Pissaladière

Herzhafter Hefeteigfladen

Dünner Hefeteigfladen mit langsam geschmorten Zwiebeln, Sardellen und kleinen schwarzen Oliven.

Zum Rezept
Pissaladière mit Zwiebeln, Sardellen und Oliven
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 105 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 70 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 45 Min.
Menge Stücke
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Fisch, Gemüse, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Schmoren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das langsame Schmoren macht die Zwiebeln weich und süßlich, ohne sie stark zu bräunen.
  • Sardellen geben dem Zwiebelbelag Würze und Tiefe, ohne dass zusätzliches Salz meist nötig ist.
  • Der dünne Hefeteig bleibt ein knuspriger, tragender Boden für den saftigen Belag.
  • Schwarze Oliven ergänzen die weichen Zwiebeln mit salzigen und fruchtigen Akzenten.

Die Pissaladière ist ein dünner, herzhaft belegter Hefeteigfladen aus Nizza. Für diese Version werden Zwiebeln mit Knoblauch, Thymian, Lorbeer und einigen Sardellen langsam weich geschmort, bevor der Belag auf dem gegangenen Teig verteilt und im Ofen goldbraun gebacken wird.

Die Pissaladière duftet nach geschmorten Zwiebeln, Thymian und Oliven. Der Rand wird goldbraun und leicht knusprig, während der Belag weich, süßlich, würzig und saftig bleibt. Sardellen und Oliven setzen salzige, intensive Akzente.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Hefeteig ansetzen und kneten

    Mehl, Trockenhefe und Salz in der Rührschüssel mischen. Lauwarmes Wasser und Olivenöl dazugießen und alles zu einem weichen Teig verkneten. Den Teig 8 bis 10 Minuten weiterkneten, bis er glatt und elastisch ist.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.

    • Der Teig darf weich sein, sollte sich aber zu einer zusammenhängenden Kugel formen lassen.
  2. Teig gehen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel legen und abdecken. An einem warmen, zugfreien Ort 60 bis 75 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

    75 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Teigvolumen hat sich deutlich vergrößert.

    • Während der Teig ruht, können die Zwiebeln vorbereitet und der Belag gegart werden.
  3. Zwiebeln und Knoblauch vorbereiten

    Während der Teig ruht, die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Die Knoblauchzehen leicht andrücken.

    10 Minuten
    • Feine, möglichst gleichmäßige Zwiebelstreifen garen gleichmäßiger.
  4. Zwiebelbelag langsam schmoren

    Das Olivenöl in einem breiten Topf oder einer großen Pfanne erwärmen. Zwiebeln, Knoblauch, Thymian und Lorbeerblätter hineingeben. Vier Sardellenfilets hinzufügen und bei sehr kleiner Hitze 75 bis 90 Minuten weich schmoren. Regelmäßig umrühren. Die Zwiebeln sollen weich und süßlich werden, aber nur wenig Farbe annehmen. Mit Pfeffer würzen; zusätzliches Salz ist meist nicht nötig.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind sehr weich und süßlich, aber nur wenig gebräunt.

    • Bei sehr kleiner Hitze garen und regelmäßig umrühren, damit die Zwiebeln nicht ansetzen.
    • Die vier Sardellenfilets lösen sich beim Schmoren weitgehend im Belag auf.
  5. Ofen vorheizen und Teig ausrollen

    Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den gegangenen Teig darauf zu einem Rechteck von etwa 30 × 40 cm drücken oder ausrollen. Einen kleinen Rand stehen lassen.

    10 Minuten 220 °C

    Daran erkennst du es: Der Teig liegt als dünnes Rechteck mit kleinem Rand auf dem Blech.

    • Den Teig nicht zu dünn ziehen, damit er den saftigen Belag trägt.

    Wichtig: Beim Vorheizen und beim Umgang mit dem heißen Backofen vorsichtig arbeiten.

  6. Zwiebelmasse verteilen

    Lorbeerblätter und Thymianzweige aus den Zwiebeln entfernen. Die Zwiebelmasse kurz abkühlen lassen und gleichmäßig auf dem Teig verteilen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig mit einer nicht zu heißen Zwiebelmasse bedeckt.

    • Die Zwiebelmasse kurz abkühlen lassen, damit der Teig nicht unnötig weich wird.
  7. Sardellen und Oliven auflegen

    Die übrigen Sardellenfilets längs auf den Zwiebeln anordnen. Die schwarzen Oliven dazwischen verteilen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Sardellen und Oliven sind gleichmäßig über den Zwiebeln verteilt.

    • Die Sardellen können in Streifen oder längs als dekoratives Muster aufgelegt werden.
  8. Pissaladière backen

    Die Pissaladière im unteren Drittel des Ofens 20 bis 25 Minuten backen, bis der Rand goldbraun und der Boden durchgebacken ist.

    25 Minuten 220 °C

    Daran erkennst du es: Der Rand ist goldbraun und der Boden durchgebacken.

    • Während des Backens kann der Belag leicht weitergaren; entscheidend sind der goldbraune Rand und der durchgebackene Boden.

    Wichtig: Das Backblech und die Pissaladière sind beim Herausnehmen sehr heiß.

  9. Ruhen lassen und servieren

    Den Fladen 5 Minuten ruhen lassen, in rechteckige Stücke schneiden und warm oder zimmerwarm servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Stücke lassen sich sauber schneiden und der Belag bleibt auf dem Teig.

    • Die kurze Ruhezeit erleichtert das Schneiden und stabilisiert den Belag.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Geduld beim Zwiebelbelag: Die Zwiebeln sollen bei sehr kleiner Hitze weich und süßlich werden, aber nur wenig Farbe annehmen. Regelmäßiges Umrühren verhindert, dass sie am Topfboden ansetzen.
  • Warm oder zimmerwarm: Die Pissaladière kann nach der kurzen Ruhezeit warm oder vollständig auf Zimmertemperatur abgekühlt serviert werden.

Zutatenwissen

Oliven aus Nizza

Kleine schwarze Oliven aus der Region Nizza passen besonders gut. Sie sind am ehesten in französischen Feinkostläden, auf gut sortierten Wochenmärkten oder im mediterranen Lebensmittelhandel zu finden.

Alternative Oliven

Falls keine kleinen schwarzen Oliven aus Nizza erhältlich sind, eignen sich kleine schwarze Oliven oder Kalamata-Oliven. Kalamata-Oliven schmecken meist kräftiger und fruchtiger.

Sardellen aufteilen

Vier Sardellenfilets werden im Zwiebelbelag mitgeschmort, die übrigen vier werden vor dem Backen sichtbar auf den Zwiebeln angeordnet.

Sinnvolle Alternativen

Kleine schwarze Oliven oder Kalamata-Oliven

Kleine schwarze Oliven bleiben geschmacklich näher an der Ausgangsversion; Kalamata-Oliven schmecken meist kräftiger und fruchtiger.

Die Oliven in gleicher Menge verwenden und zwischen den Sardellen auf dem Zwiebelbelag verteilen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Zwiebeln werden stark braun oder bitter.

Die Zwiebeln bei sehr kleiner Hitze 75 bis 90 Minuten schmoren und regelmäßig umrühren.

Falls nur einzelne Stellen zu stark gebräunt sind, diese entfernen und den übrigen weichen Teil weiterverwenden.

Der Boden bleibt weich oder durchweicht.

Den Teig dünn ausrollen, die Zwiebelmasse kurz abkühlen lassen und bis zu einem goldbraunen Rand sowie durchgebackenen Boden backen.

Die Pissaladière einige Minuten länger backen und dabei den Boden kontrollieren.

Der Teig wird trocken und hart.

Einen kleinen Rand stehen lassen und die Backzeit am goldbraunen Rand und am durchgebackenen Boden ausrichten.

Die Stücke warm mit dem weichen Zwiebelbelag servieren; eine nachträgliche Korrektur der Teigkonsistenz ist nur begrenzt möglich.

Servieren und kombinieren

  • Warm servieren: Die Pissaladière nach der fünfminütigen Ruhezeit in rechteckige Stücke schneiden und noch warm servieren.
  • Zimmerwarm servieren: Den Fladen vollständig abkühlen lassen und zimmerwarm in rechteckigen Stücken reichen.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten aus Weizen: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 550.
  • Fisch: enthält · Das Rezept enthält Sardellenfilets.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist eine Pissaladière?

Eine Pissaladière ist ein dünner, herzhaft belegter Hefeteigfladen mit langsam geschmorten Zwiebeln, Sardellen und schwarzen Oliven.

Wird die Pissaladière warm oder zimmerwarm serviert?

Beides ist möglich. Nach einer kurzen Ruhezeit kann sie warm serviert werden; sie schmeckt auch zimmerwarm.

Welche Oliven kann ich verwenden, wenn ich keine Oliven aus Nizza finde?

Geeignet sind kleine schwarze Oliven oder Kalamata-Oliven. Kalamata-Oliven schmecken meist kräftiger und fruchtiger.

Wann sind die Zwiebeln fertig geschmort?

Sie sollen sehr weich und süßlich sein, aber nur wenig Farbe angenommen haben.

Aus unserer Küche

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