Festkochende Kartoffeln verwenden
Festkochende Kartoffeln behalten beim Vorgaren, Schneiden und Schmoren besser ihre Form als mehligkochende Sorten.
Provenzalisches Kartoffelgericht
Zarte, vorgekochte Kartoffelscheiben schmoren mit Zwiebeln, Knoblauch, frischen Kräutern, schwarzen Oliven und Zitrone in Olivenöl. Das rustikale provenzalische Kartoffelgericht kommt ohne schwere Sauce aus und eignet sich als eigenständiges Hauptgericht für vier Portionen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pommes de terre à la provençale verbindet vorgekochte Kartoffeln mit langsam weich gedünsteten Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie, Schnittlauch, Estragon, schwarzen Oliven und frischer Zitrone. Die Kartoffelscheiben bleiben möglichst ganz, nehmen beim zugedeckten Schmoren die Kräuteraromen auf und erhalten an den Rändern eine leichte goldene Färbung.
Die Kartoffeln sind weich und saftig, bleiben aber als Scheiben erkennbar. An den Rändern zeigen sich leichte goldene Röstnoten; dazu kommen süßlich weiche Zwiebeln, würziger Knoblauch, grüne Kräuter, salzige Oliven und ein frischer Zitronenduft.
Schritt für Schritt
Kartoffeln gründlich waschen und ungeschält in den großen Topf geben. Mit kaltem Wasser bedecken, 12 g Salz hinzufügen und zum Kochen bringen. Etwa 20 Minuten garen, bis die Kartoffeln gerade weich sind, aber nicht zerfallen.
Daran erkennst du es: Ein Messer soll gerade durch die Kartoffeln gleiten, ohne dass sie auseinanderfallen.
Während die Kartoffeln garen, Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. Knoblauch, Petersilie, Schnittlauch und Estragon fein hacken. Die Schale von einer halben Zitrone fein abreiben und den Saft der ganzen Zitrone auspressen. Oliven abtropfen lassen und halbieren.
Kartoffeln abgießen und etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Schälen und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben sollen stabil bleiben und nicht zerbröseln.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich anfassen und schneiden, ohne zu zerfallen.
Das Olivenöl in der großen, schweren Sauteuse oder tiefen Pfanne erhitzen. Zwiebeln bei mittlerer Hitze etwa 6 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und glasig, aber nur leicht gefärbt.
Kartoffelscheiben vorsichtig zu den Zwiebeln geben. Knoblauch, gehackte Kräuter, Zitronenschale, 3 g Salz und Pfeffer darüberstreuen. Alles behutsam wenden, damit die Scheiben möglichst ganz bleiben.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelscheiben sind gleichmäßig mit Öl, Zwiebeln, Kräutern und Gewürzen bedeckt.
Oliven hinzufügen, die Pfanne zudecken und die Kartoffeln bei niedriger Hitze etwa 15 Minuten schmoren lassen. Ein- bis zweimal vorsichtig wenden. Die Kartoffeln sollen die Kräuteraromen aufnehmen und an den Rändern leicht goldbraun werden.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind vollständig zart, bleiben als Scheiben erkennbar und zeigen an den Rändern leichte goldbraune Stellen.
Zitronensaft darübergeben, die Pfanne noch einmal vorsichtig schwenken und das Gericht 5 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Warm servieren.
Daran erkennst du es: Der Zitronensaft ist gleichmäßig verteilt und die Aromen haben sich miteinander verbunden.
Gut zu wissen
Festkochende Kartoffeln behalten beim Vorgaren, Schneiden und Schmoren besser ihre Form als mehligkochende Sorten.
Die halbierten Oliven geben während der zugedeckten Schmorzeit salzige Würze an die Kartoffeln ab, ohne vollständig zu zerfallen.
Die 12 g Salz gehören ausschließlich ins Kochwasser. Die getrennten 3 g werden später mit den Kräutern in der Pfanne verteilt.
Das Gericht bleibt frisch und kräutrig, schmeckt aber etwas milder und weniger estragonbetont.
Die Kräutermischung in ähnlicher Gesamtmenge verwenden und wie im Rezept hacken.
Die Kartoffelpfanne wird meist etwas kräftiger und fruchtiger, abhängig von der verwendeten Olivensorte.
Abtropfen lassen und halbieren; die Menge unverändert einsetzen.
Limette wirkt aromatischer und etwas herber; ohne frische Schale fehlt ein Teil des Zitronendufts.
Saft erst am Ende zugeben. Bei Verwendung von gekauftem Zitronensaft die Schale weglassen.
Nur bis knapp zur Garreife vorkochen und die Kartoffeln vorsichtig schwenken statt häufig umzurühren.
Die zerfallenen Stücke weiter sanft schmoren lassen und das Gericht als rustikale Kartoffelpfanne servieren.
Bei mittlerer Hitze arbeiten und die Zwiebeln nur weich und leicht glasig werden lassen.
Sehr dunkle Zwiebeln entfernen und mit frischen Zwiebeln neu beginnen, bevor die Kartoffeln zugegeben werden.
Die beiden Salzportionen wie angegeben verwenden und am Ende mit Zitronensaft sowie Salz abschmecken.
Nach dem Ruhen vorsichtig mit etwas Zitronensaft oder einer kleinen Menge Salz nachwürzen.
Eine kräftigere mediterrane Kräutervariante mit klassischerem Provence-Aroma.
Eine dezente Schärfe ergänzt die süßlichen Zwiebeln und salzigen Oliven.
Mehr Knoblauch macht das Gericht würziger und rustikaler.
Die Kartoffeln können bis zu 12 Stunden vorher vorgekocht, abgekühlt und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zwiebeln, Kräuter, Zitrone und Oliven können ebenfalls vorbereitet werden. Vor dem Schmoren die Kartoffeln rechtzeitig bereitstellen.
Reste zügig abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das Einfrieren wird nicht empfohlen, da die Kartoffelscheiben nach dem Auftauen weich und brüchig werden können.
Häufig gefragt
Festkochende Kartoffeln eignen sich am besten, weil sie beim Vorgaren und anschließenden Schmoren ihre Form behalten.
Ja, sie können frische Kräuter ersetzen, schmecken aber konzentrierter und weniger frisch. Deshalb sparsam dosieren und nach dem Schmoren abschmecken.
Eine breite, schwere Pfanne verteilt die Hitze gleichmäßiger und verhindert, dass die Kartoffelscheiben übereinander zu stark zerfallen oder ungleichmäßig schmoren.
So bleibt sein frischer Duft erhalten und die Kartoffeln nehmen die Säure auf, ohne während der gesamten Schmorzeit sauer gegart zu werden.
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