Beim Metzger vorbestellen
Schweineschwarte und Kalbsknochen sind nicht überall vorrätig. Eine Vorbestellung beim Metzger oder die Nachfrage an einer gut sortierten Fleischtheke kann sinnvoll sein.
Pariser Rinderschmorgericht
Ein klassisches französisches Rinderschmorgericht mit Rind am Stück, Möhren, Zwiebeln, Weißwein, Brühe und Kräutern. Das Fleisch schmort langsam in der Cocotte, bis es zart ist und sich in Scheiben schneiden lässt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bœuf à la mode verbindet ein kräftig angebratenes Stück Rind mit einer aromatischen Weißweinsauce, Möhren und kleinen Zwiebeln. Nach kurzer Vorbereitung übernimmt der Ofen die langsame, gleichmäßige Gararbeit.
Das Fleisch wird weich und saftig, aber schnittfest. Die Sauce ist kräftig, würzig und leicht konzentriert, mit süßlichen Möhren und zarten kleinen Zwiebeln.
Schritt für Schritt
Die Schweineschwarte im kleinen Topf mit Wasser bedecken, 5 Minuten sanft kochen, abgießen und kalt abspülen. Die Möhren schälen und in etwa 4 cm lange Stücke schneiden. Den Staudensellerie in dicke Scheiben schneiden.
Wichtig: Beim Abgießen des heißen Wassers vorsichtig arbeiten.
Den Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Rind mit Küchenpapier trocken tupfen und rundum mit 1 TL Salz würzen.
Das Öl in der Cocotte erhitzen. Das Fleisch darin bei kräftiger Hitze rundum 8 bis 10 Minuten anbraten, bis es deutlich gebräunt ist. Herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundum deutlich gebräunt.
Wichtig: Beim Einlegen und Herausnehmen des Fleisches auf heißes Öl achten.
Zwiebelwürfel, Knoblauch und Sellerie in die Cocotte geben und 5 Minuten anschwitzen. Mit Cognac ablöschen und 1 Minute einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht weich, aber noch nicht stark gebräunt.
Wichtig: Cognac vorsichtig angießen und nicht direkt aus der Flasche in die heiße Cocotte geben.
Weißwein und Rinderbrühe angießen. Kalbsknochen, Schweineschwarte, Lorbeer, Thymian, Gewürznelken, Pfefferkörner und das restliche Salz hinzufügen. Das Fleisch wieder in die Cocotte legen. Die Flüssigkeit sollte etwa bis zur halben Höhe des Stücks reichen.
Die Hälfte der Möhren rund um das Fleisch verteilen. Die Cocotte schließen und im Ofen 2 Stunden schmoren. Das Fleisch nach 1 Stunde vorsichtig wenden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch bleibt stabil, lässt sich aber vorsichtig wenden.
Wichtig: Die Cocotte und der Deckel sind sehr heiß; hitzebeständige Handschuhe verwenden.
Die restlichen Möhren und die kleinen Zwiebeln hinzufügen. Wieder zudecken und weitere 1½ bis 2 Stunden schmoren, bis das Fleisch beim Einstechen weich nachgibt. Bei Bedarf etwas Wasser nachgießen, damit der Bratensatz nicht trocken fällt.
Daran erkennst du es: Das Fleisch gibt beim Einstechen weich nach.
Wichtig: Nur vorsichtig heißes Wasser nachgießen, falls der Bratensatz trocken zu werden droht.
Das Fleisch aus der Cocotte heben, locker abdecken und 15 Minuten ruhen lassen. Knochen, Schwarte, Kräuter und Gewürznelken aus der Sauce entfernen. Die Sauce bei Bedarf 10 bis 15 Minuten offen einkochen lassen und abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce hat die gewünschte Konzentration und schmeckt ausgewogen.
Das Fleisch quer zur Faser in Scheiben schneiden. Mit Möhren, kleinen Zwiebeln und reichlich Schmorsauce servieren.
Daran erkennst du es: Die Scheiben lassen sich sauber schneiden und bleiben saftig.
Gut zu wissen
Schweineschwarte und Kalbsknochen sind nicht überall vorrätig. Eine Vorbestellung beim Metzger oder die Nachfrage an einer gut sortierten Fleischtheke kann sinnvoll sein.
Kleine Zwiebeln können durch geschälte Perlzwiebeln ersetzt werden. Beide werden erst in der zweiten Schmorphase zugegeben, damit sie möglichst formstabil bleiben.
Rinderschulter oder Rinderbug am Stück eignet sich wegen seines Bindegewebes für die lange, langsame Schmorzeit.
Die Sauce wird etwas leichter und weniger gelatineartig.
Die Schweineschwarte weglassen und das Rezept ansonsten unverändert zubereiten.
Die Sauce erhält etwas weniger Körper.
Den Kalbsknochen weglassen und die Flüssigkeitsmenge sowie die Schmorzeit zunächst unverändert lassen.
Das Fleisch gründlich trocken tupfen und rundum bei kräftiger Hitze anbraten.
Den Bratensatz beim Ablöschen sorgfältig vom Boden lösen und die Sauce am Ende etwas einkochen lassen.
Nur die Hälfte der Möhren in der ersten Schmorphase verwenden; restliche Möhren und kleine Zwiebeln erst später ergänzen.
Zerfallenes Gemüse in der Sauce belassen und die übrigen Stücke vorsichtig aus der Sauce nehmen.
Während der zweiten Schmorphase prüfen und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.
Anhaftungen vorsichtig mit etwas Wasser lösen und die Sauce anschließend wieder abschmecken.
Das Fleisch locker abdecken und 15 Minuten ruhen lassen.
Die austretenden Säfte in die Schmorsauce geben und die Scheiben darin servieren.
Die beiden Zutaten entfallen; dadurch wird die Sauce weniger gelatineartig und insgesamt leichter.
Das Schmorgericht kann bis zu 24 Stunden im Voraus vollständig zubereitet werden. Nach dem Abkühlen abgedeckt kühlen und zum Servieren langsam erwärmen.
Das Gericht innerhalb von 2 Stunden abkühlen lassen und anschließend gekühlt aufbewahren. Fleisch möglichst mit etwas Sauce lagern, damit es saftig bleibt.
Vor dem Kühlen nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das Einfrieren wurde für dieses Rezept nicht festgelegt.
Häufig gefragt
Rinderschulter oder Rinderbug am Stück eignen sich für die lange Schmorzeit und lassen sich nach dem Garen in Scheiben schneiden.
Ja. Beide Zutaten können entfallen; die Sauce wird dann etwas leichter und weniger gelatineartig.
Die Sauce nach dem Herausnehmen des Fleisches 10 bis 15 Minuten offen einkochen lassen, bis sie stärker konzentriert ist.
Ja. Geschälte Perlzwiebeln sind eine passende Alternative zu kleinen Zwiebeln und werden in der zweiten Schmorphase hinzugefügt.
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