Geeignete Rindfleischstücke
Rinderpaleron oder Rinderbug eignen sich für das lange Schmoren und werden bei ausreichend langer Garzeit weich.
Rinderschmorgericht aus dem Roussillon
Kräftiges Rinderschmorgericht aus dem Roussillon mit Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark, Weißwein, Vin rancio, Rotwein, weißen Bohnen und Knoblauch-Olivenöl.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Für dieses Fréginat de Baixas wird Rind zunächst portionsweise kräftig angebraten und anschließend mit vielen Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark und drei Weinen langsam geschmort. Gegarte weiße Bohnen und ein frisches Knoblauch-Olivenöl werden zum Schluss untergehoben.
Das Gericht schmeckt tiefwürzig, fleischig und leicht weinbetont. Weiche Zwiebeln und Bohnen fügen sich in die dunkle, reduzierte Sauce, während das Knoblauch-Olivenöl am Ende einen frischen, aromatischen Kontrast setzt.
Schritt für Schritt
Das Rind trocken tupfen und mit etwas schwarzem Pfeffer würzen. Drei Knoblauchzehen für das Knoblauchöl beiseitelegen, die übrigen Zehen schälen und grob hacken. Die gegarten weißen Bohnen abtropfen lassen.
Die Fleischwürfel portionsweise in die kalte, schwere Cocotte geben und bei mittlerer bis hoher Hitze kurz erhitzen, bis etwas Fleischsaft austritt. Den Saft auffangen und das Fleisch herausnehmen. Das Olivenöl zum Anbraten in die Cocotte geben und die Fleischwürfel portionsweise rundum kräftig anbraten.
Daran erkennst du es: Die Würfel sind außen kräftig gebräunt, ohne dass sie vollständig durchgegart sein müssen.
Wichtig: Beim portionsweisen Anbraten Spritzer von heißem Öl vermeiden.
Das Fleisch aus der Cocotte nehmen. Zwiebeln und den gehackten Knoblauch in derselben Cocotte bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten weich dünsten. Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und glasig, das Tomatenmark leicht angeröstet, aber nicht verbrannt.
Mit Weißwein, Vin rancio und Rotwein ablöschen. Den aufgefangenen Fleischsaft, die Lorbeerblätter, das dosierte Salz und etwas schwarzen Pfeffer einrühren. Das angebratene Fleisch zurück in die Cocotte geben.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit löst die Röstspuren vom Topfboden und verbindet sich mit der Zwiebel-Tomaten-Basis.
Wichtig: Alkoholhaltige Flüssigkeit vorsichtig in den heißen Topf geben, da sie stark aufschäumen kann.
Alles aufkochen lassen, dann die Hitze stark reduzieren. Zugedeckt etwa 2 Stunden sanft schmoren, bis das Rind weich ist. Zwischendurch umrühren. Falls die Sauce zu stark einkocht, schluckweise Wasser ergänzen.
Daran erkennst du es: Das Rind lässt sich leicht mit einer Gabel zerteilen und die Sauce haftet sämig an den Fleischstücken.
Die drei reservierten Knoblauchzehen mit dem Olivenöl für das Knoblauchöl fein zerdrücken. Die weißen Bohnen unter das fertige Schmorgericht heben und 10 Minuten bei niedriger Hitze erwärmen. Das Knoblauchöl einrühren, ohne die Bohnen zu zerdrücken.
Daran erkennst du es: Die Bohnen sind vollständig heiß und behalten weitgehend ihre Form.
Die Lorbeerblätter entfernen. Den Fréginat de Baixas mit Salz zum Abschmecken und gegebenenfalls weiterem schwarzen Pfeffer abschmecken und heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist kräftig abgeschmeckt und das Gericht wird dampfend heiß serviert.
Gut zu wissen
Rinderpaleron oder Rinderbug eignen sich für das lange Schmoren und werden bei ausreichend langer Garzeit weich.
Die drei Weine werden gemeinsam zum Ablöschen verwendet. Ihre Kombination bildet die aromatische Flüssigkeitsbasis des Schmorgerichts.
Die Bohnen erst am Ende unterheben und nur erwärmen, damit sie ihre Form möglichst behalten.
Drei rohe Knoblauchzehen werden separat mit Olivenöl zerdrückt und erst zum Schluss eingerührt. So bleibt das Aroma frischer als bei vollständig mitgeschmortem Knoblauch.
Die nussigen und oxidativen Noten bleiben erhalten, das Ergebnis schmeckt jedoch meist trockener und weniger regionaltypisch.
Den Vin rancio im gleichen Volumen durch trockenen Amontillado-Sherry ersetzen und ihn gemeinsam mit den anderen Weinen zum Ablöschen verwenden.
Das Fleisch gründlich trocken tupfen und portionsweise in der heißen Cocotte anbraten.
Das Fleisch herausnehmen, die Flüssigkeit etwas einkochen lassen und die nächste Portion mit ausreichend Abstand anbraten.
Wasser nur schluckweise nach Bedarf zugeben und den Topf während des Schmorens geschlossen halten.
Das fertige Gericht kurz ohne Deckel weiterköcheln lassen, bis die Sauce konzentrierter ist.
Die Bohnen erst am Ende zugeben, vorsichtig unterheben und nur 10 Minuten erwärmen.
Bei stark zerfallenen Bohnen das Gericht als sämigeres Ragout servieren und nicht weiter rühren.
Bei mittlerer Hitze arbeiten und die Zutaten regelmäßig rühren.
Verbrannte Bestandteile entfernen, soweit möglich, und die Sauce mit frischer Zwiebelbasis oder zusätzlicher Flüssigkeit ausbalancieren.
Eine praktikable Variante, wenn Vin rancio nicht erhältlich ist.
Das Schmorgericht kann bis zu 24 Stunden im Voraus zubereitet und nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Bohnen können dabei bereits untergehoben werden; beim Erwärmen vorsichtig rühren.
Das Gericht nach dem Kochen zügig abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank lagern. Vor dem Servieren vollständig und gleichmäßig erhitzen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das vollständig abgekühlte Schmorgericht portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam in einem Topf erhitzen. Bei Bedarf einen kleinen Schuss Wasser ergänzen.
Die Bohnen können nach dem Einfrieren und Auftauen etwas weicher werden; die Sauce bleibt meist sehr aromatisch.
Häufig gefragt
Ja, aber sie müssen vorher eingeweicht und vollständig gegart werden. Die angegebene Gesamtzeit gilt nur für bereits gegarte und abgetropfte Bohnen.
Trockener Amontillado-Sherry ist die vorgesehene Alternative. Er bringt nussige und oxidative Noten mit, schmeckt aber meist trockener und ist weniger regionaltypisch.
Rinderpaleron oder Rinderbug in etwa 5 cm großen Würfeln eignen sich für die lange Schmorzeit und werden bei ausreichender Garzeit weich.
Ja. Das Schmorgericht kann bis zu 24 Stunden im Voraus zubereitet, abgekühlt und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zum Servieren langsam und vollständig erhitzen.
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