Wildschweinfleisch
Wildschweinfleisch ist meist bei Wildmetzgereien, gut sortierten Metzgereien oder während der Wildsaison an Frischetheken erhältlich.
Wildragout · Occitanie
Kräftiges französisches Wildschwein-Schmorgericht aus dem Limouxin mit Rotwein, Rotweinessig, Kräutern, Knoblauch und Cognac oder ArmagnacCognac wirkt meist runder, Armagnac würziger..
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses Civet de sanglier verbindet küchenfertiges WildschweinfleischAromatisches, meist dunkelrotes Wildbret vom Wildschwein mit festerer Struktur als gewöhnliches Schweinefleisch. mit einer 24-stündigen Rotweinmarinade und einer langen, ruhigen Schmorzeit. Karotten, Zwiebel, Thymian, Lorbeer, Wacholder und Pfeffer geben der Sauce Tiefe; Knoblauch, Petersilie und Cognac oder Armagnac runden sie ab.
Das Fleisch wird bei sanfter Hitze weich und saftig. Die Sauce ist dunkel, würzig und leicht säuerlich, mit herben Wacholder- und Kräuternoten, runden Rotweinaromen und einer warmen Cognac- oder Armagnac-Note.
Schritt für Schritt
Karotten und Zwiebel grob schneiden. Wildschweinfleisch mit Rotwein, Rotweinessig, 100 ml Olivenöl, Karotten, Zwiebel, Thymian, Lorbeer, Wacholderbeeren und Pfefferkörnern in eine große Schüssel oder einen passenden Behälter geben. Abdecken und 24 Stunden im Kühlschrank marinieren; dabei einmal wenden.
Wichtig: Die Marinade stets im Kühlschrank aufbewahren.
Das Fleisch aus der Marinade nehmen und gründlich abtropfen lassen. Die Marinade durch ein Sieb in einen Topf gießen und auffangen. Das Marinadengemüse beiseitelegen. Die Flüssigkeit später erhitzen.
Wichtig: Rohes Fleisch und gebrauchte Marinade getrennt behandeln; die Marinade vor dem späteren Verwenden erhitzen.
Das Fleisch mit Küchenpapier gut trocken tupfen. 30 ml Olivenöl in einem großen schweren Schmortopf erhitzen und das Fleisch portionsweise rundum kräftig anbraten. Die gebräunten Stücke jeweils herausnehmen.
Daran erkennst du es: Die Fleischstücke sind rundum gebräunt.
Wichtig: Rohes Fleisch nach dem Trockentupfen nicht mit verzehrfertigen Lebensmitteln in Kontakt bringen.
Das aufgefangene Marinadengemüse in den Topf geben und etwa 5 Minuten mitschwitzen. Knoblauch und Petersilie fein hacken, hinzufügen und kurz mitrühren. Das Fleisch wieder in den Topf geben und mit dem Salz würzen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht weich und aromatisch, ohne stark zu bräunen.
Den Topf kurz vom Herd nehmen. Cognac oder Armagnac angießen, wieder auf den Herd stellen und etwa 2 Minuten einkochen lassen. Das Mehl darüberstäuben und gründlich unterrühren.
Daran erkennst du es: Die Spirituose ist teilweise eingekocht und das Mehl gleichmäßig verteilt.
Wichtig: Beim Angießen der Spirituose vorsichtig arbeiten und den Topf kurz vom Herd nehmen.
Die aufgefangene Marinade in einem zweiten Topf erhitzen und zum Fleisch gießen. Alles langsam zum Köcheln bringen. Den Schmortopf abdecken und das Civet bei sehr kleiner Hitze 2 bis 3 Stunden schmoren lassen, bis das Fleisch weich ist. Zwischendurch prüfen, ob die Sauce nur sanft köchelt, und die Fleischstücke vorsichtig wenden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich und lässt sich leicht mit einer Gabel teilen; die Sauce köchelt nur sanft.
Wichtig: Das Gericht vollständig durchgaren und bis zum Servieren heiß halten.
Thymianzweige und Lorbeerblätter entfernen. Die Sauce abschmecken und das Civet direkt aus dem Schmortopf servieren.
Daran erkennst du es: Thymian und Lorbeer sind entfernt, die Sauce ist ausgewogen abgeschmeckt.
Gut zu wissen
Wildschweinfleisch ist meist bei Wildmetzgereien, gut sortierten Metzgereien oder während der Wildsaison an Frischetheken erhältlich.
Corbières oder Fitou geben dem Gericht regionalen Charakter. Ein anderer trockener und kräftiger Rotwein funktioniert ebenfalls.
Cognac wirkt meist runder, Armagnac würziger. Beide können in derselben Menge verwendet werden.
Die Sauce bleibt kräftig, das Fleisch schmeckt jedoch feiner und ist meist magerer.
Rehfleisch in ähnlich große Stücke schneiden und nach demselben Verfahren marinieren, anbraten und schmoren. Die Garzeit nach der Zartheit des Fleisches richten.
Das Gericht bleibt kräftig, verliert aber möglicherweise etwas regionalen Charakter.
Den anderen Rotwein in derselben Menge für Marinade und Schmorflüssigkeit verwenden.
Armagnac wirkt würziger, Cognac meist runder.
Die jeweils verfügbare Spirituose in derselben Menge verwenden.
Das Fleisch portionsweise rundum kräftig anbraten.
Die bereits angebratenen Stücke herausnehmen und die restlichen Stücke in weiteren Chargen bräunen.
Flüssigkeit und Marinadengemüse getrennt bereitstellen.
Die Flüssigkeit nachträglich abseihen und das Gemüse separat in den Schmortopf geben.
Nach dem Aufkochen die Hitze sehr niedrig stellen und den Topf abdecken.
Etwas aufgefangene oder passende Flüssigkeit ergänzen und bei sehr kleiner Hitze weitergaren, bis das Fleisch weich ist.
Den Topf kurz vom Herd nehmen und Cognac oder Armagnac vorsichtig angießen.
Bei auffälliger Flammenbildung den Topf abdecken und von der Hitzequelle nehmen; nicht mit Wasser löschen.
Eine feinere Wildvariante mit Rehfleisch anstelle von Wildschwein.
Die Zubereitung mit einem anderen trockenen, kräftigen Rotwein, wenn Corbières oder Fitou nicht verfügbar sind.
Die Spirituosenkomponente wird mit Armagnac ausgeführt, der der Sauce eine würzigere Note geben kann.
Das Fleisch kann wie vorgesehen bis zu 24 Stunden vorher mariniert werden. Das fertige Civet lässt sich ebenfalls im Voraus zubereiten und vor dem Servieren langsam wieder erhitzen.
Das abgekühlte Civet innerhalb von zwei Stunden in einen abgedeckten Behälter umfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren vollständig und gleichmäßig erhitzen.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Häufig gefragt
Ideal sind ein kräftiger trockener Rotwein wie Corbières oder Fitou. Ein anderer trockener, kräftiger Rotwein funktioniert ebenfalls, bringt aber weniger regionalen Charakter in die Sauce.
Ja. Beide werden in einer Menge von 60 ml verwendet. Cognac wirkt meist etwas runder, Armagnac würziger.
Ja. Reh eignet sich als Alternative. Die Sauce bleibt kräftig, während das Fleisch feiner und meist magerer schmeckt.
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