Hähnchenoberkeulen
Haut und Knochen tragen zum Geschmack und zur Saftigkeit des Schmorgerichts bei. Die Hautseite sollte beim Schmoren möglichst oberhalb der Sauce bleiben.
Provence, Schmorgericht
Ein unkompliziertes provenzalisches Schmorgericht mit gebräunten Hähnchenoberkeulen, Tomaten, Weißwein, schwarzen Oliven, Knoblauch und mediterranen Kräutern.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Poulet à la provençale verbindet knusprig angebratene Hähnchenoberkeulen mit einer aromatischen Tomaten-Oliven-Sauce. Zwiebel, Paprika, Knoblauch, Thymian, Rosmarin und Basilikum geben dem Gericht seine würzige, mediterrane Ausprägung.
Saftiges, zart geschmortes Hähnchen mit würziger Tomatensauce, salzigen schwarzen Oliven und mediterranen Kräutern. Die Sauce ist fruchtig, aromatisch und leicht herb; die gebräunte Haut sorgt für zusätzliche Röstaromen.
Schritt für Schritt
Zwiebel und Knoblauch schälen. Die Zwiebel fein würfeln, den Knoblauch hacken und die Paprikaschote entkernen und in Streifen schneiden. Die Hähnchenoberkeulen mit Küchenpapier trocken tupfen und rundum mit Salz und Pfeffer würzen.
Wichtig: Rohes Geflügel und Schneidebrett nach der Vorbereitung gründlich reinigen.
Das Olivenöl in einer großen schweren Cocotte erhitzen. Die Hähnchenstücke zuerst mit der Hautseite nach unten 5–6 Minuten kräftig anbraten, wenden und weitere 3 Minuten bräunen. Herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Hautseite ist kräftig gebräunt; das Hähnchen muss zu diesem Zeitpunkt noch nicht durchgegart sein.
Zwiebel und Paprika in der Cocotte bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten anbraten. Den Knoblauch hinzufügen und 30 Sekunden mitbraten. Das Tomatenmark einrühren und 1 Minute rösten.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich, die Paprika leicht gegart und das Tomatenmark aromatisch angeröstet.
Mit dem Weißwein ablöschen und 2–3 Minuten einkochen lassen. Die gehackten Tomaten, Thymian, Rosmarin und das Lorbeerblatt einrühren.
Daran erkennst du es: Der scharfe Alkoholgeruch ist deutlich reduziert und die Sauce beginnt wieder leicht zu köcheln.
Die Hähnchenstücke mit der Hautseite nach oben zurück in die Cocotte legen. Die Sauce soll die Stücke höchstens bis zur Hälfte umgeben. Zugedeckt bei niedriger Hitze 35 Minuten sanft schmoren lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce bewegt sich nur leicht, und das Hähnchen beginnt am Knochen zart zu werden.
Die Oliven einrühren und das Gericht weitere 10 Minuten offen schmoren lassen. Das Hähnchen ist gar, wenn es am Knochen nicht mehr rosa ist; mit einem Thermometer sollte die dickste Stelle mindestens 75 °C erreichen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist am Knochen nicht mehr rosa und erreicht an der dicksten Stelle mindestens 75 °C.
Wichtig: Geflügel vollständig durchgaren und die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen.
Thymian, Rosmarinzweig und Lorbeerblatt entfernen. Basilikum grob zupfen und unter die Sauce heben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und das Poulet à la provençale heiß mit seiner Tomaten-Oliven-Sauce servieren.
Gut zu wissen
Haut und Knochen tragen zum Geschmack und zur Saftigkeit des Schmorgerichts bei. Die Hautseite sollte beim Schmoren möglichst oberhalb der Sauce bleiben.
Entsteinte schwarze Oliven geben der Sauce salzige Würze und eine leicht herbe Note. Da sie bereits salzig sein können, das Gericht erst am Ende endgültig salzen.
Thymian, Rosmarin und Lorbeer werden mitgeschmort und anschließend entfernt. Basilikum bleibt frisch und wird erst zum Schluss unter die Sauce gehoben.
Mit alkoholfreiem Weißwein bleibt die Weinnote ähnlicher; zusätzliche Flüssigkeit ergibt eine weniger komplexe Sauce.
Den Ersatz in derselben Menge zum Ablöschen verwenden und ebenfalls kurz einkochen lassen.
Das Fleisch gart meist schneller und die Sauce erhält etwas weniger Tiefe durch Knochen und Haut.
Die Stücke wie angegeben anbraten und die Garzeit ab dem Schmoren früher kontrollieren.
Die Sauce kann je nach Saftgehalt frischer und etwas dünner werden.
Tomaten häuten, grob hacken und wie die Dosentomaten in die Sauce geben.
Die Stücke gründlich trocken tupfen und das Öl vor dem Einlegen erhitzen.
Die Hautseite vor dem Schmoren vorsichtig noch einmal in der heißen Cocotte nachbräunen, sofern genügend Platz vorhanden ist.
Beim zugedeckten Schmoren nur eine sanfte Bewegung der Sauce zulassen.
Etwas Wasser oder ungesalzene Brühe ergänzen und bei niedriger Hitze weitergaren, bis das Fleisch zart ist.
Erst nach dem Zugeben der Oliven endgültig abschmecken.
Mit zusätzlicher ungesalzener Tomate oder etwas Wasser strecken und kurz einkochen lassen.
Eine gemüsereichere Ausführung mit stärkerem Paprikaaroma und mehr Süße in der Sauce.
Eine kräftigere Version mit deutlich stärkerer salziger und herber Olivennote.
Die Sauce wird ohne alkoholischen Wein angesetzt und bleibt tomatig-würzig.
Das Gericht kann bis zu 24 Stunden im Voraus vollständig zubereitet und anschließend rasch abgekühlt sowie gekühlt aufbewahrt werden. Basilikum möglichst erst beim Aufwärmen oder unmittelbar vor dem Servieren zugeben.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, in einen dicht schließenden Behälter füllen und im Kühlschrank aufbewahren.
Nicht mehrfach erwärmen; nur die benötigte Menge entnehmen und vollständig durcherhitzen.
Das vollständig abgekühlte Gericht portionsweise mit Sauce in gefriergeeignete, dicht schließende Behälter füllen und einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam in einem Topf oder abgedeckt erhitzen.
Die Sauce lässt sich gut einfrieren; die Haut verliert jedoch an Knusprigkeit und die Kräuterfrische nimmt ab.
Häufig gefragt
Ja. Den trockenen Weißwein durch alkoholfreien Weißwein oder zusätzliche ungesalzene Flüssigkeit ersetzen und wie angegeben einkochen lassen.
Die Hähnchenoberkeulen vor dem Anbraten gründlich trocken tupfen, zuerst mit der Hautseite nach unten kräftig anbraten und beim Schmoren mit der Hautseite nach oben einlegen.
Die Oliven werden erst in den letzten 10 Minuten eingerührt. So behalten sie mehr Biss und die Sauce wird nicht unnötig salzig.
Das Fleisch darf am Knochen nicht mehr rosa sein. Zusätzlich sollte die dickste Stelle des Hähnchens mindestens 75 °C erreichen.
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