Saucisse de Toulouse
Die grobe frische Schweinewurst ist für die Toulouseer Ausprägung charakteristisch. Eine milde grobe Bratwurst ohne starke Kräuter- oder Rauchnote ist die passendste Ersatzlösung.
Mehrteiliger Bohnentopf
Sämiger Cassoulet toulousain mit weißen Bohnen, Entenconfit, Saucisse de ToulouseSaucisse de Toulouse ist eine französische Frischwurst mit grobem Hackfleisch, die meist aus Schweinefleisch hergestellt und gegart wird. und Schweinefleisch, langsam im Ofen gegart und mit goldener Kruste serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Der Cassoulet toulousain ist ein herzhafter Bohnentopf aus Toulouse in Occitanie. Getrocknete weiße Bohnen garen zunächst sanft mit Schweinefleisch, Schwarte, Gemüse und Kräutern. Anschließend werden sie mit Toulouse-Wurst und Entenconfit geschichtet und im Ofen langsam gratiniert, bis sich eine aromatische goldbraune Kruste bildet.
Innen weich und sämig, mit cremigem Bohnensud und saftigem Schweinefleisch; darüber liegen kräftig gewürzte Wurststücke und zartes Entenconfit mit leicht gebräunter Haut. Die Oberfläche wird goldbraun und aromatisch, während das Gericht darunter saftig bleibt.
Schritt für Schritt
Die getrockneten Bohnen verlesen, in reichlich kaltem Wasser 8–12 Stunden einweichen und anschließend abgießen. Bei vorgegarten Bohnen entfällt das Einweichen; die spätere Garzeit verkürzt sich dann meist um etwa 30 Minuten. Konservenbohnen nicht verwenden, da sie beim langen Schmoren leicht zerfallen.
Daran erkennst du es: Die Bohnen sind vollständig bedeckt und nach dem Einweichen sichtbar aufgequollen.
Die Schweineschwarte kalt abspülen, im großen Topf mit Wasser bedecken, 5 Minuten aufkochen und anschließend abgießen. Möhren schälen und grob stückeln. Eine Zwiebel vierteln, mit den Gewürznelken spicken, die übrige Zwiebel grob würfeln und vier Knoblauchzehen andrücken.
Daran erkennst du es: Die Schwarte ist kurz aufgekocht und das Blanchierwasser abgegossen.
Wichtig: Beim Abgießen des heißen Wassers vorsichtig arbeiten.
Bohnen, Schweineschwarte, Schweineschulter oder Schweinenacken, Schweinebauch, Möhren, die gespickte Zwiebel, den angedrückten Knoblauch und das Bouquet garni in den großen Topf geben. Mit 1,8 l Wasser bedecken und langsam zum Kochen bringen. Den aufsteigenden Schaum abschöpfen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit beginnt langsam zu kochen und der Schaum ist weitgehend abgeschöpft.
Die Bohnen bei leicht geöffnetem Deckel 60 Minuten sanft köcheln lassen. Dann Salz und Pfeffer einrühren und weitere 15–30 Minuten garen, bis die Bohnen fast weich, aber noch formstabil sind. Die genaue Zeit hängt von Alter und Sorte der Bohnen ab.
Daran erkennst du es: Die Bohnen sind fast weich, behalten aber beim Umrühren ihre Form.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, bei Umluft auf 160 °C. Schweineschulter, Schweinebauch und Schweineschwarte aus dem Topf nehmen. Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden und die Schwarte in Streifen. Bouquet garni, Nelkenzwiebel und grobe Knoblauchstücke entfernen; die Möhren im Sud lassen.
Daran erkennst du es: Fleisch und Schwarte sind aus dem Sud genommen und für das Schichten vorbereitet.
Wichtig: Topf und Fleisch sind heiß; zum Herausnehmen Zange oder Schaumlöffel verwenden.
Die Saucisses de Toulouse in etwa 10 cm lange Stücke schneiden. Einen großen ofenfesten Topf oder eine Cassole mit 1 EL Entenfett erhitzen und die Wurststücke rundum leicht bräunen. Herausnehmen. Die Entenkeulen im verbliebenen Fett zunächst mit der Hautseite nach unten 3–4 Minuten anrösten, bis die Haut etwas Farbe annimmt, dann herausnehmen.
Daran erkennst du es: Wurst und Entenkeulen zeigen eine leichte goldbraune Färbung, ohne vollständig durchgegart zu werden.
Wichtig: Entenfett kann spritzen, sobald die Entenkeulen mit der Hautseite nach unten in den heißen Topf gelegt werden.
Eine dünne Schicht Bohnen mit etwas Sud in den Topf geben. Darauf Schweinefleisch, Schwarte, Wurst und die Hälfte der Möhren verteilen. Mit den restlichen Bohnen bedecken und die Entenkeulen mit der Hautseite nach oben auflegen. Etwa 600–800 ml vom Kochsud angießen; die Bohnen sollen knapp mit Flüssigkeit bedeckt sein. Den übrigen Sud aufbewahren.
Daran erkennst du es: Die Bohnen sind knapp mit Sud bedeckt und die Entenkeulen liegen mit der Hautseite nach oben auf.
Den Cassoulet 60 Minuten offen im vorgeheizten Ofen garen. Nach etwa 35 Minuten die Oberfläche vorsichtig an zwei oder drei Stellen öffnen und bei Bedarf etwas vom restlichen Sud angießen. So bleiben die Bohnen saftig, während sich die typische Kruste bildet.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist sichtbar eingedickt und beginnt, eine Kruste zu bilden; die Bohnen bleiben saftig.
Wichtig: Den heißen Topf nur mit geeigneten Ofenhandschuhen bewegen.
Die Ofentemperatur auf 220 °C Ober-/Unterhitze erhöhen, bei Umluft auf 200 °C, und den Cassoulet weitere 15–20 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Vor dem Servieren 15 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und der Sud blubbert nur noch leicht an den Rändern.
Wichtig: Die Cassole bleibt auch nach dem Herausnehmen sehr heiß.
Gut zu wissen
Die grobe frische Schweinewurst ist für die Toulouseer Ausprägung charakteristisch. Eine milde grobe Bratwurst ohne starke Kräuter- oder Rauchnote ist die passendste Ersatzlösung.
Das Entenconfit ist bereits vorgegart. Es wird im Rezept nur angeröstet und anschließend im Cassoulet erwärmt und aromatisch mitgegart.
Lingots oder Tarbais ergeben eine cremige Bindung. Gewöhnliche getrocknete weiße Bohnen funktionieren ebenfalls, können aber eine festere Schale und eine weniger cremige Textur ergeben.
Der Cassoulet schmeckt etwas würziger und weniger typisch nach Toulouse.
Die Bratwurst wie die Saucisses de Toulouse in etwa 10 cm lange Stücke schneiden und rundum leicht anrösten.
Das Gericht wird kräftiger und entspricht einer anderen regionalen Ausprägung.
Gänsekeulen und Gänsefett nach denselben Schritten anrösten und einschichten.
Die Bohnen können eine etwas festere Schale und eine weniger cremige Bindung ergeben.
Die Bohnen ebenfalls 8–12 Stunden einweichen und ihre Garzeit nach der tatsächlichen Weichheit ausrichten.
Die Bohnen nur bis fast weich garen und während des Kochens sanft köcheln lassen.
Vorsichtig weitergaren, zusätzlichen Sud nur an den Rand geben und die Oberfläche nicht mehr stark durchrühren.
600–800 ml Sud angießen und den restlichen Sud zum Nachgießen aufbewahren.
Etwas heißen restlichen Sud an mehreren Stellen vorsichtig einarbeiten und den Cassoulet kurz weitergaren.
Den Cassoulet offen garen und die letzten 15–20 Minuten bei 220 °C Ober-/Unterhitze backen.
Die Temperatur am Ende erhöhen und den Topf wenige Minuten länger offen backen, ohne die Bohnen auszutrocknen.
Die Bohnen vollständig 8–12 Stunden einweichen und die Garzeit nach ihrer tatsächlichen Konsistenz beurteilen.
Mit zusätzlichem Wasser weiter sanft garen, bis die Bohnen fast weich sind, bevor geschichtet wird.
Eine dunklere, stärker ausgeprägte Oberfläche mit konzentrierterem Geschmack.
Eine weichere, stärker mit Sud verbundene Variante.
Eine kräftigere Variante mit Gänsekeulen statt Entenconfit.
Die Bohnen können am Vorabend eingeweicht werden. Den fertigen Cassoulet möglichst am selben Tag backen und servieren; vor dem Backen sollten die Zutaten nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen.
Den Cassoulet vollständig ausdampfen lassen, innerhalb von etwa 2 Stunden kühlen und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Den vollständig abgekühlten Cassoulet portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren. Für die beste Kruste möglichst ohne erneutes Einfrieren der Oberfläche lagern.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend im Ofen vollständig durcherhitzen.
Die Bohnen können nach dem Einfrieren etwas weicher werden; die frische Kruste ist nach dem Auftauen weniger ausgeprägt.
Häufig gefragt
Bei vorgegarten Bohnen entfällt das Einweichen; die spätere Garzeit verkürzt sich meist um etwa 30 Minuten. Konservenbohnen sind für dieses lange Schmoren nicht vorgesehen, da sie leicht zerfallen.
Lingots oder Tarbais sind besonders geeignet. Gewöhnliche getrocknete weiße Bohnen funktionieren ebenfalls, können aber eine festere Schale und eine weniger cremige Bindung ergeben.
Eine milde grobe Bratwurst ohne starke Kräuter- oder Rauchnote ist die passendste Alternative. Der Cassoulet schmeckt dann etwas würziger und weniger typisch nach Toulouse.
Gänseconfit ist eine mögliche Alternative. Es macht das Gericht kräftiger und entspricht einer anderen regionalen Ausprägung.
Den Cassoulet offen garen und die Temperatur für die letzten 15–20 Minuten auf 220 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 200 °C Umluft erhöhen. Dabei ausreichend Sud im Gericht belassen, damit die Bohnen nicht austrocknen.
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