Camembert auswählen
Camembert de Normandie ist am ehesten in gut sortierten Käsegeschäften oder an der Käsetheke erhältlich. Alternativ eignet sich ein reifer Camembert aus dem Kühlregal; er schmeckt meist etwas milder und weniger würzig.
Herzhafte Fougasse aus der Normandie
Herzhafte Fougasse aus lockerem Hefeteig mit karamellisierter Zwiebel, säuerlichem Apfel, knusprigen Lardons und würzigem Camembert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Fougasse verbindet einen lockeren Hefeteig mit süßlich geschmorter Zwiebel, säuerlichem Apfel, knusprigen Lardons und würzigem Camembert. Die schrägen Einschnitte vergrößern die knusprigen Ränder, während die Füllung die Mitte saftig und aromatisch hält. Die Variante ist geschmacklich in der Normandie verankert, ohne eine einzige Originalfassung zu behaupten.
Außen goldbraun und knusprig, innen locker und saftig; dazu cremig-würziger Camembert, süßlich-säuerliche Zwiebel-Apfel-Noten und herzhafte, leicht rauchige Lardons.
Schritt für Schritt
Die Trockenhefe im lauwarmen Wasser auflösen. Weizenmehl und Salz in die Rührschüssel geben, Wasser mit Hefe und Olivenöl hinzufügen und alles zu einem groben Teig vermengen. Den Teig 8–10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und lässt sich zu einer Kugel formen.
Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und 90 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen. Nach 45 Minuten einmal von außen zur Mitte falten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und wirkt luftig.
Während der Teig geht, die Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Apfel schälen, vierteln, entkernen und klein würfeln. Den Camembert samt Rinde in etwa 1 cm große Würfel schneiden.
10 ml Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Die Zwiebel mit dem braunen Zucker bei mittlerer Hitze 6–8 Minuten weich braten. Mit 20 ml Balsamicoessig ablöschen und kurz einkochen lassen. Die Apfelwürfel hinzufügen und 3–4 Minuten mitbraten, bis sie leicht weich, aber noch formstabil sind. Die Mischung in eine Schüssel geben.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich, der Apfel leicht weich, aber noch formstabil.
Wichtig: Beim Ablöschen vorsichtig arbeiten, da Essig in der heißen Pfanne spritzen kann.
Die Speckwürfel in derselben Pfanne ohne zusätzliches Öl 5–6 Minuten braten. Mit den restlichen 10 ml Balsamicoessig ablöschen, kurz einkochen lassen und die Speckwürfel auf Küchenpapier abtropfen lassen. Zwiebel-Apfel-Mischung und Speck vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Speckwürfel sind gebräunt und durchgegart.
Wichtig: Rohe Speckwürfel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und die Pfanne anschließend gründlich reinigen.
Den gegangenen Teig auf die leicht mit Mehl bestäubte Arbeitsfläche geben. Kümmel, Muskatnuss und Pfeffer darüberstreuen. Die abgekühlte Zwiebel-Apfel-Mischung, die Speckwürfel und den Camembert darauf verteilen und alles vorsichtig in den Teig falten, bis die Zutaten gleichmäßig eingearbeitet sind. Den Teig 10 Minuten entspannen lassen.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist verteilt, ohne dass der Teig stark zerrissen ist.
Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Backblech mit Backpapier belegen. Den Teig mit den Händen zu einem unregelmäßigen Oval von etwa 25 x 35 cm auseinanderdrücken und auf das Blech legen.
Daran erkennst du es: Der Teig liegt als flaches, unregelmäßiges Oval auf dem vorbereiteten Blech.
Wichtig: Beim Umgang mit dem aufgeheizten Backofen und dem Blech vorsichtig arbeiten.
Mit einem scharfen Messer oder einer Küchenschere mehrere schräge Einschnitte in den Teig setzen. Die Öffnungen mit den Fingern etwas auseinanderziehen, damit sie beim Backen offen bleiben. Die Fougasse abdecken und weitere 30–40 Minuten gehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Einschnitte stehen offen und der Teig wirkt vor dem Backen wieder leicht aufgegangen.
Die Fougasse auf der mittleren Schiene 25–30 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind und der Teig durchgebacken ist. Vor dem Anschneiden 5 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Ränder sind goldbraun und der Teig ist auch in der Mitte durchgebacken.
Wichtig: Das Blech und der geschmolzene Käse sind unmittelbar nach dem Backen sehr heiß.
Gut zu wissen
Camembert de Normandie ist am ehesten in gut sortierten Käsegeschäften oder an der Käsetheke erhältlich. Alternativ eignet sich ein reifer Camembert aus dem Kühlregal; er schmeckt meist etwas milder und weniger würzig.
Französische Lardons können durch durchwachsene Speckwürfel ersetzt werden. Entscheidend ist eine herzhafte, nicht zu magere Speckkomponente.
Meist etwas milder und weniger würzig als Camembert de Normandie.
Den Käse ebenfalls samt Rinde in etwa 1 cm große Würfel schneiden und wie im Rezept beschrieben einarbeiten.
Sehr ähnliches Ergebnis; je nach Produkt etwas unterschiedlich salzig und rauchig.
Ohne zusätzliches Öl braten, bis die Würfel gebräunt und durchgegart sind.
Beide Füllungskomponenten vollständig abkühlen lassen, bevor sie in den Teig kommen.
Den gefüllten Teig kurz kühl stellen, bis er wieder besser formbar ist.
Die Öffnungen nach dem Schneiden vorsichtig mit den Fingern spreizen.
Vor dem Backen vorhandene Einschnitte nochmals vorsichtig öffnen.
Den Teig auf etwa 25 x 35 cm auseinanderdrücken und die Mitte vor dem Herausnehmen prüfen.
Bei Bedarf einige Minuten weiterbacken und bei zu starker Bräunung locker abdecken.
Für eine mildere Füllung kann der Camembert ohne Rinde verwendet werden.
Häufig gefragt
Ja. Ein reifer Camembert aus dem Kühlregal eignet sich ebenfalls, schmeckt meist aber etwas milder und weniger würzig als Camembert de Normandie.
Lardons sind französische Speckwürfel. Durchwachsene Speckwürfel sind eine passende Alternative.
Sie kann warm als Hauptgericht in vier Portionen oder in acht Stücken als Beilage beziehungsweise zum Teilen serviert werden.
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