Pâté de canard d’Amiens

Pâté en croûte aus dem Amiénois

Ein herzhaftes Pâté en croûte aus dem Amiénois mit Entenfleisch, Schweinefleisch, Entenleber, Apfel, Champignons, PistazienGeschützte französische Weinbrand-Spezialität aus einem festgelegten Gebiet, die durch doppelte Destillation und Holzreifung entsteht. und Cognac. Die kräftige Farce wird von zarten Entenbruststreifen durchzogen, in einer buttrigen Teighülle gebacken, mit Gelee gefüllt und gut gekühlt in Scheiben serviert.

Zum Rezept
Pâté de canard d’Amiens aus dem Amiénois
Vorbereitung 90 Minuten
Kochen / Backen 95 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 19 Std. 45 Min.
Gesamtzeit ca. 22 Std. 50 Min.
Menge 10–12 Scheiben
Gerichtsform und Gerichtsart Herzhafte Pasteten und Tartes
Prägende Zutatenfamilie Eier, Fleisch, Nüsse und Samen, Obst, Pilze, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Kombination aus grob gehackter Farce und eingelegten Entenbruststreifen sorgt für einen abwechslungsreichen Anschnitt.
  • Apfel und Champignons bringen Frische und Saftigkeit, ohne die kräftige Entennote zu überdecken.
  • Die Teighülle schützt die Füllung beim Backen und bildet den festen Rahmen für das spätere Gelee.
  • Das lange Durchkühlen stabilisiert Farce, Gelee und Kruste, sodass sich der Pâté sauber in Scheiben schneiden lässt.

Pâté de canard d’Amiens verbindet eine knusprige, buttrige Teighülle mit einer saftigen Farce aus Ente und Schwein. Apfel, Champignons, Pistazien und Cognac geben der Füllung Tiefe, während Entenbruststreifen für eine deutlich erkennbare Struktur sorgen. Nach dem Backen wird der Pâté mit Gelee gefüllt und vollständig durchgekühlt serviert.

Außen knusprig und buttrig, innen kompakt, saftig und würzig. Die Farce schmeckt kräftig nach Ente und Schwein, mit cremiger Tiefe von der Leber, fruchtigen Apfelnoten, erdigen Champignons, nussigen Pistazien und einem warmen Cognacaroma.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig herstellen und kühlen

    Mehl und Salz mischen. Die kalte Butter mit den Fingern oder dem Knethaken einarbeiten, bis eine krümelige Masse entsteht. Wasser und Ei zugeben und alles nur so lange verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Den Teig in zwei Portionen teilen, etwa zwei Drittel und ein Drittel, flach drücken, abdecken und 12 Stunden kalt stellen.

    12 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und ohne trockene Stellen.

    • Die Butter sollte kalt bleiben, damit der Teig mürbe wird.
    • Die beiden Teigportionen getrennt flach drücken, damit sie später gleichmäßig ausrollbar sind.
  2. Apfel-Pilz-Mischung braten

    Butter in einer Pfanne erhitzen. Schalotte, Champignons und Apfel darin 8–10 Minuten braten, bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist. Die Mischung vollständig abkühlen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist weitgehend verdampft und die Mischung wirkt nicht mehr wässrig.

    • Die Mischung vor dem Vermengen vollständig abkühlen lassen, damit die Farce nicht warm wird.
  3. Fleisch vorbereiten

    450 g Entenfleisch, Schweineschulter, Schweinebauch und Entenleber durch die grobe Scheibe des Fleischwolfs drehen. Alternativ die Zutaten mit einem scharfen Messer sehr fein hacken. Die 250 g Entenbrust in etwa 1–2 cm breite Streifen schneiden.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Farcezutaten sind grob gewolft oder fein gehackt, die Entenbrust liegt in gleichmäßigen Streifen vor.

    • Die Entenbruststreifen nicht mit der Farce vermengen; sie werden später als Einlage verwendet.

    Wichtig: Rohes Geflügel und rohe Innereien getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Arbeitsflächen danach gründlich reinigen.

  4. Farce mischen und kühlen

    Die gehackte Fleischmasse mit der abgekühlten Apfel-Pilz-Mischung, Semmelbröseln, Eiern, Cognac, Pistazien, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Thymian gründlich vermengen. Die Farce 30 Minuten kalt stellen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermengt und gut gekühlt.

    • Die Farce gründlich vermengen, damit Ei und Gewürze gleichmäßig verteilt sind.
    • Während die Farce kühlt, können Form und Arbeitsplatz vorbereitet werden.

    Wichtig: Die Farce bis zur weiteren Verarbeitung gekühlt halten.

  5. Form mit Teig auskleiden

    Die Kastenform mit Backpapier auslegen. Den größeren Teiganteil auf wenig Mehl zu einem Rechteck von etwa 3–4 mm Dicke ausrollen, die Form damit auskleiden und den Teig an den Rändern etwas überstehen lassen. Den kleineren Teiganteil zum Deckel ausrollen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Form ist gleichmäßig ausgekleidet und der Teig steht an den Rändern etwas über.

    • Den Teig nicht zu dünn ausrollen, damit die Hülle die feuchte Füllung sicher hält.
    • Überstehende Teigränder erleichtern das Verschließen mit dem Deckel.
  6. Pâté füllen und verschließen

    Etwa die Hälfte der Farce in die Form geben und fest andrücken. Die Entenbruststreifen mittig einlegen und mit der restlichen Farce bedecken. Den Rand mit etwas Eigelb-Wasser bestreichen, den Teigdeckel auflegen und die Ränder gut zusammendrücken. Eine etwa 1 cm große Öffnung als Kamin in die Mitte schneiden. Den Deckel mit dem übrigen Eigelb-Wasser bestreichen. Den gefüllten Pâté 30 Minuten kalt stellen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Deckel ist dicht verschlossen, der Kamin ist geöffnet und die Oberfläche bestrichen.

    • Die Farce an den Rändern und unter der Entenbrust gut andrücken, damit möglichst wenige Hohlräume entstehen.
    • Den Kamin offen lassen, damit Dampf entweichen kann.

    Wichtig: Bis zum Backen gekühlt halten.

  7. Pâté backen

    Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Pâté 15 Minuten backen, dann die Temperatur auf 160 °C reduzieren und weitere 65–80 Minuten backen. Wird die Kruste zu dunkel, locker mit Alufolie abdecken. Der Kern der Füllung soll mindestens 72 °C erreichen.

    95 Minuten 220 °C

    Daran erkennst du es: Die Kruste ist goldbraun und der Kern der Füllung erreicht mindestens 72 °C.

    • Die Kerntemperatur an einer Stelle messen, an der sich die Füllung befindet, nicht nur in der Teighülle.
    • Die Backzeit hängt von der tatsächlichen Formhöhe und Ofenleistung ab.

    Wichtig: Den Pâté vollständig durchgaren und die Kerntemperatur im Zentrum prüfen.

  8. Abkühlen und Gelee vorbereiten

    Den Pâté 30–45 Minuten abkühlen lassen. Für das Gelee 50 ml Fond mit der GelatineTierisches Geliermittel aus aufbereitetem Kollagen. verrühren und 5 Minuten quellen lassen. Den übrigen Fond erwärmen, den gequollenen Fond einrühren und die Gelatine vollständig auflösen, ohne die Flüssigkeit aufzukochen.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Gelatine ist vollständig gelöst und der Pâté nicht mehr heiß dampfend.

    • Die Gelatinemischung nicht aufkochen.
    • Während der Pâté abkühlt, kann das Gelee vorbereitet werden.

    Wichtig: Den Pâté nach dem Abkühlen zeitnah weiterverarbeiten oder gekühlt halten.

  9. Gelee einfüllen und durchkühlen

    Das flüssige Gelee vorsichtig durch den Teigkamin einfüllen. Einige Minuten warten und erneut nachgießen, bis die Hohlräume gefüllt sind. Den Pâté mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank vollständig durchkühlen lassen.

    6 Stunden

    Daran erkennst du es: Das Gelee ist fest und der Pâté lässt sich aus der Form heben, ohne seine Form zu verlieren.

    • Das Gelee in mehreren kleinen Gaben einfüllen, damit es in die Hohlräume läuft.
    • Für besonders saubere Scheiben den Pâté über Nacht kühlen.

    Wichtig: Die Gelier- und Kühlphase im Kühlschrank durchführen.

  10. Schneiden und servieren

    Den Pâté aus der Form heben und mit einem scharfen Messer kalt in Scheiben schneiden.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Scheiben bleiben stabil und zeigen die Farce sowie die Entenbrusteinlage deutlich.

    • Das Messer zwischen den Schnitten abwischen, damit die Schnittflächen sauber bleiben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Teigruhe einhalten: Die zwölfstündige Kühlzeit macht den Teig formbarer und unterstützt eine mürbe, stabile Kruste.
  • Farce kalt verarbeiten: Die Farce nach dem Mischen kühlen und bis zum Füllen kalt halten. So bleibt die Struktur besser erhalten und die Füllung lässt sich sauber in die Form bringen.
  • Kamin offen lassen: Die Öffnung im Deckel dient dazu, Dampf entweichen zu lassen und später das Gelee einzufüllen.
  • Erst vollständig durchkühlen: Der Pâté sollte vor dem Schneiden mindestens sechs Stunden, besser über Nacht, gekühlt werden. Erst dann sind Farce und Gelee ausreichend fest.

Zutatenwissen

Entenleber besorgen

Entenleber ist häufig beim Geflügelmetzger, an gut sortierten Wochenmarktständen oder auf Vorbestellung beim Metzger erhältlich.

Aromatische Akzente

Pistazien geben der Farce nussige Bisspunkte, während Cognac ihre kräftige Geflügel- und Lebernote abrundet.

Klarer Fond

Ein klarer Enten- oder Geflügelfond bildet die geschmackliche Grundlage des Gelees und ergänzt die Füllung, ohne sie zu überdecken.

Sinnvolle Alternativen

Hühnerleber

Die Farce schmeckt etwas milder und weniger ausgeprägt nach Ente.

Die Entenleber im gleichen Gewicht durch Hühnerleber ersetzen und diese wie im Rezept beschrieben mit dem übrigen Fleisch wolfen oder fein hacken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Farce wird weich und schwer formbar.

Die Mischung vollständig abkühlen lassen und die fertige Farce vor dem Füllen 30 Minuten kühlen.

Die Farce nochmals gut kühlen, bevor sie in die Form gegeben wird.

Gelee oder Fleischsaft tritt aus der Teighülle aus.

Den Rand mit Eigelb-Wasser bestreichen, den Deckel sorgfältig andrücken und nur eine etwa 1 cm große Öffnung schneiden.

Kleine sichtbare Risse vor dem Backen mit einem Stück Teig verschließen.

Die Oberfläche wird dunkel, bevor die Füllung gar ist.

Nach den ersten 15 Minuten die Temperatur reduzieren und bei Bedarf locker mit Aluminiumfolie abdecken.

Die Kruste locker abdecken und den Pâté weiterbacken, bis die Füllung die vorgesehene Kerntemperatur erreicht.

Die Scheiben halten beim Schneiden nicht zusammen.

Mindestens sechs Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank kühlen.

Die Form wieder zusammensetzen und den Pâté länger kühlen; sehr weiche Stücke gekühlt servieren.

Varianten

Mit Hühnerleber

Eine mildere Variante mit Hühnerleber anstelle der Entenleber.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch als Vorspeise: Die kalten Pâté-Scheiben als Vorspeise mit etwas schlichtem Salat servieren. Ein zurückhaltend gewürzter Salat ergänzt die kräftige Farce, ohne die Kruste und das Gelee zu überdecken.
  • Gut gekühlt aufschneiden: Den Pâté direkt aus dem Kühlschrank in dünne bis mitteldicke Scheiben schneiden und auf einer Platte anrichten.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Der Pâté kann am Vortag gebacken, mit Gelee gefüllt und über Nacht vollständig durchgekühlt werden. Vor dem Servieren kalt aus der Form heben und aufschneiden.

Einfrieren

Beim Einfrieren und Auftauen können Kruste, Gelee und Schnittfestigkeit an Qualität verlieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Mehl und Semmelbrösel sind im Rezept enthalten.
  • Milch: enthält · Butter ist in Teig und Farce enthalten.
  • Eier: enthält · Eier werden für Teig, Farce und Bestreichen verwendet.
  • Schalenfrüchte: enthält · Pistazien sind Schalenfrüchte.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Entenleber ersetzen?

Ja. Im Rezept können 100 g Entenleber durch 100 g Hühnerleber ersetzt werden. Die Farce schmeckt dadurch etwas milder.

Warum braucht der Pâté eine Öffnung im Deckel?

Der Kamin lässt beim Backen Dampf entweichen und wird nach dem Abkühlen zum Einfüllen des flüssigen Gelees verwendet.

Wann lässt sich der Pâté schneiden?

Er sollte mindestens sechs Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank durchkühlen. Danach lässt er sich kalt sauber in Scheiben schneiden.

Aus unserer Küche

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