Awara-Paste
Die Paste aus der Frucht der Awara-Palme prägt Farbe, Sämigkeit und den leicht herben Geschmack. Sie ist besonders in guyanischen, karibischen oder westafrikanischen Spezialitätengeschäften sowie teils tiefgekühlt zu finden.
Bouillon aus Französisch-Guayana
Reichhaltige guyanische Marmite mit sämiger Awara-Pastenbasis, gesalzenem und geräuchertem Fleisch, Fisch, Gemüse, Krabben und Garnelen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bouillon d’awara ist ein festliches Suppengericht aus Französisch-Guayana. Seine charakteristische, sämige Grundlage entsteht durch das lange Reduzieren von Awara-PasteAus der Awara-Frucht gewonnene Paste der guyanischen Küche, vor allem für Awara-Bouillon.; anschließend werden Fleisch, Gemüse, Fisch und Krustentiere schrittweise eingelegt und sanft gegart.
Sämig und kräftig, mit rauchig-salzigen Fleischaromen, zartem Fisch und Krustentieren sowie einer leicht herben, fruchtigen Awara-Note.
Schritt für Schritt
Schweineschwanz, gesalzenes Rindfleisch und Kabeljau am Vortag getrennt in reichlich kaltem Wasser einlegen. Das Wasser mehrmals wechseln und die Zutaten über Nacht kühl stehen lassen.
Wichtig: Die eingeweichten Zutaten kühl lagern und nicht bei Raumtemperatur stehen lassen.
Am nächsten Tag den Kohl grob schneiden. Lange Gurke und Auberginen in große Stücke teilen. Die Stachelgurken unter fließendem Wasser abreiben und vierteln. Bohnen putzen und in etwa 4 cm lange Stücke schneiden. Spinat waschen und abtropfen lassen. Hähnchen und Räucherfisch in mundgerechte Stücke teilen. Krabbenzangen und Garnelen küchenfertig vorbereiten.
Die Awara-Paste mit 1,5 l heißem Wasser in der schweren Marmite glatt verrühren. Bei Bedarf später etwas vom restlichen Wasser ergänzen. Die Mischung bei sehr kleiner Hitze 45 Minuten sanft köcheln lassen und regelmäßig vom Topfboden lösen.
Daran erkennst du es: Die Paste ist glatt, sämig und setzt nicht am Topfboden an.
Schweineschwanz und gesalzenes Rindfleisch abgießen, abspülen und in die Marmite geben. Alles weitere 90 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Den geräucherten Schweinebauch noch zurückhalten. Steigt viel dunkles Öl an die Oberfläche, schöpfe einen Teil vorsichtig ab.
Daran erkennst du es: Das Fleisch beginnt weich zu werden und die Basis bleibt sämig.
Kohl, lange Gurke, StachelgurkeStachelgurke, auch concombre piquant genannt, ist fest und leicht herb. und Auberginen einrühren. 60 Minuten sanft garen und gelegentlich umrühren, damit die sämige Awara-Basis nicht ansetzt.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber noch deutlich als Stücke erkennbar.
Bohnen, Spinat und geräucherten Schweinebauch hinzufügen. Weitere 35 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich, aber noch erkennbar ist.
Daran erkennst du es: Die Bohnen sind weich genug zum Essen, der Spinat ist zusammengefallen und der Schweinebauch ist heiß.
Gesalzenen Kabeljau, geräuchertes Hähnchen und Räucherfisch einlegen. Thymian und Petersilie grob zupfen und dazugeben. Den Bouillon 20 Minuten leise weitergaren.
Daran erkennst du es: Fisch und Hähnchen sind vollständig heiß, ohne dass der Fisch stark zerfällt.
Krabbenzangen, Garnelen und die ganzen Chilischoten vorsichtig unterheben. Noch 15 Minuten garen, bis die Garnelen fest und undurchsichtig sind. Mit schwarzem Pfeffer abschmecken und nur falls nötig sparsam salzen.
Daran erkennst du es: Die Garnelen sind fest und undurchsichtig; die Krabbenzangen sind vollständig heiß.
Wichtig: Krustentiere vollständig durchgaren und nur heiß servieren.
Die Marmite vom Herd nehmen und den Bouillon 30 Minuten ruhen lassen. Vor dem Servieren die Thymianzweige entfernen und das Gericht heiß in tiefen Tellern anrichten.
Daran erkennst du es: Die Basis ist etwas gesetzt, bleibt aber löffelbar und heiß.
Gut zu wissen
Die Paste aus der Frucht der Awara-Palme prägt Farbe, Sämigkeit und den leicht herben Geschmack. Sie ist besonders in guyanischen, karibischen oder westafrikanischen Spezialitätengeschäften sowie teils tiefgekühlt zu finden.
Stachelgurke, auch concombre piquant genannt, ist fest und leicht herb. Eine feste Salatgurke kann sie ersetzen, bleibt geschmacklich jedoch milder.
Die gesalzenen Zutaten getrennt einweichen, das Wasser mehrfach wechseln und vor dem Einlegen abspülen. So lässt sich die Salzintensität besser kontrollieren.
Die Bouillon wird milder und weniger markant, bleibt aber strukturell passend.
Eine feste Salatgurke verwenden, in große Stücke teilen und wie die Stachelgurke in Schritt 5 einlegen.
Die Awara-Paste ist die geschmackliche und strukturelle Grundlage; ein Austausch verändert das Gericht grundlegend.
Für eine authentische Fassung Awara-Paste beschaffen oder die Zubereitung nicht als Bouillon d’awara ausgeben.
Die schwere Marmite bei sehr kleiner Hitze führen und regelmäßig vom Boden lösen.
Falls die obere Schicht noch sauber ist, vorsichtig in einen zweiten Topf umfüllen und angebrannte Rückstände nicht einrühren.
Gesalzene Zutaten getrennt einweichen, Wasser wechseln und erst am Ende abschmecken.
Mit etwas heißem Wasser und gegebenenfalls zusätzlicher ungesalzener Gemüsemenge verdünnen; nicht einfach viel Wasser auf einmal zugeben.
Fisch und Kräuter erst in Schritt 7, Garnelen und Krabbenzangen erst in Schritt 8 hinzufügen.
Sehr vorsichtig weiterarbeiten und die festen Stücke beim Servieren möglichst unbeschädigt aus der Marmite heben.
Mit 1,5 l Wasser starten, die restliche Menge nur bei Bedarf ergänzen und die Basis 45 Minuten sanft köcheln lassen.
Ohne Deckel bei sehr kleiner Hitze weiter reduzieren und regelmäßig rühren, damit nichts ansetzt.
Die Stachelgurke wird durch feste Salatgurke ersetzt, wenn concombre piquant nicht erhältlich ist.
Der vorhandene Ablauf wird mit stärkerem Anteil an Krabbenzangen und Garnelen interpretiert, ohne die schrittweise Garfolge zu ändern.
Häufig gefragt
Awara-Paste wird aus der Frucht der Awara-Palme hergestellt und bildet die sämige, leicht herbe Grundlage des Bouillon d’awara.
Eine feste Salatgurke ist eine mögliche Alternative. Sie schmeckt milder und weniger markant als Stachelgurke beziehungsweise concombre piquant.
Schweineschwanz, gesalzenes Rindfleisch, Kabeljau und mehrere Räucherzutaten bringen bereits Salz mit. Deshalb erst nach dem vollständigen Garen abschmecken.
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