Estouffat catalan

Rinderschmorgericht aus dem Roussillon

Kräftiges Rinderschmorgericht aus dem katalanisch geprägten Roussillon mit weißen Bohnen, geräuchertem Schweinebauch, Rotwein und Gemüse.

Zum Rezept
Estouffat catalan aus dem Roussillon
Vorbereitung 55 Minuten
Kochen / Backen 3 Stunden
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 12 Std. 30 Min.
Gesamtzeit ca. 15 Std. 55 Min.
Menge 6 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Sanftes Köcheln, Schmoren
Würzanwendung Marinieren
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das portionsweise kräftig angebratene Rindfleisch bringt Röstaromen in die Sauce.
  • Weiße Bohnen und Schweineschwarte geben dem Schmorfond Körper und eine sämige Textur.
  • Rotwein, Tomaten, Wurzelgemüse und Kräuter verbinden sich während des langen Schmorens zu einem vollmundigen Geschmack.

Estouffat catalan ist ein langsam geschmortes Rindfleischgericht aus dem katalanisch geprägten Roussillon. In dieser Fassung verbinden sich angebratenes Rind, weiße Bohnen, geräucherter Schweinebauch und winterliches Gemüse zu einer kräftigen Cocotte mit sämiger Sauce. Die lange Schmorzeit gibt dem Fleisch und den Bohnen Tiefe, während Rotwein, Tomaten und Kräuter für Würze sorgen.

Das Estouffat catalan duftet nach Rotwein, Kräutern und geröstetem Fleisch. Das Rind wird zart, die Bohnen weich und cremig, während Kartoffeln und Gemüse Struktur behalten. Die Sauce ist dunkel, kräftig und leicht sämig.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und marinieren

  1. Bohnen einweichen

    Die weißen Bohnen in reichlich kaltem Wasser 12 Stunden einweichen. Anschließend in einem Sieb abgießen und abspülen.

    12 Stunden
    • Die Bohnen vollständig mit kaltem Wasser bedecken.
  2. Fleisch marinieren und Gemüse vorbereiten

    Das Rindfleisch mit Rotweinessig, 1 EL Olivenöl und etwas schwarzem Pfeffer vermengen und 30 Minuten ruhen lassen. Währenddessen Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Möhren, Lauch, Speiserüben und Kartoffeln vorbereiten.

    30 Minuten
    • Die Gemüsevorbereitung lässt sich während der Marinierzeit erledigen.

Anbraten und Sauce ansetzen

  1. Schweinebauch auslassen

    Eine große, schwere Cocotte erhitzen. Den Schweinebauch darin bei mittlerer Hitze auslassen. Die Streifen herausnehmen und beiseitestellen. Das restliche Olivenöl in die Cocotte geben.

    Daran erkennst du es: Der Schweinebauch hat Fett abgegeben und ist leicht gebräunt.

    Wichtig: Beim Auslassen kann heißes Fett spritzen.

  2. Rindfleisch anbraten

    Das Rindfleisch portionsweise rundum kräftig anbraten, damit es Farbe bekommt. Die Stücke ebenfalls herausnehmen und beiseitestellen.

    Daran erkennst du es: Die Fleischstücke sind rundum deutlich gebräunt.

    • Nicht zu viele Fleischstücke gleichzeitig in die Cocotte geben, damit sie braten statt zu dünsten.

    Wichtig: Beim Einlegen des marinierten Fleisches vorsichtig arbeiten, da das Bratfett heiß ist.

  3. Gemüse anschwitzen und Rotwein einkochen

    Zwiebeln und Knoblauch im Bratfett etwa 5 Minuten weich dünsten. Die Tomaten hinzufügen und weitere 5 Minuten schmoren. Den Rotwein angießen, den Bratensatz lösen und die Flüssigkeit etwa 5 Minuten offen einkochen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich, die Tomaten angeschmort und der Rotwein leicht reduziert.

    • Den Bratensatz gründlich vom Boden lösen; er gibt der Sauce zusätzliche Tiefe.

Schmoren und fertigstellen

  1. Erste Schmorphase

    Rindfleisch und Schweinebauch zurück in die Cocotte geben. Rinderfond, Bohnen und Schweineschwarte hinzufügen. Lorbeerblätter, Thymian und Gewürznelke einlegen. Alles aufkochen, leicht salzen und pfeffern, dann zugedeckt bei sehr niedriger Hitze etwa 2 Stunden schmoren lassen.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit bewegt sich nur sanft, ohne stark zu sprudeln.

    • Die Cocotte während dieser Phase geschlossen halten, damit ausreichend Flüssigkeit erhalten bleibt.
  2. Gemüse hinzufügen

    Möhren, Lauch und Speiserüben unterheben. Das Estouffat weitere 30 bis 35 Minuten zugedeckt garen.

    35 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse beginnt weich zu werden, behält aber noch Form.

  3. Kartoffeln garen

    Die Kartoffeln hinzufügen und weitere 30 bis 35 Minuten schmoren, bis Fleisch, Bohnen und Gemüse weich sind. Falls die Sauce zu stark einkocht, etwas heißes Wasser angießen.

    35 Minuten

    Daran erkennst du es: Ein Messer gleitet leicht in Kartoffeln und Gemüse; das Fleisch ist zart und die Bohnen sind weich.

    • Nur so viel heißes Wasser ergänzen, dass die Sauce ihre sämige Konsistenz behält.
  4. Abschmecken und servieren

    Lorbeer, Thymian, Gewürznelke und Schweineschwarte entfernen. Das Estouffat mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Petersilie bestreuen und heiß direkt aus der Cocotte servieren.

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist kräftig abgeschmeckt und sämig; Fleisch, Bohnen und Gemüse sind weich.

    • Die Kräuter und Gewürznelke vor dem Servieren vollständig entfernen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Vorbereitung am Vortag: Die getrockneten Bohnen benötigen 12 Stunden Einweichzeit. Diese Phase frühzeitig einplanen, bevor das Schmoren beginnt.
  • Röstaromen bewahren: Das Rindfleisch portionsweise anbraten. Eine überfüllte Cocotte kühlt ab und lässt das Fleisch eher dünsten als bräunen.
  • Sauce im Blick behalten: Während der letzten Schmorphase prüfen, ob die Sauce zu stark einkocht. Bei Bedarf etwas heißes Wasser ergänzen.

Zutatenwissen

Schweineschwarte einkaufen

Schweineschwarte ist meist beim Metzger oder an der Fleischtheke erhältlich. Sie gibt der Sauce beim langen Schmoren mehr Bindung und Fülle.

Sinnvolle Alternativen

weglassen

Die Sauce wird etwas weniger sämig, bleibt aber als Schmorgericht verwendbar.

Die Schweineschwarte vollständig weglassen und die übrigen Zutaten unverändert verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Rindfleisch wird blass und gibt viel Flüssigkeit ab.

Das Fleisch portionsweise und mit ausreichend Abstand anbraten.

Die Fleischstücke herausnehmen, die Flüssigkeit etwas einkochen lassen und das Fleisch anschließend wieder zugeben.

Die Sauce wird sehr dick oder setzt am Topfboden an.

Zugedeckt bei sehr niedriger Hitze schmoren und die Flüssigkeit während der letzten Phase beobachten.

Etwas heißes Wasser angießen und den Schmortopf bei niedriger Hitze weitergaren.

Kartoffeln oder Gemüse zerfallen vollständig.

Möhren, Lauch, Rüben und Kartoffeln erst in den angegebenen späteren Schmorphasen hinzufügen.

Die zerfallenen Stücke in der Sauce belassen und die Garzeit nicht weiter verlängern.

Servieren und kombinieren

  • Heiß aus der Cocotte servieren: Das Estouffat catalan nach dem Abschmecken heiß direkt aus der Cocotte servieren und mit gehackter Petersilie bestreuen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich die Schweineschwarte weglassen?

Ja. Die Schweineschwarte kann weggelassen werden; die Sauce wird dadurch etwas weniger sämig.

Wie lange müssen die weißen Bohnen einweichen?

Die getrockneten weißen Bohnen werden 12 Stunden in reichlich kaltem Wasser eingeweicht und anschließend abgegossen und abgespült.

Was mache ich, wenn die Sauce zu stark einkocht?

Etwas heißes Wasser angießen und das Estouffat bei niedriger Hitze weiter schmoren lassen.

Aus unserer Küche

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