Salzigkeit der Oliven
Sehr salzige Oliven kurz mit kaltem Wasser abspülen und erst am Ende nachsalzen.
Schmorgericht aus der Ardèche
Rustikales französisches Kaninchenschmorgericht mit geräucherten Lardons, trockenem Weißwein, Fond sowie grünen und schwarzen Oliven. Gekochte Kartoffeln nehmen die kräftige Sauce besonders gut auf.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Lapin aux olives verbindet zart geschmortes Kaninchen mit rauchigen Lardons, aromatischem Weißwein, Kräutern und zwei Olivensorten. Das Gericht wird in der Cocotte langsam gegart und mit schlicht gekochten Kartoffeln serviert, die die würzige Sauce aufnehmen.
Das Kaninchen wird zart und saftig, während die Sauce würzig, leicht weinbetont und aromatisch nach Thymian und Lorbeer schmeckt. Die Lardons sorgen für rauchige Tiefe, die Oliven für salzige, fruchtige Akzente; die Kartoffeln wirken mild und saugen die Sauce auf.
Schritt für Schritt
Die grünen und schwarzen Oliven in einem Sieb abtropfen lassen. Sind sie sehr salzig, kurz mit kaltem Wasser abspülen. Das Kaninchen trocken tupfen und sparsam mit schwarzem Pfeffer würzen. Mit Salz zunächst zurückhaltend umgehen, weil Lardons und Oliven bereits viel Würze mitbringen.
Die Kartoffeln schälen oder gründlich abbürsten, je nach Größe halbieren oder vierteln und in einem Topf mit kaltem Salzwasser aufsetzen. Sobald das Wasser kocht, 18 bis 22 Minuten garen, bis die Kartoffeln weich sind. Abgießen und zugedeckt warm halten.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einer Gabel einstechen.
Eine große Cocotte ohne zusätzliches Fett erhitzen. Die Lardons darin auslassen, bis sie leicht gebräunt sind. Herausnehmen und beiseitestellen; das ausgelassene Fett bleibt in der Cocotte.
Daran erkennst du es: Die Lardons sind leicht gebräunt und haben Fett abgegeben.
Die Kaninchenstücke im ausgelassenen Fett portionsweise rundherum anbraten. Sie sollen eine kräftige goldbraune Farbe bekommen. Anschließend aus der Cocotte nehmen.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind rundherum kräftig goldbraun angebraten.
Die Zwiebeln in der Cocotte bei mittlerer Hitze weich braten. Den Knoblauch zufügen und kurz mitrösten, ohne ihn dunkel werden zu lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich, der Knoblauch duftet und bleibt hell.
Mit dem Weißwein ablöschen und drei Minuten offen einkochen lassen. Dabei die gebräunten Stellen vom Boden der Cocotte lösen.
Daran erkennst du es: Der Weißwein ist leicht reduziert und die gelösten Bratrückstände sind in die Flüssigkeit eingearbeitet.
Kaninchen und Lardons wieder in die Cocotte geben. Geflügelfond, Lorbeerblätter und Thymian zufügen. Die Flüssigkeit soll die Stücke etwa zur Hälfte umgeben. Alles aufkochen lassen und anschließend die Hitze reduzieren.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit köchelt, ohne stark zu sprudeln.
Das Kaninchen zugedeckt 40 bis 45 Minuten sanft schmoren lassen. Nach etwa 30 Minuten die grünen und schwarzen Oliven hinzufügen, damit sie Aroma abgeben, aber ihre Form behalten.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist zart und lässt sich leicht vom Knochen lösen; die Oliven bleiben weitgehend in Form.
Den Deckel abnehmen und die Sauce bei Bedarf fünf bis zehn Minuten einkochen lassen. Lorbeer und Thymian entfernen, die Petersilie einrühren und mit Pfeffer sowie vorsichtig mit Salz abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist aromatisch und leicht konzentriert, ohne trocken zu werden.
Das Kaninchen mit der Olivensauce und den gekochten Kartoffeln servieren.
Gut zu wissen
Sehr salzige Oliven kurz mit kaltem Wasser abspülen und erst am Ende nachsalzen.
Die Lardons werden ohne zusätzliches Fett ausgelassen. Ihr Fett dient anschließend zum Anbraten des Kaninchens.
Festkochende Kartoffeln behalten beim Kochen ihre Form und eignen sich gut, um die Sauce aufzunehmen.
Vor dem letzten Abschmecken kein oder nur sehr wenig Salz verwenden.
Mit etwas zusätzlichem ungesalzenem Fond verdünnen und die Sauce vorsichtig weiter einkochen lassen.
Die Stücke portionsweise und mit ausreichend Platz anbraten.
Die Schmorflüssigkeit beim Ablöschen gründlich vom Boden lösen; zusätzliche Bräunung ist später nur noch begrenzt möglich.
Die Oliven erst nach etwa 30 Minuten Schmorzeit zugeben und anschließend nur sanft weitergaren.
Weitere Oliven erst am Ende kurz erwärmen und die zerfallenen Stücke in der Sauce belassen.
Häufig gefragt
Das Rezept verwendet sowohl grüne als auch schwarze Oliven ohne Stein. Die Mischung sorgt für unterschiedliche salzige und fruchtige Aromen.
Lardons, Geflügelfond und Oliven bringen bereits Würze mit. Deshalb sollte die Sauce erst nach dem Einkochen vorsichtig abgeschmeckt werden.
Ja. Die Kartoffeln können geschält oder gründlich abgebürstet und mit Schale gegart werden. Je nach Größe werden sie halbiert oder geviertelt.
Die Oliven kommen nach etwa 30 Minuten Schmorzeit hinzu. So können sie Aroma abgeben und behalten besser ihre Form.
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