Kalbsfuß vorbestellen
Kalbsfuß gibt dem Schmorsud natürliche Gelatine und eine leicht gelierende Bindung. Beim Metzger oder an einer gut sortierten Fleischtheke am besten vorbestellen.
Normannisches Rinderschmorgericht
Kräftiges normannisches Rinderschmorgericht aus Rinderschulter, Rinderhesse, Cidre, Möhren, Kalbsfuß und Schweineschwarte. Das Fleisch wird lange mariniert, kräftig angebraten und anschließend im Ofen langsam weich geschmort.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bœuf mode à la normande verbindet zart geschmortes Rindfleisch mit trockenem Cidre und süßlich-herzhaften Möhren. Die lange Marinade gibt dem Schmorsud Tiefe, während Kalbsfuß und Schweineschwarte für Körper und eine natürliche Bindung sorgen. Serviert wird das Gericht mit den mitgeschmorten Möhren und dem konzentrierten Sud.
Das Fleisch wird weich und saftig, der Sud kräftig, würzig und leicht gelierend. Cidre bringt eine trockene, fruchtige Säure ein, während die Möhren eine milde Süße und die Röstaromen des angebratenen Fleisches abrunden.
Schritt für Schritt
Das Rindfleisch trocken tupfen. 500 g Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Die Marinade-Zwiebel vierteln, mit den Gewürznelken spicken und mit den Möhren, dem grob zerdrückten Knoblauch, dem Bouquet garni und den Pfefferkörnern in eine große Schüssel geben. Das Fleisch dazulegen, mit dem Cidre übergießen, abdecken und mindestens 12, höchstens 24 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Rohes Fleisch ausschließlich im Kühlschrank marinieren.
Am nächsten Tag das Fleisch aus der Marinade nehmen und gründlich trocken tupfen. Die Marinade durch ein Sieb gießen und auffangen. Die Möhren aus der Marinade beiseitestellen. Die zweite Zwiebel und die übrigen 500 g Möhren schälen; die Zwiebel fein schneiden und die Möhren in Scheiben schneiden.
Den Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Butter in einem großen ofenfesten Schmortopf erhitzen. Das Fleisch portionsweise rundum kräftig anbraten, damit es gut bräunt, und anschließend herausnehmen.
Daran erkennst du es: Die Fleischstücke sind rundum kräftig gebräunt.
Wichtig: Beim Anbraten kann heißes Fett spritzen; das Fleisch daher vorsichtig in den Topf geben.
Die fein geschnittene Zwiebel und die Möhren im Bratfett etwa 5 Minuten anschwitzen. Das angebratene Fleisch wieder in den Topf geben. Die aufgefangene Marinade angießen und den Topfinhalt knapp zum Kochen bringen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist leicht glasig und das Gemüse duftet aromatisch.
Kalbsfuß und Schweineschwarte hinzufügen. Die Möhren aus der Marinade ebenfalls in den Topf geben und mit dem Salz würzen. Falls das Fleisch nicht fast bedeckt ist, etwas Wasser ergänzen. Den Topf dicht verschließen und im vorgeheizten Ofen 2 Stunden 30 Minuten schmoren. Nach etwa 90 Minuten einmal vorsichtig wenden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen und ist weich.
Wichtig: Den schweren heißen Topf vorsichtig aus dem Ofen nehmen und beim Öffnen auf heißen Dampf achten.
Den Topf aus dem Ofen nehmen und das Fleisch 15 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Kalbsfuß, Schweineschwarte und Bouquet garni entfernen. Falls der Schmorsud noch sehr dünn ist, ihn auf dem Herd 5 bis 10 Minuten offen einkochen lassen. Das Fleisch mit den Schmorkarotten und dem kräftigen Sud servieren.
Daran erkennst du es: Der Sud ist kräftig und leicht gebunden, das Fleisch bleibt saftig.
Gut zu wissen
Kalbsfuß gibt dem Schmorsud natürliche Gelatine und eine leicht gelierende Bindung. Beim Metzger oder an einer gut sortierten Fleischtheke am besten vorbestellen.
Schweineschwarte bereichert den Sud mit Körper, ohne das Gericht stark zu würzen. Sie ist häufig beim Metzger erhältlich und kann auf Nachfrage frisch zugeschnitten werden.
Ein trockener Cidre hält die Sauce aromatisch und verhindert, dass die fruchtige Note zu süß wirkt.
Der Sud bleibt kräftig, kann aber etwas weniger klar gelieren und erhält mehr Schweinearoma.
Die zusätzliche Schweineschwarte gemeinsam mit der vorhandenen Schweineschwarte in den Schmortopf geben und nach dem Schmoren entfernen.
Das Gericht bleibt fruchtig und säuerlich; die Aromatik kann je nach Apfelwein etwas herber oder kräftiger ausfallen.
Den trockenen Apfelwein in derselben Menge wie den Cidre für die Marinade und den Schmorsud verwenden.
Das Gericht wird milchfrei; die Röstaromen bleiben erhalten, der Bratensatz schmeckt etwas neutraler.
Das Öl zum Anbraten verwenden. Die Temperatur so wählen, dass das Fett nicht raucht.
Das Fleisch portionsweise und gründlich trocken getupft in den heißen Topf geben.
Den Schmorsud am Ende offen etwas einkochen und abschmecken; fehlende Röstaromen lassen sich nur teilweise ausgleichen.
Nur so viel Wasser zugeben, dass das Fleisch knapp bedeckt ist, und den Topf dicht verschließen.
Das Fleisch warm halten und den Sud anschließend offen 5 bis 10 Minuten einkochen.
Das Fleisch in 3 bis 4 cm große Stücke schneiden und den Topf dicht verschließen.
Weitere 20 bis 30 Minuten zugedeckt schmoren und anschließend erneut prüfen.
Die Marinade vollständig durch ein Sieb gießen und erst danach aufkochen.
Die Möhrenmenge wird erhöht, sodass die geschmorten Möhren stärker als Beilage hervortreten.
Das Gericht wird ohne Schweineschwarte geschmort; der Sud bleibt etwas leichter und weniger gelierend.
Butter wird durch neutrales Pflanzenöl ersetzt, ohne die übrige Zubereitung zu verändern.
Das Gericht kann bis zu 24 Stunden im Voraus vollständig geschmort werden. Nach dem Garen zügig abkühlen lassen, abgedeckt kühlen und beim Servieren langsam wieder erhitzen.
Das abgekühlte Fleisch mit dem Sud und den Möhren abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Kalbsfuß, Schweineschwarte und Bouquet garni vor der Lagerung entfernen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und nur die benötigte Menge erneut erhitzen.
Der hohe Flüssigkeits- und Gelatineanteil kann nach dem Auftauen die Textur von Fleisch und Möhren verändern.
Häufig gefragt
Du kannst ihn weglassen oder durch zusätzliche Schweineschwarte ersetzen. Der Sud wird dann etwas weniger gelierend.
Ja. Die angegebene Marinierzeit liegt zwischen 12 und 24 Stunden; die Schüssel sollte währenddessen abgedeckt im Kühlschrank stehen.
Ja. Sie dient vor allem dazu, dem Sud Körper zu geben, und wird zusammen mit dem Kalbsfuß vor dem Servieren entfernt.
Den Sud nach dem Ruhen ohne Deckel 5 bis 10 Minuten auf dem Herd einkochen lassen. Das Fleisch währenddessen warm halten.
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