Piment végétarien
Die milden Schoten liefern vor allem ein aromatisches, leicht fruchtiges Paprikaprofil und nicht primär Schärfe. Rote Spitzpaprika ist eine zugängliche, süßere Alternative.
Rinderschmorgericht aus Martinique
Kräftiges martiniquaisches Rinderragout mit angebratenem Schmorfleisch, Gombo, Aubergine, Karotte, Cive und warmen Gewürzen, serviert mit weißem Langkornreis.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses kräftige Schmorgericht verbindet angebräuntes Rind mit Cive, Piment végétarien, Gombo und warmen Gewürzen. Aubergine und Karotte geben dem Ragout Fülle, während die Sauce langsam sämig wird. Dazu passt schlicht gekochter weißer Reis.
Zartes, würziges Rindfleisch in einer dunklen, sämigen Sauce mit leicht süßlicher Karamellnote. Gombo und Aubergine machen das Ragout weich und saftig, während Karotte, Cive und Piment végétarien frische, aromatische Akzente setzen. Der Reis nimmt die kräftige Sauce auf.
Schritt für Schritt
Rindfleisch mit Zwiebel, Knoblauch, Weinessig, Kreuzkümmel, Quatre-épices, ½ TL Salz und Pfeffer gründlich vermengen. Abdecken und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Während der Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Gombo waschen, die Enden abschneiden und die Schoten längs halbieren. 15 ml Öl im schweren Topf erhitzen und den Gombo 4–5 Minuten anbraten, bis er leicht gebräunt ist. Herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Schnittflächen sind leicht gebräunt, der Gombo bleibt aber noch formstabil.
Wichtig: Beim Erhitzen des Öls vorsichtig arbeiten.
Das übrige Öl im Topf erhitzen. Rohrzucker einstreuen und kurz karamellisieren lassen, bis er tief goldbraun ist. Das marinierte Rindfleisch aus der Marinade nehmen, gut abtropfen lassen und portionsweise rundherum kräftig anbraten.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundherum kräftig gebräunt und der Zucker ist tief goldbraun, aber nicht schwarz.
Wichtig: Karamellisierter Zucker und heißes Öl können spritzen.
Zwiebel und Knoblauch aus der Marinade zum Fleisch geben und kurz mitbraten. Mit der restlichen Marinade ablöschen. Wasser und Fond de veau angießen. Möhren, Aubergine, Piment végétarien, Cive, Thymian und Bois d’Inde hinzufügen. Aufkochen lassen, dann zugedeckt bei mittlerer bis niedriger Hitze 35 Minuten sanft schmoren.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit bewegt sich nur sanft; das Fleisch beginnt weich zu werden und das Gemüse behält seine Form.
Wichtig: Das Ragout nach dem Aufkochen zugedeckt und nur sanft weitergaren lassen.
Gombo und das zusammengebundene Zitronengras einlegen. Weitere 25–30 Minuten bei niedriger Hitze schmoren, bis das Rind zart ist und das Gemüse weich, aber nicht zerfallen ist.
Daran erkennst du es: Das Rind lässt sich leicht mit einer Gabel zerteilen, während Gombo und Gemüse noch erkennbar bleiben.
Kartoffelstärke mit dem kalten Wasser glatt rühren. Zitronengras, Thymianzweige und Bois d’Inde entfernen. Die Stärke in die Sauce rühren und das Ragout noch 2 Minuten sanft köcheln lassen. Mit dem restlichen Salz abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht sämig und überzieht Fleisch und Gemüse, ohne pastig zu wirken.
Langkornreis gründlich spülen. Mit Wasser und Salz aufkochen, zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 18 Minuten garen und anschließend 10 Minuten ruhen lassen. Das Ragout mit dem weißen Reis servieren.
Daran erkennst du es: Das Wasser ist aufgenommen und die Reiskörner sind weich, aber nicht breiig.
Wichtig: Den heißen Topf vorsichtig öffnen, da Dampf entweichen kann.
Gut zu wissen
Die milden Schoten liefern vor allem ein aromatisches, leicht fruchtiges Paprikaprofil und nicht primär Schärfe. Rote Spitzpaprika ist eine zugängliche, süßere Alternative.
Gombo vor dem Halbieren gründlich waschen und die Enden entfernen. Tiefgekühlter Gombo kann direkt verwendet werden, wird aber meist etwas weicher.
Die aromatischen Blätter werden zum Mitgaren verwendet und vor dem Servieren entfernt. Falls sie fehlen, kann 1 Lorbeerblatt mit einer kleinen Prise Piment eingesetzt werden.
Frühlingszwiebeln sind eine passende, jedoch mildere Alternative zu Cive.
Das Ragout wird süßer und weniger würzig-tief, bleibt aber aromatisch.
Entkernen, würfeln und anstelle des Piment végétarien in Schritt 4 mitgaren.
Das Zwiebelaroma wird milder und etwas frischer.
Fein schneiden und in Schritt 4 zusammen mit dem Gemüse hinzufügen.
Das Aroma wird klassischer und weniger warm-würzig.
Mit den übrigen Gewürzen in Schritt 4 einlegen und vor dem Binden entfernen.
Mit Wasser wird die Sauce etwas weniger tief; ungewürzte Rinderbrühe hält die Fleischigkeit besser.
Anstelle des Fond de veau in Schritt 4 angießen und am Ende vorsichtig abschmecken.
Das Fleisch portionsweise in einer einzigen Schicht anbraten und zwischen den Portionen wieder ausreichend Hitze aufbauen lassen.
Die Flüssigkeit weitgehend einkochen lassen und das Fleisch anschließend kurz weiterbräunen, bevor die Schmorflüssigkeit dazukommt.
Den Zucker nur bis tief goldbraun karamellisieren und anschließend sofort mit dem Fleisch beziehungsweise der Marinade weiterarbeiten.
Bei stark verbranntem Zucker den Topf reinigen und den Ansatz neu beginnen.
Nur sanft schmoren und das Gemüse regelmäßig auf seine Textur prüfen.
Weiche Gemüseanteile in der Sauce belassen und gegebenenfalls frischen, kurz angebratenen Gombo separat dazugeben.
Die Stärke glatt anrühren und nach dem Einrühren mindestens 2 Minuten sanft köcheln lassen.
Eine kleine zusätzliche Menge Kartoffelstärke mit kaltem Wasser anrühren und portionsweise einarbeiten.
Eine zugänglichere Variante mit roter Spitzpaprika anstelle von Piment végétarien.
Eine Variante für den Fall, dass Bois d’Inde nicht erhältlich ist.
Eine mildere Zwiebelnote durch Frühlingszwiebeln anstelle von Cive.
Das Ragout kann bis zu 24 Stunden im Voraus gekocht und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Servieren langsam erwärmen und bei Bedarf mit etwas Wasser oder Fond lockern. Den Reis möglichst frisch kochen.
Ragout und Reis getrennt möglichst zügig abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank lagern. Reis nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Vor dem Kühlen nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das abgekühlte Ragout portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren. Den Reis möglichst frisch zubereiten, da seine Textur nach dem Einfrieren weicher werden kann.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend vollständig durcherhitzen.
Das Ragout lässt sich gut einfrieren; Gombo und Aubergine können nach dem Auftauen etwas weicher sein.
Häufig gefragt
Ja. Es kann bis zu 24 Stunden abgedeckt im Kühlschrank marinieren. Die Marinade danach vollständig zum Ablöschen verwenden.
Gombo ist für die vorgesehene Textur charakteristisch. Wenn er nicht erhältlich ist, kann das Ragout auch ohne ihn gekocht werden; die Sauce wird dann weniger bindig und das Gericht verliert eine typische Gemüsekomponente.
Der Reis kann während der letzten Schmorphase des Ragouts zubereitet werden. So fällt seine zehnminütige Ruhezeit ungefähr mit dem Fertigstellen des Ragouts zusammen.
Piment végétarien ist überwiegend aromatisch und mild. Die Schärfe lässt sich daher nicht über diese Zutat, sondern vor allem über zusätzliche scharfe Würzung verändern; im vorliegenden Rezept ist keine zusätzliche Chilimenge angegeben.
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