Trockenen Cidre verwenden
Trockener Cidre passt zur cremigen Sauce und hält die Süße der Äpfel im Gleichgewicht. Als Alternative eignet sich trockener naturtrüber Apfelwein; die Sauce wird damit meist etwas weniger fruchtig.
Normandie · Schmorgericht
Dieses normannische Kaninchenschmorgericht verbindet trocken-herben CidreCidre ist ein durch Gärung von Apfelmost erzeugtes Getränk, das je nach Herstellungsweise auch Birnenmost enthalten kann., cremige Sauce, geräucherten Speck und säuerliche Äpfel. Das in Stücke geteilte Kaninchen wird in der Cocotte gebräunt, im Cidre mit Brühe sanft geschmort und mit separat gebratenen Apfelspalten serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Lapin au cidre et aux pommes ist ein eigenständiges normannisches Schmorgericht mit trockenem Cidre, Crème fraîche und CalvadosFranzösischer, geschützter Obstbrand aus der Normandie, der überwiegend aus Apfel- und teils Birnenwein destilliert wird.. Speck und Schalotten geben der Sauce Tiefe, während gebräunte Apfelspalten zum Schluss einen fruchtigen Kontrast und angenehmen Biss hinzufügen.
Zartes Kaninchen in einer cremigen, leicht säuerlich-fruchtigen Cidresauce trifft auf rauchige Specknoten, weiche Schalotten und goldbraune Apfelspalten mit noch leichtem Biss.
Schritt für Schritt
Die Kaninchenstücke mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen und 30 Minuten ruhen lassen. Anschließend mit Küchenpapier trocken tupfen und rundum dünn mit Mehl bestäuben.
Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und mit dem Zitronensaft vermengen. So verfärben sie sich während der übrigen Vorbereitung weniger.
Eine schwere Cocotte auf mittlere bis hohe Hitze stellen. Die Speckwürfel ohne zusätzliches Fett 4 bis 5 Minuten auslassen, bis sie leicht gebräunt sind. Herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Speckwürfel sind leicht gebräunt und haben etwas Fett abgegeben.
40 g Butter in die Cocotte geben. Die Kaninchenstücke portionsweise rundum 8 bis 10 Minuten goldbraun anbraten. Ebenfalls herausnehmen.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind rundum goldbraun gebräunt.
Die Schalotten im verbliebenen Bratfett 2 Minuten anschwitzen. Den Calvados dazugießen und bei mittlerer Hitze 1 bis 2 Minuten einkochen lassen. Nicht flambieren.
Daran erkennst du es: Die Schalotten sind weich, ohne stark gebräunt zu sein, und der Calvados ist leicht eingekocht.
Wichtig: Den Calvados nicht flambieren; bei mittlerer Hitze einkochen lassen.
Den Cidre angießen und die Röststoffe vom Boden lösen. Die Flüssigkeit bei kräftiger Hitze etwa 8 Minuten auf ungefähr zwei Drittel reduzieren.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeitsmenge ist ungefähr auf zwei Drittel reduziert und der Bratensatz hat sich gelöst.
Geflügelbrühe, Bouquet garni, Speck und Kaninchen hinzufügen. Die Cocotte schließen und alles bei kleiner Hitze 35 Minuten sanft schmoren lassen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich mit einer Gabel leicht einstechen und beginnt, sich zart vom Knochen zu lösen.
Die Champignons einrühren und weitere 15 Minuten zugedeckt garen, bis das Fleisch weich ist. Das Bouquet garni entfernen und die Kaninchenstücke kurz herausheben.
Daran erkennst du es: Die Champignons sind zart und das Kaninchen ist weich gegart.
Die Sauce ohne Deckel 5 Minuten einkochen lassen. Die Crème fraîche einrühren, die Kaninchenstücke wieder hineinlegen und alles 3 bis 5 Minuten erwärmen. Die Sauce abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist cremig gebunden und umhüllt den Löffel leicht.
Während der letzten Garzeit 30 g Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Die Apfelspalten darin bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten braten und vorsichtig wenden, bis sie goldbraun und weich, aber noch formstabil sind.
Daran erkennst du es: Die Apfelspalten sind goldbraun, weich, aber noch formstabil.
Das Kaninchen mit der cremigen Cidresauce anrichten und die gebratenen Apfelspalten darauf oder daneben verteilen.
Gut zu wissen
Trockener Cidre passt zur cremigen Sauce und hält die Süße der Äpfel im Gleichgewicht. Als Alternative eignet sich trockener naturtrüber Apfelwein; die Sauce wird damit meist etwas weniger fruchtig.
Calvados ist ein französischer Apfelbrand. Falls er nicht verfügbar ist, kann er durch 5 cl zusätzlichen Cidre ersetzt werden; dadurch wird das Apfelaroma milder und die Sauce weniger warm und würzig.
Säuerliche Äpfel halten dem cremigen Cidregericht aromatisch stand. Zitronensaft verzögert während der Vorbereitung die Verfärbung der geschnittenen Spalten.
Die Sauce wird meist etwas weniger fruchtig als mit trockenem Cidre.
Den trockenen naturtrüben Apfelwein in derselben Menge wie den Cidre verwenden und wie beschrieben reduzieren.
Das Apfelaroma wird milder und die Sauce etwas weniger warm und würzig.
Den Calvados durch 5 cl zusätzlichen Cidre ersetzen und diesen gemeinsam mit dem übrigen Cidre reduzieren.
Die Kaninchenstücke portionsweise mit ausreichend Abstand anbraten.
Die bereits gebräunten Stücke herausnehmen, die Cocotte wieder erhitzen und die übrigen Stücke separat bräunen.
Die Cidre-Reduktion bei ungefähr zwei Dritteln beenden und erst am Schluss abschmecken.
Mit etwas Geflügelbrühe oder Cidre verdünnen und kurz sanft erwärmen.
Säuerliche, formstabile Äpfel verwenden und sie vorsichtig nur so lange braten, bis sie weich, aber stabil sind.
Zerfallene Apfelstücke als fruchtige Einlage in der Sauce verwenden und die verbleibenden Spalten nur kurz fertig braten.
Eine mildere Variante, bei der der Apfelbrand vollständig durch zusätzlichen trockenen Cidre ersetzt wird.
Das Kaninchen mit Sauce kann bis zu 24 Stunden im Voraus zubereitet und gekühlt aufbewahrt werden. Die Apfelspalten möglichst erst kurz vor dem Servieren braten.
Das abgekühlte Kaninchen mit Sauce innerhalb von 2 Stunden in einen dicht schließenden Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren. Die Apfelspalten getrennt lagern, wenn ihre Struktur erhalten bleiben soll.
Vor dem Servieren vollständig und gleichmäßig durcherwärmen.
Die cremige Sauce und die gebratenen Apfelspalten können nach dem Einfrieren an Struktur verlieren.
Häufig gefragt
Am besten passt trockener Cidre brut. Trockener naturtrüber Apfelwein ist eine mögliche Alternative, macht die Sauce aber meist etwas weniger fruchtig.
Ja. Er kann durch 5 cl zusätzlichen trockenen Cidre ersetzt werden. Das Apfelaroma wird dadurch milder und die Sauce etwas weniger warm und würzig.
Säuerliche, formstabile Äpfel eignen sich am besten. Sie sollten beim Braten weich werden, aber nicht zerfallen.
Die Sauce zunächst reduzieren, die Crème fraîche einrühren und anschließend nur noch sanft erwärmen. Starkes Kochen nach dem Einrühren vermeiden.
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