Brät statt zusätzlicher Würzmischung
Grobes Schweinebrät oder ungebratene grobe Bratwurst bringt bereits Würze und Fett in die Füllung. Die zusätzliche Salzmenge deshalb vorsichtig dosieren.
Gemüsegericht aus dem Limousin
Zarte Kohlpäckchen mit würziger Schweinefarce, Brot, Ei, Petersilie und Möhren schmoren langsam in Brühe und werden mit Salzkartoffeln serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Chou farci du Limousin ist ein bodenständiges französisches Schmorgericht: Blanchierte Kohlblätter werden mit einer würzigen Schweinefüllung gerollt, angebraten und anschließend langsam in Brühe gegart. Möhren und Salzkartoffeln machen daraus eine sättigende Mahlzeit.
Die Kohlblätter werden weich und zart, während die Füllung saftig, würzig und leicht kompakt bleibt. Der Schmorsud schmeckt herzhaft und aromatisch, die Möhren bringen milde Süße und die Salzkartoffeln nehmen den Sud angenehm auf.
Schritt für Schritt
Das Brot würfeln und mit der Milch übergießen. Zehn Minuten quellen lassen. Zwiebel, Knoblauch und Petersilie fein hacken. Die Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden.
Daran erkennst du es: Das Brot ist weich und vollständig durchfeuchtet.
Vom Kohl vorsichtig die äußeren Blätter lösen. Zwölf große Blätter drei bis fünf Minuten in reichlich kochendem Salzwasser blanchieren, anschließend kalt abschrecken und im Sieb gut abtropfen lassen. Die dicken Blattrippen flacher schneiden. Kleine Herzblätter fein hacken.
Daran erkennst du es: Die Blätter sind biegsam, aber nicht zerfallen.
Wichtig: Beim Abgießen und Abschrecken vorsichtig mit heißem Wasser arbeiten.
Das aufgeweichte Brot leicht ausdrücken und mit SchweinebrätEine fein zerkleinerte, gewürzte Fleischmasse auf Basis von Schweinefleisch, die häufig für Wurstwaren verwendet wird., Eiern, Zwiebel, Knoblauch, Petersilie und den gehackten Herzblättern vermengen. Mit Pfeffer würzen; zusätzliches Salz nur sparsam verwenden, da das Brät bereits gewürzt sein kann.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermengt und bindet leicht ab.
Wichtig: Rohe Schweinefarce nach dem Vermengen nicht bei Raumtemperatur stehen lassen.
Jeweils etwa 70 g Füllung auf ein Kohlblatt setzen. Die Seiten einschlagen, das Blatt zu einem kompakten Päckchen rollen und mit Küchengarn binden. So zwölf Kohlpäckchen formen.
Daran erkennst du es: Die Päckchen sind kompakt geschlossen und halten ihre Form.
Öl oder Schmalz in einer großen, schweren Cocotte erhitzen. Die Kohlpäckchen rundum anbraten und herausnehmen. Die Möhrenscheiben im verbliebenen Fett fünf Minuten anschwitzen.
Daran erkennst du es: Die Päckchen sind rundum leicht gebräunt und die Möhren beginnen weich zu werden.
Wichtig: Heißes Fett kann spritzen; die Päckchen vorsichtig einlegen und wenden.
Brühe, Thymian und Lorbeerblatt angießen. Die Kohlpäckchen mit der Naht nach unten hineinlegen. Die Flüssigkeit soll etwa bis zur halben Höhe reichen. Zugedeckt aufkochen, dann bei sehr kleiner Hitze etwa zwei Stunden sanft schmoren lassen. Bei Bedarf etwas heißes Wasser nachgießen.
Daran erkennst du es: Die Kohlblätter sind zart und die Füllung vollständig durchgegart.
Wichtig: Die rohe Schweinefüllung vollständig durchgaren und den Schmorsud während des Garens heiß halten.
Während der letzten 25 Minuten der Schmorzeit die Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und in Salzwasser etwa 20 Minuten garen. Abgießen und warm halten. Diese Arbeit kann parallel zum Schmoren erfolgen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich mit einer Gabel leicht einstechen.
Wichtig: Beim Abgießen vorsichtig mit dem heißen Kochwasser umgehen.
Kohlpäckchen vorsichtig aus dem Schmorsud heben und das Küchengarn entfernen. Mit Möhren, etwas Schmorsud und den Salzkartoffeln servieren.
Daran erkennst du es: Die Kohlpäckchen bleiben beim Herausheben intakt und werden heiß serviert.
Gut zu wissen
Grobes Schweinebrät oder ungebratene grobe Bratwurst bringt bereits Würze und Fett in die Füllung. Die zusätzliche Salzmenge deshalb vorsichtig dosieren.
Beide Kohltypen eignen sich, solange die Blätter groß genug zum Füllen sind und sich nach dem Blanchieren rollen lassen.
Neutrales Öl hält das Gericht geschmacklich leichter, Schweineschmalz gibt ihm eine kräftigere, traditionellere Note. Nur eine der beiden Alternativen verwenden.
Die Füllung kann etwas weicher und weniger elastisch werden.
Das glutenfreie Brot wie beschrieben würfeln und mit der Milch quellen lassen. Bei sehr weicher Masse etwas weniger Milch verwenden.
Die Füllung schmeckt etwas leichter und weniger milchig.
Einen ungesüßten, neutralen Pflanzendrink verwenden und wie Milch zum Einweichen des Brotes einsetzen.
Die Füllung wird magerer und milder; sie kann etwas trockener ausfallen.
Grobe Geflügelfarce verwenden und die Kohlpäckchen ebenso formen und schmoren. Die vollständige Durchgarung besonders sorgfältig prüfen.
Die Blätter nur drei bis fünf Minuten blanchieren und anschließend sofort kalt abschrecken.
Gerissene Blätter mit einem zweiten kleineren Blattstück verstärken und die Naht beim Einlegen nach unten legen.
Die Seiten straff einschlagen, kompakt rollen und die Naht beim Schmoren nach unten legen.
Geöffnete Päckchen vorsichtig neu schließen oder mit Küchengarn sichern.
Nach dem Aufkochen die Hitze deutlich reduzieren und den Topf zugedeckt lassen.
Die Hitze sofort reduzieren und die Päckchen möglichst wenig bewegen.
Im Schritt mit dem Brät zunächst nur Pfeffer verwenden und Salz sparsam dosieren.
Bei noch nicht geformter Masse etwas ungesalzenes Brot oder zusätzliche gehackte Kohlblätter unterarbeiten.
Die Kohlpäckchen werden mit etwas kräftigem Brot serviert, wenn keine Kartoffelbeilage gewünscht ist.
Die Füllung und der Schmorsud werden aromatischer und frischer gewürzt.
Eine leichtere Variante mit grober Geflügelfarce statt Schweinebrät.
Die Kohlpäckchen bis zum Ende des Formens vorbereiten, abgedeckt im Kühlschrank lagern und am nächsten Tag anbraten und schmoren. Alternativ das fertige Gericht vollständig abkühlen lassen und gekühlt aufbewahren.
Kohlpäckchen, Möhren und Schmorsud möglichst gemeinsam im Kühlschrank lagern. Kartoffeln separat aufbewahren, wenn ihre Konsistenz erhalten bleiben soll.
Reste nach dem Servieren zügig abkühlen lassen und gekühlt lagern.
Die Kohlpäckchen können grundsätzlich eingefroren werden, die Kartoffelbeilage und die Kohlstruktur können nach dem Auftauen jedoch an Qualität verlieren.
Häufig gefragt
Ein großer Wirsing oder krauser grüner Kohl eignet sich besonders gut, weil sich die Blätter nach dem Blanchieren biegen und rollen lassen.
Das eingeweichte Brot bindet die Füllung, hält sie saftig und sorgt für eine lockere, gut formbare Konsistenz.
Ja. Die geformten Kohlpäckchen können abgedeckt bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahrt und anschließend angebraten und geschmort werden.
Klassisch zu dieser Fassung passen Salzkartoffeln, Möhren und etwas vom aromatischen Schmorsud.
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