig durchgegart.
Wichtig: Das Figatellu vollständig durchgaren und den Gratin nur mit hitzebeständigen Utensilien aus dem Ofen nehmen.
Den Gratin vor dem Servieren 10 Minuten ruhen lassen. Direkt aus der Auflaufform servieren.
Daran erkennst du es: Die Schichten haben sich etwas gesetzt und lassen sich besser portionieren.
Wichtig: Die Auflaufform bleibt nach dem Backen heiß; auf eine hitzefeste Unterlage stellen.
Gut zu wissen
Frisches Figatellu ist am ehesten in korsischen Feinkostläden, gut sortierten französischen Metzgereien oder über Anbieter für französische Spezialitäten erhältlich.
Brocciu gibt es in französischen Feinkostgeschäften oder gut sortierten Käsetheken, teils auch als Tiefkühlware.
Der Gratin wird milder und verliert die markante Lebernote des Figatellu.
Die grobe frische Schweinsbratwurst aus der Hülle lösen und wie das Figatellu in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Anschließend vollständig durchgaren.
Die Oberfläche schmeckt etwas milder und weniger würzig.
Ricotta anstelle des zerbröselten Brocciu auf der Oberfläche verteilen.
Die Kartoffeln gleichmäßig dünn schneiden und in möglichst gleichmäßigen Schichten verteilen.
Den Gratin abdecken und weiterbacken, bis ein Messer leicht durch die Kartoffeln gleitet.
Sahne und Milch nur erwärmen und nicht kochen lassen.
Die Mischung kurz abkühlen lassen und anschließend vorsichtig über die Kartoffelschichten gießen.
Die erste Backphase abgedeckt durchführen und die Folie erst nach 35 Minuten abnehmen.
Die Form wieder locker mit Folie abdecken und weiterbacken, bis die Kartoffeln gar sind.
Das Figatellu in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und den Gratin bis zum vollständigen Durchgaren backen.
Den Gratin abgedeckt weiterbacken und anschließend erneut prüfen.
Eine zugänglichere Variante mit grober frischer Schweinsbratwurst statt Figatellu.
Brocciu wird durch Ricotta ersetzt, wodurch die Kruste milder und weniger würzig ausfällt.
Kartoffelgratins können nach dem Einfrieren und Auftauen an Struktur verlieren.
Häufig gefragt
Als Ersatz eignet sich eine grobe frische Schweinsbratwurst. Der Gratin wird dadurch milder und verliert die markante Lebernote.
Ja. Ricotta ist eine brauchbare Alternative, schmeckt jedoch etwas milder und weniger würzig.
Nein. Die Kartoffeln werden nicht abgespült, damit ihre Stärke später zur Bindung der Sahne-Milch-Mischung beiträgt.
Vorgesehen ist eine etwa 30 × 22 cm große Auflaufform mit ungefähr 2 l Fassungsvermögen.
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