Poulet de Bresse mit Vin Jaune und Morcheln

Französisches Schmorgericht aus dem Jura

Festliches Geflügelgericht aus dem Jura: Bresse-Huhn schmort mit Vin JauneFranzösischer trockener Weißwein aus dem Jura, der über viele Jahre unter einer Hefeschicht im Fass reift., MorchelnEssbare Pilze der Gattung Morchella mit wabenartigem Hut, die frisch oder getrocknet verwendet werden. und Crème fraîche zu einer cremigen, nussig-würzigen Sauce und wird mit lockerem Langkornreis serviert.

Zum Rezept
Poulet de Bresse au vin jaune et aux morilles
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 75 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 30 Min.
Gesamtzeit ca. 3 Std. 45 Min.
Menge 4 bis 6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Geflügel, Milchprodukte, Pilze, Reis
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Schmoren
Verzehrkontext Abendmahlzeit, Mittagsmahlzeit
Anlasskontext Feierlicher Anlass
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Anbraten verleiht den Hühnerstücken kräftige Röstaromen, bevor sie sanft in Fond und Vin Jaune schmoren.
  • Vin Jaune bringt eine nussige, konzentrierte Würze ein, die sich harmonisch mit dem erdigen Aroma der Morcheln verbindet.
  • Crème fraîche rundet die Sauce ab und bindet sie cremig, während der lockere Reis die intensive Sauce ausgewogen aufnimmt.

Poulet de BressePoulet de Bresse bezeichnet ein französisches AOP-Geflügel aus der klar abgegrenzten Region Bresse. au vin jaune et aux morilles verbindet zartes Bresse-Geflügel mit typischen Produkten des Jura in Bourgogne-Franche-Comté. Die Hühnerstücke werden angebraten, mit Vin Jaune und Geflügelfond geschmort und anschließend mit Morcheln und Crème fraîche zu einer cremigen Sauce vollendet. Lockerer Reis macht das festliche Gericht zu einem vollständigen Teller für besondere Anlässe.

Zartes, saftiges Geflügel trifft auf eine cremige Sauce mit nussig-würzigen Weinnoten und dem erdigen, tiefen Aroma der Morcheln. Der Reis bleibt locker und mild und bildet einen ruhigen Kontrast zur konzentrierten Sauce.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Morcheln vorbereiten

    Getrocknete Morcheln 2 bis 3 Stunden in 300 ml warmem Wasser einweichen. Danach vorsichtig herausheben, mehrfach unter kaltem Wasser spülen und gut abtropfen lassen. Frische Morcheln gründlich säubern und große Exemplare halbieren. Verwende entweder die getrockneten oder die frischen Morcheln.

    2 Std. 30 Min.
    • Morcheln vorsichtig aus dem Einweichwasser heben, damit Sand und Rückstände am Schüsselboden bleiben.
    • Frische Morcheln nicht einweichen, sondern gründlich säubern.
  2. Poulet anbraten

    Die Hühnerstücke trocken tupfen und rundum mit 8 g Salz und dem schwarzen Pfeffer würzen. Die Butter in der großen schweren Cocotte erhitzen und die Stücke portionsweise rundum goldbraun anbraten. Das dauert etwa 8 bis 10 Minuten. Das Fleisch herausnehmen.

    9 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Haut beziehungsweise Oberfläche ist rundum goldbraun, das Fleisch innen aber noch nicht vollständig gegart.

    • Die Cocotte nicht überfüllen, damit die Hühnerstücke bräunen statt zu dünsten.
    • Bei Bedarf in mehreren Portionen arbeiten.

    Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Arbeitsflächen danach gründlich reinigen.

  3. Aromen anschwitzen und ablöschen

    Schalotte und Knoblauch im Bratfett 2 Minuten glasig dünsten. Thymian und Lorbeerblatt zugeben. Die Hühnerstücke wieder in die Cocotte legen, den Vin Jaune angießen und 3 Minuten offen einkochen lassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schalotte ist glasig und der Wein ist leicht reduziert.

    • Beim Ablöschen den Bratensatz vom Boden der Cocotte lösen.
    • Die Hühnerstücke wieder möglichst flach in den Topf legen.
  4. Poulet schmoren

    Den Geflügelfond zugießen. Die Cocotte abdecken und das Poulet bei niedriger Hitze 45 Minuten sanft schmoren lassen.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist deutlich zarter und lässt sich leicht mit einer Gabel prüfen.

    • Die Hitze so wählen, dass die Flüssigkeit nur sanft simmert.
    • Den Deckel während dieser Phase möglichst geschlossen halten.

    Wichtig: Das Geflügel muss vollständig durchgegart werden, bevor es serviert wird.

  5. Morchelsauce vollenden

    Crème fraîche und die vorbereiteten Morcheln einrühren. Alles weitere 20 bis 25 Minuten offen bei niedriger Hitze garen, bis das Fleisch zart und die Sauce cremig ist. Die Sauce nur sanft simmern lassen und nicht sprudelnd kochen.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist zart und die Sauce haftet cremig am Löffel.

    • Die Crème fraîche langsam einrühren.
    • Bei zu starkem Kochen kann die cremige Sauce ihre glatte Struktur verlieren.

    Wichtig: Das Geflügel vollständig durchgaren und die Sauce während des Fertiggarens heiß halten.

  6. Reis garen

    Während der letzten 20 Minuten den Reis gründlich spülen. Mit 450 ml Wasser und 5 g Salz aufkochen, dann zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 12 Minuten garen. Den Topf vom Herd nehmen und den Reis weitere 10 Minuten zugedeckt quellen lassen. Diese Arbeiten können parallel zur Morchelsauce erfolgen.

    22 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Körner sind locker gegart und das Wasser vollständig aufgenommen.

    • Den Deckel während des Garens und Quellens nicht anheben.
    • Den Reis nach dem Quellen mit einer Gabel lockern.
  7. Anrichten und servieren

    Thymianzweig und Lorbeerblatt aus der Sauce entfernen. Das Poulet mit der cremigen Morchelsauce abschmecken und mit dem lockeren Reis servieren.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist cremig, das Poulet zart und der Reis locker.

    • Die Sauce unmittelbar vor dem Servieren abschmecken.
    • Den Reis als lockere Beilage neben oder unter dem Poulet anrichten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Getrocknete oder frische Morcheln: Verwende entweder 40 g getrocknete oder 300 g frische Morcheln. Getrocknete Morcheln 2 bis 3 Stunden in 300 ml warmem Wasser einweichen, vorsichtig herausheben und mehrfach unter kaltem Wasser spülen. Frische Morcheln gründlich säubern und große Exemplare halbieren; sie benötigen keine Einweichzeit.
  • Sauce nur sanft erhitzen: Crème fraîche und Morcheln bei niedriger Hitze einarbeiten. Die Sauce soll sanft simmern, aber nicht sprudelnd kochen, damit sie cremig bleibt.
  • Reis parallel garen: Der Reis wird während der letzten 20 Minuten der Saucenphase zubereitet. Dadurch bleibt die Gesamtzeit trotz des Quellens überschaubar.

Zutatenwissen

Poulet de Bresse

Poulet de Bresse ist eine besondere Geflügelspezialität und am ehesten bei spezialisierten Metzgereien, französischen Feinkosthändlern oder auf Vorbestellung erhältlich. Als klar gekennzeichnete Alternative eignet sich ein gutes Freilandhuhn; die Sauce bleibt gleich, das Fleisch kann etwas weniger saftig sein.

Vin Jaune

Vin Jaune ist ein gelber Jurawein. Erhältlich ist er meist in gut sortierten Weinhandlungen, französischen Weinfachgeschäften oder bei spezialisierten Onlinehändlern. Trockener Savagnin oder eine trockene Chardonnay-Savagnin-Cuvée sind mögliche Alternativen, schmecken jedoch meist weniger nussig und konzentriert.

Morcheln

Getrocknete Morcheln sind häufig in Feinkostgeschäften, gut sortierten Supermärkten oder beim Pilzhändler erhältlich. Frische Morcheln können im gleichen Gericht verwendet werden; sie brauchen keine Einweichzeit und wirken meist etwas aromatischer und fleischiger.

Sinnvolle Alternativen

gutes Freilandhuhn

Die Sauce bleibt gleich; das Fleisch kann etwas weniger saftig und aromatisch sein.

Das Freilandhuhn wie im Rezept beschrieben portionieren, trocken tupfen und anbraten.

trockener Savagnin oder trockene Chardonnay-Savagnin-Cuvée

Die Sauce bleibt trocken und aromatisch, wirkt aber meist weniger nussig und konzentriert.

Den Ersatzwein an derselben Stelle wie Vin Jaune angießen und offen einkochen lassen.

alternative Morchelform

Getrocknete Morcheln bringen ein konzentrierteres Aroma und benötigen Einweichzeit; frische Morcheln wirken meist etwas fleischiger.

Bei Verwendung frischer Morcheln die Einweichphase auslassen und die Pilze gründlich säubern. Bei getrockneten Morcheln die Einweich- und Spülphase durchführen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Hühnerstücke bräunen nicht, sondern geben viel Flüssigkeit ab.

Die Stücke trocken tupfen und portionsweise in der heißen Butter rundum goldbraun anbraten.

Die Stücke herausnehmen, die Flüssigkeit etwas verdampfen lassen und die nächste Portion erst wieder bei ausreichender Hitze anbraten.

Die Sauce wirkt unruhig oder trennt sich.

Nach dem Einrühren nur bei niedriger Hitze sanft simmern lassen.

Die Hitze sofort reduzieren und die Sauce vorsichtig glatt rühren; bei Bedarf mit einem kleinen Schuss Fond wieder geschmeidig machen.

Die Sauce enthält Sand oder feine Rückstände.

Getrocknete Morcheln vorsichtig aus dem Einweichwasser heben und mehrfach unter kaltem Wasser spülen; frische Morcheln sorgfältig säubern.

Die Sauce durch ein feines Sieb passieren und die Morcheln nochmals reinigen, bevor sie zurück in die Sauce kommen.

Varianten

Mit Freilandhuhn

Eine zugängliche Variante mit gutem Freilandhuhn anstelle von Poulet de Bresse.

Mit trockenem Savagnin

Eine nahe Wein-Alternative, wenn Vin Jaune nicht verfügbar ist.

Mit frischen Morcheln

Die Variante mit frischen Morcheln verkürzt die Gesamtzeit, weil die Einweichphase entfällt.

Servieren und kombinieren

  • Mit lockerem Langkornreis: Den Reis locker auf dem Teller anrichten und das Poulet mit reichlich cremiger Morchelsauce daneben oder darauf servieren.
  • Sauce großzügig servieren: Die cremige Vin-Jaune-Morchelsauce ist der aromatische Mittelpunkt des Tellers. Den Reis so portionieren, dass er die Sauce aufnehmen kann, ohne das Poulet zu überdecken.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Gericht kann bis zu 24 Stunden im Voraus zubereitet und nach dem vollständigen Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zum Servieren langsam und schonend erwärmen, damit die cremige Sauce nicht sprudelnd kocht. Den Reis möglichst frisch zubereiten.

Aufbewahren

Poulet, Sauce und Reis getrennt oder gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Das Gericht nach dem Servieren zeitnah abkühlen lassen und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.

Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und nur portionsweise wieder erwärmen.

Einfrieren

Die cremige Sauce und der gegarte Reis können beim Einfrieren und Auftauen an Qualität und Struktur verlieren.

Aufwärmen

  • Sanft im Topf: Poulet und Sauce in einem Topf bei niedriger Hitze langsam erwärmen und gelegentlich vorsichtig umrühren. Die Sauce nicht sprudelnd kochen lassen. Reis separat mit einem kleinen Schuss Wasser zugedeckt erwärmen.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Butter und Crème fraîche sind ausdrücklich als Zutaten angegeben.

Lebensmittelsicherheit

  • Geflügel vollständig garen: Das Poulet vollständig durchgaren; vor dem Servieren darf das Fleisch nicht mehr roh oder glasig sein.
  • Hygiene bei rohem Geflügel: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände, Messer, Schneidebrett sowie Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich frische statt getrockneter Morcheln verwenden?

Ja. Verwende 300 g frische Morcheln anstelle von 40 g getrockneten Morcheln. Frische Morcheln werden gründlich gesäubert und benötigen keine Einweichzeit.

Welcher Wein eignet sich als Ersatz für Vin Jaune?

Ein trockener Savagnin oder eine trockene Chardonnay-Savagnin-Cuvée sind mögliche Alternativen. Die Sauce schmeckt dann meist etwas weniger nussig und konzentriert.

Was kann ich statt Poulet de Bresse verwenden?

Ein gutes Freilandhuhn ist eine geeignete Alternative. Die Sauce bleibt gleich, das Fleisch kann jedoch etwas weniger saftig sein.

Wann soll der Reis gekocht werden?

Der Reis wird während der letzten 20 Minuten der Saucenphase zubereitet. So kann er garen und anschließend quellen, während das Poulet fertig wird.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

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